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Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2014 (aktualisiert)

Erfahrungen am Weserradweg: Vom Zusammenfluss von Fulda und Werra nach Bremerhaven

Der Weserradweg ist einer der beliebtesten deutschen Flussradwege und immer wieder eine Tour wert. Hier erfahren Sie aus erster Hand eine Menge über Streckenverlauf und -charakter sowie über Sehenswertes an der Radroute - Übernachtungstipps inklusive. Die vielen Gierseilfähren an diesem Fluss sind eine Besonderheit.
 
Weserradweg Teil 2: Unterweser - Achim-Bremerhaven
Radeln entlang der Zuflüsse: Fulda - Werra
Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland


E-Bike-Stationen
am Weserradweg

Weserradweg (1)

Von Hann. Münden nach Achim bei Bremen
 
452 Kilometer lang ist die Weser laut Wikipedia, dem Lexikon im Internet - und etwa gleichlang ist auch der Weserradweg, einer der beliebtesten Fernradweg Deutschlands - zu Recht.

Wir stiegen bei unserer Tour aber schon in Witzenhausen an der Werra in die Tour ein, da wir die Annäherung eines der beiden Quellflüsse an den Zusammenfluss von Fulda und Werra und damit den Beginn des Weserradweges miterleben wollten. - Es hat sich gelohnt. Die Werra, die wir schon von unserer Deutschlandtour „Von Hannover bis zum Bodensee“ im Jahr 2002 kennen und schätzen gelernt hatten, zeigte sich auch im Unterlauf von ihrer landschaftlich schönen Seite.

Übernachten in Hann. Münden in Hann. Münden in Hann. Münden

In Hannoversch Münden angekommen, war es uns natürlich eine Verpflichtung, auf den Spuren des berühmten Dr. Eisenbarth zu wandeln und diese herrliche niedersächsische Fachwerkstatt zu erkunden. 
Unter http://www.hann.muenden.de finden sich im Internet zahlreiche Informationen über diese sehenswerte Stadt. „Über 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, Wehrtürme und Reste der Befestigungsmauern zeugen von Bürgerstolz und Reichtum vergangener Zeiten", heißt es dort etwa. Und: „Eine der bekanntesten und wohl auch schillerndsten Persönlichkeiten Hann. Mündens ist Doktor Johann Andreas Eisenbart. In den Sommermonaten erzählen die Doktor-Eisenbart-Spiele vor dem historischen Rathaus von seinem Leben und Wirken."  

Oberste Pflicht ist natürlich der Besuch des Wesersteins. Er steht auf einer Insel, dem Tanzwerder. „Der »Tanzwerder« ist eine Halbinsel zwischen Werra und Fulda, die heute als Parkplatz und Veranstaltungsgelände dient. Gesäumt von Bäumen und Grünflächen, lädt sie zum Spazieren und Verweilen ein und ist Anlegestelle für Schiffsrundfahrten.“

"Wo Werra sich und Fulda küssen, Sie Ihren Namen büssen müssen. Und hier entsteht durch diesen Kuss Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss."  Hann. Münden d. 13. Juli 1899.

So steht es in Stein gemeißelt auf einem mannshohen Quarzit an der äußeren Spitze des Tanzwerders. Der Stein wird überschattet von einer alten ausladenden Kastanie, unter der sich bei schönem Wetter zahlreiche Touristen tummeln. Gestiftet wurde dieser Stein im Jahre 1899 von dem Mündener Fabrikanten Natermann und seinem Sohn, aus deren Feder auch der Spruch stammt. Er spielt natürlich auf meiner Weser-DVD eine wichtige Rolle, die die schönsten Passagen dieses Flussradweges in Bild und Ton darstellt..

Auf nach Wahmbeck 
Von Hann. Münden an geht es über Gimte und anschließend in einer schweißtreibenden Steigung Richtung Reinhardshagen, wo es übrigens viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt. In Hemeln rasten wir bei der Fähre, wo man gut und günstig einkehren kann. Kein Wunder, dass im Biergarten nur wenige Plätze frei sind. Wir lassen es uns schmecken und vertilgen die mitgebrachten Proviantreserven. Beim Biergarten an der Fähre gab es auch im Mai 2014 das unschlagbar günstige Hefeweizen für nur 1,80 Euro. 

Apropos Fähren: Viele arbeiten völlig ohne Antrieb, bewegt von der Kraft der Strömung. Mehr über diese Gierseilfähren gibt es hier.

Bereits in Oedelsheim meldet sich angesichts der hohen Temperaturen von knapp 40 Grad der Durst schon wieder. Die Fahrradflaschen werden bei einem Getränkemarkt aufgefüllt, und weiter geht es nach Bodenfelde, wo eine Fabrik ihre Grillkohle anpreist. Die Weserschleife bietet ein so reizvolles Bild, dass wir beschließen, hier zu übernachten. „Fahrt nach Wahmbeck, da ist es schöner“, rät uns ein Jugendlicher.

