Radtouren A bis Z - Fahrradbücher - Fahrrad-DVDs - FahrradwitzeLinks - Bahn + Rad - E-Bike - Home

Autor: Dieter Hurcks Copyright 9/2009

Von Silberhausen nach Freyburg 
Der Unstrutradwanderweg ist nur knapp 190 km lang, bietet aber viel Abwechslung und eine Menge unvergesslicher Eindrücke. Die hier angesprochenen Unannehmlichkeiten durch Baumaßnahmen sind inzwischen weitgehend vergessen.

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Eine reizvolle 190 km lange Radtour in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Entlang der Unstrut von der Quelle bis zur Saale

Den trockenen Unstrut-Wein hatte ich schon mal getrunken (für Liebhaber trockener Weine ein Genuss!) und die Unstrutmündung nahe Naumburg während unserer Saale-Tour schon mal aus der Ferne gesehen. Nun war es also an der Zeit, diesen Fluss, besser: dieses Flüsschen, das im Eichsfeld (gesprochen: Eiksfeld) bei Kefferhausen entspringt, mal in Augenschein zu nehmen. Ein paar schöne Tage im September 2009 boten sich dafür an.

Übernachten am Unstrut-Radwanderweg

Mit dem Zug gelangt man von Göttingen aus in das Heilbad Heiligenstadt. Von dort fährt eine Privatbahn nach Silberhausen Bahnhof – schön hoch gelegen, so dass es zunächst herrlich bergab geht in den Ort Silberhausen. Von dort führt der Weg durch das stille Dorf und dann auf einem asphaltierten Radweg nach Dingelstädt. Da Quellen nun mal höher liegen als Mündungen, steigt der Weg ab Kefferhausen, aber die Anstiege sind kurz und halten sich in Grenzen.
Übrigens liegt die Quelle der Leine nur wenige Kilometer hinter Heiligenstadt mitten im Ort Leinefelde. Dort beginnt auch der Leine-Heide-Radweg, der bis nach Hamburg führt.

Das Eichsfeld
Bei Wikipedia heißt es über das Eichsfeld, das vor allem durch seine Wurstspezialität "Feldkieker" bekannt geworden ist:
"Seine besondere Prägung erhielt das Eichsfeld durch die jahrhundertelange Insellage als Teil des Fürstbistums Mainz, worauf noch heute das Mainzer Rad im Wappen hinweist. Dadurch blieb es nach der Reformation fast ausschließlich katholisch und fand im gemeinsamen Glauben und Brauchtum die Grundlage seiner Identität. Auch in der DDR-Zeit blieb das kirchliche Leben im Obereichsfeld relativ intakt. Es war die größte Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung." Quelle

                                     +++

Hervorzuheben ist, das auf einem Großteil der Strecke eine Eisenbahnlinie in der Nähe ist, man also jederzeit aus der Tour aus- und in die Bahn "einsteigen" kann. Die Unstrutbahn hat natürlich ihre eigene Geschichte, wie der offiziellen Homepage des Unstrutradwegs zu entnehmen ist:

"Mit der Inbetriebnahme der Unstrutbahn, der Eisenbahnstrecke Naumburg-Artern am 1.10.1889 ging die Unstrutschifffahrt stark zurück. Bereits 1912 existierte keine Werft mehr. 1937 gab es nur noch 11 Unstrutkähne. Mitte der 50-er Jahre hatte auch der Kalk- und Rübentransport aufgehört, und so verlor die Unstrut ihre wirtschaftliche Bedeutung. In unserem Jahrhundert wurde der Frachtschiffsverkehr ganz eingestellt und seit 1967 wird die Unstrut offiziell nicht mehr als Wasserstraße geführt." Quelle

Beschilderung wird überarbeitet 
Leider ist die Beschilderung, wie fast auf dem ganzen Verlauf des fast 190 km langen Unstrutradwegs, 2009 noch sehr sparsam. Die Wegweiser sind klein, rar und unauffällig, manchmal gar hinter sprießendem Grün oder Masten und Baumstämmen versteckt, so