Unter den dortigen Pensionen haben wir anscheinend die wärmste erwischt. Unterm Dach steht die Wärme, das Lüften zeigt erst nachts um 3 Uhr erste Erfolge. Im „Krug zum grünen Kranze“ essen wir preiswert und gut. Die Hitze des Tages hat uns geschafft, und schon um 22 Uhr schlummert der erste unseres Trios den Schlaf des gequälten Radfahrers.

Um 4 Uhr knattern Mopeds durch das Dorf, um 6.30 Uhr kräht der Hahn unüberhörbar. Mit der dörflichen Stille war es also nichts ... Die Wirtin erzählt von besseren Zeiten, als die Touristen noch zwei Wochen Urlaub an der Weser machten („besonders die Berliner“) und man es „nicht nötig hatte, Fahrradfahrer für nur eine Nacht aufzunehmen“. An Nord- und Ostsee ist das ja, wie wir leidvoll erfahren haben, heute noch so, weswegen wir die Gegend dort meiden und unsere Weserradtour auch nur bis Bremen geplant haben.  

Über Höxter und Holzminden 
Der nächste Tag beginnt ebenfalls mit freundlichem Sonnenschein. In den Morgenstunden radeln wir erhöht im Wald an der Weser entlang, passieren die schön gelegene Jugendherberge - die Gäste frühstücken noch auf der Terrasse - und besichtigen dann Bad Karlshafen, wo die Diemel in die Weser mündet.

1838 wurde Bad Karlshafen Heil- und Kurort. Seit diesem Zeitpunkt reisen Erholungssuchende zur Pflege der Gesundheit bei allen Erkrankungen der Atemwege an. Der Stadt wurde 1977 der offizielle Titel "Bad" verliehen. Dieser Titel trug zu einer weiteren positiven Entwicklung des Tourismus der Stadt bei. Weit über 40.000 Gäste besuchen jährlich diese Stadt. 
Vor über 200 Jahren wurde in Bad Karlshafen die Sole, verborgen unter einem Felsen, von dem Chirurgen Jacques Galland entdeckt. Noch heute rieselt sie über den Schwarzdorn ab und zeigt ihre Heilkraft bei Asthma, Rheuma, Ischias und Bronchitis.

Erstes öffentliches Gebäude der Stadt Karlshafen war das Invalidenhaus, erbaut 1705 bis 1710 als Altersruhesitz für Offiziere und Mannschaften des hessischen Heeres. Ab 1708 hielten die drei reformierten Gemeinden die Gottesdienste in der Kapelle ab. Heute Wohnhaus und Gotteshaus der neuapostolischen Gemeinde. Quelle: www.bad-karlshafen.de 

Beim Wasserkauf im Karlshafener Aldi stellen wir fest, dass wir den Pfandbon nur in genau dieser Filiale einlösen können, wo wir auch die Flaschen abgegeben haben. Ein nicht gerade verbraucherfreundliches System, da man sich nach dem Umfüllen in die Fahrradflaschen nun noch einmal an der Kasse anstellen muss und Zeit zum Radeln vertrödelt.

Wer Zeit und Lust hat, sollte einen kleinen Abstecher nach Helmarshausen machen, ein kleines, sehenswertes Dorf mit vielen Fachwerkhäusern und Pensionen. Dort gibt es auch eine stattliche Jugendherberge. Hier fließt die Diemel vorbei uns in Karlshafen in die Weser. Diemelradtour


In Beverungen, wo uns schon aus der Ferne die klotzige Burg begrüßt, rasten wir am alten Fährhaus und beobachten das Anlegen des Weserdampfers „Höxter“, der uns fortan ein Stück flussab begleitet. Das Touristenbüro ist in einem sehenswerten Fachwerkhaus untergebracht. Die Homepage zeigt zwar schöne Bilder, aber diesen fehlen die textlichen Erläuterungen, sie sind somit nicht sehr informativ.

Weiter geht’s nach Blankenau. Der Anstieg in den Ort lohnt aber nicht, da dort quasi alles verboten ist und der erhoffte Standort mit Blick über die Weser nicht erreichbar ist. Also wieder in flotter Fahrt abwärts und zurück auf den Weserradweg.

Fürstenberger Porzellan 
Bald haben wir die „Höxter“ wieder eingeholt, da wir auf dem Weserradweg manche Weserschleife abschneiden. Von der anderen Seite grüßt Fürstenbergs weißes Schloss, in dem das Porzellanmuseum der benachbarten Manufaktur untergebracht ist. Es liegt 90 Meter über dem Fluss. Will man hinauf, muss man schon in Beverungen die Weser überqueren, oder man nimmt die Fähre in Wehrden. Sie verkehrt vom 1. Mai bis 30. September täglich (auch an Sonn- u. Feiertagen) von 9 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr.

„Eine geeignetere Stelle für die Anlage einer Burg ist im weiteren Umkreis nicht zu finden. Nirgendwo erhebt sich ein Berg in dieser Form am Ufer der Weser empor. Auf seine Form und Lage geht auch der Name Fürstenberg zurück. Damit ist kein Geschlecht oder gar Fürst im heutigen Sinne gemeint, sondern der Name Vorstenberg, wie er früher hieß, umschreibt einfach seine hervorragende – hervorstehende – topographische Lage.“ So heißt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.gemeinde-fuerstenberg.de .

Und weiter: „In Fürstenberg selbst begegnet man Kultur und Geschichte auf Schritt und Tritt: Die mittelalterliche Welfenburg wurde um 1590 zu einem Jagdschloss umgebaut. Ab 1747 ließ der Herzog von Braunschweig hier die berühmte Porzellanmanufaktur einrichten, nach Meissen heute die älteste Deutschlands. Attraktionen sind das Porzellanmuseum in den alten Räumen des Schlosses. Theateraufführungen, Konzerte und Festivals machen das Schloss Fürstenberg zu einem kulturellen Zentrum der Region.“

Bald erreichen wir, vorbei an den verlockenden Badesee, Höxter, das eine sehr schöne Jugendherberge besitzt. Die liegt allerdings hoch auf dem schon von weitem sichtbaren mächtigen Bergrücken und ist erst nach mühevollem Anstieg zu erreichen. Der Blick über Höxter und das Wesertal lohnt jedoch die Anstrengung. Der Autor war schon vier Mal „oben“.

Ab Höxter kann man rechts- und linksseitig der Weser nach Holzminden fahren. Wer das sehenswerte Kloster Corvey besichtigen möchte, bleibt links und folgt dann entweder flussnah der großen Weserschleife hinter Lüchtrigen, oder er wechselt dort über die Anfang der 80er Jahre gebaute Brücke auf die rechte Seite. Der Weg nach Holzminden ist dann rund 4 km kürzer.

Unbedingt anschauen: Kloster Corvey   
„Um im Osten des fränkischen Reichs eine sichere Glaubensbastion zu haben, wollte Karl der Große in der Nähe der Weser-Grenze ein Kloster errichten. Sein Sohn Kaiser Ludwig der Fromme gründete 815 die von Corbie abhängige Propstei Hethis, aus der später Corvey hervorging. Wegen der ungünstigen Lage baten die Benediktinermönche aus dem westfränkischen Kloster Corbie an der Somme (Nordfrankreich) den Kaiser bald um Land an geeigneterer Stelle. Ludwig der Fromme erwarb 822 die Weseraue in der Nähe des heutigen Höxter, wohin die Mönche aus Hethis umzogen. 826 wurde das Kloster selbstständig. Seinen Namen erhielt die neue Ansiedlung von seinem Mutterkloster Corbie, das auf lateinisch „Corbeia“ hiess. Aus „Nova Corbeia“ - dem „neuen Corbie“ - wurde schließlich der Name Corvey.“ Quelle: www.schloss-corvey.de 
Im Garten ist übrigens August Heinrich von Fallersleben begraben, der 1841 auf der damals britischen Insel Helgoland das "Lied der Deutschen" schrieb. Sein Geburtshaus steht übrigens am Allerradweg: in Fallersleben bei Wolfsburg.
Buchtipp: Welterbe Kloster Corvey


Heimeliges Holzminden
Die Weser bietet eine Vielzahl sehenswerter Städte und Dörfer auf. Daher sollte man sich bei dieser Tour ruhig Zeit nehmen. Auch Holzminden lohnt einen Besuch oder gar eine Übernachtung, etwa in der am Weserufer neben der alten Brücke gelegenen Jugendherberge, die als Attraktion eine Übernachtung in dem runden Turm der alten Stadtbefestigung bietet. Da wartet man förmlich darauf, dass Rapunzel das Fenster öffnet und ihr Haar herunter lässt.

Hinter Holzminden ist der Weserradweg zum Teil „runderneuert“ worden. Asphaltierte Wege sorgen für zügiges Fortkommen. In Forst zweigte früher der alte Weserradweg ab und führte durch den Wald nach Reileifzen - mit ein paar Steigungen zwar, aber dafür kürzer.

Die neue Strecke führt zunächst von Forst gen Polle. Von dort kann man flussnah gen Bodenwerder radeln. Der Weg ist nun zwar etwas länger, aber sehr schön zu fahren. Alternativ kann man mit der Fähre auf die andere Seite wechseln. Doch führt dort der Weg mit einigen Steigungen entlang der stark befahrenen Bundesstraße 83 nach Bodenwerder. Ein Erlebnis  ist die Durchfahrt durch das Dorf Pegesdorf. Man kann kurz zuvor aber auch in Grave mit einer Solarfähre wieder an das andere Ufer wechseln.

Zur Wiederinbetriebnahme der Solarfähre schrieb der Tägliche Anzeiger in Holzminden am 12.4.2006: Die „Gravena“ hat ihren Winterschlaf beendet. Von den ehrenamtlichen Fährmännern - 20 zählt der Kultur- und Fährverein Grave inzwischen - auf Vordermann gebracht, wird die Graver Fähre am Karfreitag zum ersten Mal Fahrgäste über die Weser setzen. Täglich von 10 bis 18 Uhr bzw. 20 Uhr heißt es dann „Fährmann hol über“. Am 4. Juni 2005 war die Solarfähre, ein Paradebeispiel des Bürgerengagements, eingeweiht worden.  

Die Stadt des Lügenbarons
Die Münchhausenstadt Bodenwerder darf man natürlich nicht auslassen. Wer die gemütliche Fußgängerzone durchquert hat, findet am Weserufer die hintere Hälfte des halben, wasserspeienden Pferdes, auf dem der Lügenbaron in der Nähe der Dampfmaschine und des Münchhausen-Museums (gleich ninter der Weserbrücke, wenn man nach rechts in die Fußgängerzone einbiegt) reitet.

Auf der Homepage www.bodenwerder.de heißt es: Vielen Menschen ist der "Baron von Münchhausen" als literarische Figur und als Filmheld geläufig, weniger bekannt ist jedoch die historische Person, Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen. Münchhausen wurde am 11. Mai 1720 in Bodenwerder geboren. Nach Ausbildung und Karriere als Offizier im Dienste der russischen Zarin, kehrte er 1750 nach Bodenwerder zurück und lenkte die Geschicke seines Gutes bis zu seinem Tode am 22. Februar 1797. Bereits zu Lebzeiten rühmte man ihn über die Landesgrenzen hinaus als brillanten, humorvollen Erzähler.

Das Laienspiel vom „Lügenbaron“ findet an jedem ersten Sonntag zwischen Mai bis Oktober ab 15 Uhr in Bodenwerder vor dem Rathaus statt.

In Bodenwerder zeugen heute noch Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung von der langen Geschichte. Der Torturm am Mühlentor ist ein Relikt eines der beiden mittelalterlichen Stadttore (um 1300). Hier befand sich bis 1948 einer der beiden Zugänge zur historischen Altstadt. Darüber hinaus lassen sich neben Festungsturm, Bastion und der alten Stadtmauer noch zahlreiche andere historischen Bauwerke vergangener Zeiten entdecken. Quelle: www.muenchhausenland.de

 

Das Grohnder Fährhaus 
Kurz hinter Bodenwerder, es ist bereits 17 Uhr, beginnt es in der Ferne dumpf zu grollen. Die Wolken werden immer schwärzer. Also höchste Zeit, ein Quartier zu suchen. Eigentlich wollten wir noch bis Hameln radeln, doch im Grohnder Fährhaus finden wir ein sehr gutes Quartier, können vor Ort zu Abend essen und auf unserer Terrasse mit Weserblick den Tag gemütlich ausklingen lassen. Das Frühstück und die freundliche, fürsorgliche Bedienung durch die den Betieb seit über 30 Jahren führende Familie sind beispielhaft und geben uns gleich den richtigen Schwung für den dritten Radeltag.
Mit den günstigen Preisen für Essen und Trinken ist es allerdings seit 2009 vorbei. Irgendwer hat da an der Preisschraube gedreht.

Bei Panne: Fahrradwerkstatt in Hameln   
Die meisten Radler mögen sich in den Renommierorten wie Hameln, Rinteln oder Minden ein Quartier suchen. Wir halten es eher mit der Ruhe und Beschaulichkeit der kleineren Orte. Denn, in der Nähe von Hannover beheimatet, haben wir die Weser in Teilstücken schon öfter abgeradelt, nie jedoch ganz „am Stück“. Diesmal wollten wir immerhin bis Bremen kommen.

Von Grohnde, das durch sein Kernkraftwerk und die Gierseilfähre bekannt ist, sind es nur rund 20 km bis in die Rattenfängerstadt Hameln. Unser Mitradler Thomas hat unterwegs Pech: Ein Bowdenzug seiner Kettenschaltung ist gerissen. Wir erfahren von einem anderen Radler, dass es in Hameln direkt am Weserufer und -radweg (wenige Meter hinter der neuen Radlerbrücke) eine Fahrradwerkstatt gibt. 11 Euro kostet die Reparatur einschließlich Material, die umgehend in Angriff genommen wird - vorbildlich. Im Mai 2014 war die Werkstatt allerdings geschlossen.

Hameln unbedingt besuchen 
Wer Hameln nicht kennt, sollte unbedingt dort übernachten, wenn er schon auf dem Weserradweg diese Stadt passiert. Die Jugendherberge liegt direkt am Weserradweg etwa zwei Kilometer hinter der Weserbrücke der B 1.

Unter www.hameln.de ist zu lesen: „Hameln, die weltbekannte Stadt der Rattenfängersage und Zentrum des schönen Weserberglands, ist mit jährlich ca. 3,8 Millionen Tagesgästen und ca. 200.000 Übernachtungen ein internationales Touristenziel. In der vorbildlich sanierten historischen Altstadt lassen sich zahlreiche Gebäude im Baustil der Weserrenaissance bewundern (z. B. Rattenfängerhaus von 1602/03, Dempterhaus von 1607/08, Leisthaus von 1585-89, Hochzeitshaus von 1610-17).“

Auf zur Porta Westfalica   
Hinter Hameln führt der Radweg zunächst entlang der lauten B 83 (inzwischen bei Wehr bergen als Umgehungsstraße), ehe er sich in die Feldmark verkrümelt und hin und her zackt.  Der Anblick der Weser wird von nun an seltener. Schöne Ausblicke lassen sich bei Hessisch-Oldendorf und Großenwieden genießen. Bald erreichen wir Rinteln, die ehemalige Universitäts- und Festungsstadt, deren gemütlicher Marktplatz zum Verweilen lädt. Das Städtchen bietet eine Menge Sehenswertes.

Unter www.rinteln.de heißt es: „Rinteln mit seiner kleinen, aber feinen Altstadt gilt als Kleinod der Weserrenaissance (1520 bis 1620). Das historische Zentrum mit seinem Marktplatz ist prächtig herausgeputzt mit Erkern, Welschen Giebeln, Muschelornamenten, Fächerrosetten, Voluten, Gesimsen und jeder Menge Fachwerk. ... Das prächtigste Gebäude des Marktes ist der Ratskeller, das frühere Rathaus der Stadt, dessen Anfänge in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Fassade im Stile der Weserrenaissance umgestaltet. ... Wenige Schritte vom Marktplatz entfernt erhebt sich als weithin sichtbares Wahrzeichen Rintelns der Turm von St. Nikolai. Die erstmals 1238 erwähnte dreischiffige Hallenkirche mit ihrem um 1795 errichteten, spätbarocken Turmaufbau lohnt einen Besuch.“ Sehenswert ist auch der Münchhausenhof in einer Nebenstraße.

Alternative zum Berg 
Weiter führt unser Weg über Eisbergen - am Wegesrand liegen einige Windmühlen - nach Veltheim, von wo aus wir in der Ferne schon das Kraftwerk mit seinen drei riesigen Schornsteinen sehen. Kurz danach will uns die Radwegweisung des Weserradweges eine lange, kräftezehrende Steigung gen Vlotho hinaufschicken, die uns noch von der ersten Tour vor zehn Jahren in unangenehmer Erinnerung ist. Angesichts der tropischen Temperaturen wählen wir als leichtere Alternative die fast parallel zur Eisenbahn und der Weser am Fuße des Berges entlangführende, wenig befahrene Straße nach Uffeln. Inzwischen sind entlang der Talstraße einige Radwegekilometer gebaut und neue Radwegweiser aufgestellt worden, sodass das Radeln nun noch angenehmer geworden ist. An der Fähre Vahrenholz besteht eine ruhige Rastmöglichkeit.

Fähre Vahrenholz

Wer Lust hat, kann in Uffeln über die Weserbrücke radeln und einen Abstecher ins reizvolle Vlotho mit seinen schönen Fachwerkhäusern unternehmen und dort in der Altstadt einen Kaffee trinken.

Die Westfälische Pforte taucht auf 
Rechtsseitig des Stromes rollen wir weiter bis zur Autobahnbrücke, über die wir zur anderen Weserseite wechseln. Der Weg durch die Westfälische Pforte, die Porta Westfalica, an der links oben Kaiser Wilhelm von seinem Sockel grüßt, nach Minden ist dort reizvoller, wenn auch etwas länger. Die Große Weserschleife gehört für mich zu den schönsten Strecken entlang dieses Flusses. Wer es eilig hat, nimmt die kürzere ausgeschilderte Route nach Porta Westfalica "landeinwärts" (Wegweisung PW-Hausberge).

Zügig rollen wir auf erstklassigen Wegen bis zur Mindener Schiffmühle, wo ein Biergarten mit zivilen Preisen und kleinen, leckeren Gerichten zum Verweilen lädt, was die Entscheidung leicht macht, sich für den Rest der längsten Tagesetappe erst einmal richtig zu stärken.

Abstecher in Mindens Altstadt 
Die meisten Radler werden hier einen Abstecher in die Mindener Altstadt machen oder gleich dort übernachten. Es lohnt sich, denn auch dort kann man in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants stilvoll speisen.
Auf der Internetseite www.mindenmarketing.de/tourismus/ heißt es: „Minden ist eine Stadt mit einer über 1200 Jahre langen Geschichte. Die Spuren der Stadtentwicklung sind noch heute überall sichtbar. ... Die Geschichte des Mindener Doms beginnt Ende des 8. Jahrhunderts mit dem Bau einer schlichten, turmlosen Saalkirche auf dem Domhügel.“

Bekannt ist Minden, das rund 80.000 Einwohner zählt, auch für sein Wasserstraßenkreuz. „Nach langer Planung wurde 1906 mit dem Bau eines für die damalige Zeit gigantischen Projekts begonnen: des Rhein-Weser-Kanals. In Minden macht dieser seither einen "Sprung" über die Weser.“ Mittellandkanal heißt er heute.

Direkt am Wasser radeln
Zwischen Minden und Petershagen führt der Radweg direkt am Weserufer entlang. Dieses Stück sollte man noch einmal so richtig genießen, denn später hat man den Strom nur noch ganz selten so nah neben sich. Hinter Petershagen schlägt der Weserradweg Bögen wie ein fliehender Hase und berührt erst in Heimsen wieder das Ufer. Unter www.petershagen.de findet man im Internet eine Multimediapräsentation. 

In Petershagen gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, u.a. "Rast im Knast" im ehemaligen Alten Amtsgericht. Sieben Zellen stehen dort für eine originelle, dafür etwas weniger komfortable Übernachtung in leicht modifizierten Gefängniszellen für zwei bis acht Personen zur Verfügung. 

Auf dem Weg nach Norden lohnt sich ein Abstecher zum Glashütte-Museum in Gernheim.
Auf der Homepage, die auch zu anderen Museen an der Weser verlinkt, ist zu lesen: Ein monumentaler Kegelturm am Steilufer der Weser erinnert an eine Glashütte des 19. Jahrhunderts, die zeitweilig zu den bedeutendsten Fabriken in Nordwestdeutschland zählte. 1998 als Industriedenkmal nach 20-jähriger Renovierung wiedereröffnet dokumentiert sie die Lebensbedingungen der Arbeiter, den Werdegang vom Sand zum Glas, von der Verzierung bis zur Verpackung. Mit 1500 Objekten wird so ziemlich alles gezeigt, was man aus Glas herstellen kann: Gläser und Urinale, Fensterscheiben und Einweckgläser, Figuren und Glaskacheln. Eine Schauproduktion lässt die Glasherstellung richtig lebendig werden. Auguste und Wilhelm führen als Leitfiguren die Kleinen kindgerecht durch das Museum. Quelle

Schlüsselburger Scheunen 
Beim Scheunenviertel in Schlüsselburg lohnt es sich, kurz zu verweilen. Schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts lassen sich Scheunen außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes auf der Humke nachweisen. Der Platzmangel (bedingt durch die enge Bebauung des Ortes) und die immer wiederkehrenden Hochwasser der Weser und später auch die Brandkatastrophen haben die Schlüsselburger wohl veranlasst, das Ackergerät, die Erntevorräte und das Saatgut außerhalb der Hofstätte zu lagern.

Bei den Schlüsselburger Scheunen handelt es sich um "zweischiffige" Gebäude, die in ihrer Anlage so ausgerichtet sind, dass jeweils ein "Schiff" befahrbar war. Das Fachwerk der Gebäude ist vielfach noch aus Eichenholz, die Gefache weisen zum Teil noch ihre ursprüngliche Füllung aus Lehm auf, einige Dacheindeckungen bestehen noch aus Feldbrand-Hohlziegeln.

Vor allem während des 19. Jahrhunderts wurden die Gebäude aufgrund steigender Ernteerträge ständig erweitert und vergrößert. Durch Entfernen der Innenwände wurden einige Scheunen im Laufe der Zeit den neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst.
Quelle: http://de.wikipedia.org  Stichwort: Schlüsselburg 

Stolzenau 
In Stolzenau, wo wir auch übernachten, erreichen wir wieder die Weser. Die Gemeinde Stolzenau liegt in der Region Mittelweser. Die Region beginnt, wo die Weser die Porta Westfalica hinter sich lässt und in die Weite der norddeutschen Tiefebene Richtung Norden fließt. Das Gebiet reicht von Minden bis kurz vor Bremen, wo der Fluss zur Seewasserstraße wird. Die flache Wesermarsch und die weiten Geestflächen mit den herrlichen Wäldern und bunten Feldern, ausgedehnten Moor- und Heideflächen bestimmen die Landschaft.
Mittelpunkt und Namensgeber der Gemeinde im Herzen der Region Mittelweser ist Stolzenau mit seinem alten Ortskern und lebendigem Straßenmarkt, dem gedrehten Kirchturm und einem Freihof der Münchhausens. Sehenswert ist aber nicht nur das Wahrzeichen Stolzenaus - der gedrehte Turm der St.-Jacobi-Kirche aus dem Jahre 1679, zu dessen eigenartiger Form es mehrere Entstehungslegenden gibt, sondern auch der gut erhaltene, historische Ortskern und das Rathaus aus dem Jahre 1884. In der Kirche in Schinna kann man einen gotischen Schnitzaltar bewundern (Schlüssel bei Herrn Brennfleck Tel.: 05761/14 20).  Quelle: www.stolzenau.de 

 

Auf nach Nienburg und Achim
Von Stolzenau sind es nur noch gut 20 Kilometer bis in die sehenswerte Spargelstadt Nienburg. Unter www.nienburg.de findet man viele Informationen wie diese: „Der Name Nienburg ist bereits aus dem Jahre 1025 überliefert und bedeutet "Neue Burg". Jüngste archäologische Funde belegen, dass schon Jahrhunderte vorher auf der Düne im Aue-Weser-Dreieck eine nennenswerte Siedlung bestand.“
Eine Rundfahrt mit dem Rad, z.B. auf dem mit Bärentatzen markiertem Rundweg, verschafft bleibende Eindrücke, ehe die Fahrt weiter geht und wir bald in Hoya eintreffen.

Auf dem Weg dorthin passieren wir den Flecken Drakenburg mit seiner Staustufe. Von oben hat man einen schönen Blick auf die erste Mäanderfischtreppe der Welt. Informationen zu diesem „Mäander-Fischpass“ gibt der Hersteller unter www.maeander-fischpass.de 

In Schweringen, wo noch bisweilen eine Fähre verkehrt, rasten wir in einer zur „Safttankstelle“ umgerüsteten alten Scheune, die wunderbar hergerichtet worden ist. Draußen lässt sich unter Schatten spendenden Bäumen herrlich von kühleren Temperaturen träumen - wir haben fast 40 Grad im Schatten. Die Weserfähre Schweringen ist übrigens als einzige im gesamten Mittelweserbereich erhalten geblieben. Sie verbindet die Schweringer Bauern mit ihren jenseits der Weser befindlichen Ländereien. Zwischen 12 und 13 Uhr ist Mittagspause. Fährzeiten unter www.hoya-weser.de .

Stiftskirche Bücken bei Hoya 
Kurz vor Hoya bestaunen wir noch die mächtige, doppeltürmige Stiftskirche in Bücken, welche der Sage nach dort erbaut wurde, wo der Esel sich bückte. Die Kirche, die 1050 errichtet wurde, ist mit großartigen Kunstschätzen ausgestattet und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Die Spuren der Grafen von Hoya können Sie bei einem historischen Stadtrundgang durch Hoya verfolgen. Besichtigen Sie die ehemalige Grafenkirche, welche heute als Kulturzentrum genutzt wird oder das ehemalige Schloß (heutiges Amtsgericht). Welche Geschichte sich hinter dem Zwergenbrunnen an der Grundschule in Hoya verbirgt und was dieser mit den Grafen von Hoya zu tun hat, erfahren Sie im Heimatmuseum Grafschaft Hoya. Quelle: www.hoya-weser.de 

Übers Wehr nach Verden 
Von Hoya radeln wir zunächst linksseitig weiter. Kurz vor dem Dorf Wienbergen gabelt sich der Weg. Links geht es ins Dorf, geradeaus in die Wiesen, rechts aber - leider fehlte eine Beschilderung - führt der Weg nach Dörverden. Dabei ist eine Staustufe zu passieren, die das Schieben des Rades über eine steile Rampe erforderlich macht. Rechtsseitig erreichen wir bald Verden, der Weg ist jedenfalls ein ganzes Stück kürzer und interessanter als der am linken Weserufer.

Auch Verden ist wiederum eine sehenswerte Stadt. Sie liegt dort, wo die Aller in die Weser mündet und besitzt einen wuchtigen Dom und einen prächtigen Rathausturm. Der Dom (1290-1490) ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche, die zu den gelungensten gotischen Kirchenbauten zählt. Der Hallenumgangschor ist Erstling eines klassischen Bautyps der deutschen Gotik.

Dass Pferden auch eine bedeutende Reiterstadt ist, erkennt man oft schon beim Überqueren der Allerbrücke an den vielen in den Flussauen weidenden rassigen Tieren. Die Stadt beherbergt das Deutsche Pferdemuseum. Mehr unter www.verden.de und Radlerparadies Landkreis Verden

Hinter Verden schwenkt die Weser nach Westen, was dem Radler bei dem normalerweise hier aus dieser Richtung wehenden Wind ganz schön zu schaffen machen kann. So auch uns an diesem Tag. Daher radeln wir nur noch bis Achim und treten dort per Bahn die Heimreise an.
Die Fortsetzung der Tour schildert Teil 2 "Von Achim nach Bremerhaven". Diese Etappe fuhren wir im Herbst 2008.

Abwechslungsreich: der Weserradweg 
Fazit: Eine Radtour auf dem landschaftlich überaus reizvollen und abwechslungsreichen Weserradweg gehört zu den schönsten Erlebnissen im Leben eines Tourenradlers. Die gute Infrastruktur und die günstigen Preise vieler Quartiergeber machen den Urlaub hier auch für weniger Betuchte erschwinglich.
Als ich 1996 zum ersten mal die „Weser gemacht“ habe, wie Radler das oft ausdrücken, gab es auch schon einige auf Radler ausgerichtete Privatinitiativen. Aber inzwischen sind nicht nur die Wege weiter vervollkommnet, auch das Quatierangebot ist erheblich besser geworden - besonders zwischen Minden und Stolzenau klaffte damals eine große Lücke. Und: Dank guter Bahnanbindung kann man fast überall seine Tour starten oder beenden.

Wer die Weser zum ersten Mal befährt, sollte sich für die 452 km mindestens eine Woche Zeit nehmen. Die vielen sehenswerten Städte haben einen Abstecher verdient.

Etappen  
Witzenhausen-Wahmbeck 63 km
Wahmbeck-Grohnder Fährhaus 93 km
Grohnde-Stolzenau  120 km  
Stolzenau-Achim 95 km


Teil 2: Unterweser - von Achim nach Bremerhaven Radreisebericht

 

Highlights am Weser-Radweg im 
Weserbergland
auf einen Blick
(Süd-Nord)

Bad Karlshafen: weiße Barockstadt mit dem Deutschen Hugenotten-Zentrum und der Krukenburg Ruine

Fürstenberg: Sitz der ältesten Porzellanmanufaktur Europas mit Museum und Werksverkauf im Schloss

Höxter und Schloss Corvey: Historische Altstadt mit Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Gassen; Schloss Corvey: Barocke Abteikirche und Schlossanlage mit Kaisersaal

Polle: Verträumte Gassen im Schutz der Aschenputtelburg (Aschenputtel- Freilichtspiel in den Sommermonaten)

Bodenwerder: In der Münchhausenstadt dreht sich alles um den Lügenbaron mit Münchhausen-Musical, -Museum und Freilichtspiel

Emmerthal (Hämelschenburg): komplett erhaltene Renaissanceanlage und eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Deutschlands

Hameln: Rattenfängerstadt mit Ratten-Musical, Rattenfänger-Freilichtspiel und Renaissance-Altstadt

Hessisch Oldendorf: Schillat-Höhle (Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle) und Stift Fischbeck (ein über 1000 Jahre altes Stift, das noch bis heute von einigen Stiftsdamen bewohnt wird)

Rinteln: gemütliche Stadt mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern; Ausgangspunkt für eine Draisinenfahrt (Fahrrad auf Schienen)

Bad Oeynhausen: historischer Kurort mit gründerzeitlichen Bauten, Märchenmuseum und einem GOP-Varieté-Theater im Kaiserpalais



Radreiseführer




Weitere Bücher und Karten finden Sie hier

Zu dieser Radtour gibt es eine mit Musik vertonte Beamerschau/ Diaschau auf DVD.
Info und bestellen - DVD-Trailer



Radtouren-DVDs - ideal für Beamerschauen
Info und bestellen hier

Radeln an den Zuflüssen der Weser:

Fuldradweg
Werraradweg 

Tipp:  

In Bad Karlshafen mündet die Diemel in die Weser - ein kleiner, reizvoller Fluss aus dem Sauerland. Ideal für ein verlängertes Wochenende. Reisebericht Diemelradweg 

 

 

 

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Spickzettel
Route:
Weserradweg
Start/Ziel:
Hann. Münden/Cuxhaven 
Bahnanreise:
dto., Zwischeneinsteige möglich
Länge:
425 km; Entfernungen: Hann. Münden 0, Bad Karlshafen 45 km, Höxter 69, Bodenwerder 111, Hameln 136, Rinteln 165, Minden 204, Stolzenau 240, Nienburg 265, Verden 319, Bremen 365, Brake 420, Bremerhaven 449, Cuxhaven 494; Karte
Schwierigkeit: im oberen Teil mittel, im unteren Teil leicht (siehe Bericht) 
Übernachten: Quartiere siehe Berichte
Internet: offizielle Homepage
Radwanderführer: siehe unten

Der Weserradweg ist hervorragend ausgeschildert und durchweg auf Asphaltwegen zu befahren.

 

Beim Tanzwerder mit dem Weserstein beginnt die Weser, wo Fulda (rechts) und Werra (links) zusammentreffen.

 

Wir starteten in der reizvollen Kirschenstadt Witzenhausen an der Werra.

 

Blickershausen, eines von vielen malerischen Dörfern an Werra- und Weserradweg.

Das Welfenschloss in Hannoversch Münden.

 

Der berühmte Doktor Eisenbarth wirkte in diesem Haus in Hannoversch Münden.

Am Strom entlang: Ein schönes Stück Weserrradweg.

Klosterkirche Bursfelde.

 

Ruhiger Feierabend: Bank am Weserufer in Wahmbeck.

 

Schmuckes Rathaus in Bad Karlshafen.

In Bad Karlshafen mündet die Diemel in die Weser - ein kleiner, reizvoller Fluss aus dem Sauerland. Ideal für ein verlängertes Wochenende. Reisebericht Diemelradweg

Fährüberfahrt in Herstelle.

 

Kloster Corvey: Eine Besichtigung der Kirche lohnt ebenso wie die des Friedhofs, wo Hoffmann von Fallersleben begraben liegt.

Bodenwerder: Suchen Sie doch mal die hintere Hälfte von Baron Münchhausens Pferd ...

Auch der Weserradweg bietet die eine oder andere heftige, aber meist nur kurze Steigung an. Hier bei Bodenwerder.

 

Ratten begleiten den Besucher in Hameln auf Schritt und Tritt.

 

Schöne Altstadt: Rinteln - Fachwerkhäuser am Marktplatz.

 

Mühle zwischen Veltheim und Eisbergen.

Bei Bad Oeynhausen: Neben der Autobahn über die Weser. An dieser Stelle stehen immer wieder unschlüssige Radfahrer und wissen nicht, wo sie nun weiterfahren sollen. Tipp: Über die Brücke und auf der anderen Seite die Große Weserschleife genießen!

 

Rast beim Biergarten neben der Schiffmühle in Minden.

 

Wasserstraßenkreuz: Wo der Mittellandkanal die Weser überquert.

 

Stolzenau bietet sich als Übernachtungsstandort an.

Schöne Allee am Weserradweg bei Landesbergen.

Spargelbrunnen in Nienburg an der Weser.

Schleuse Drakenburg.

Stiftskirche Bücken bei Hoya.

Am Weserradweg in Hoya.

Laufwasserkraftwerk bei Dörverden, über das man ans rechte Weserufer gelangen kann.

Blick auf die Reiterstadt Verden an der Aller.

Kopfsteinpflasterstrecke bei Langwedel.

Mühle in Achim.

Infos zum Weserradweg: www.weser-radweg.de 

Fähren am Weserradweg

Höhenprofil und GPS-Track des Weserradwegs

E-Bike-Verleih- und Akkustationen am Weserradweg mehr 

Touren-DVDs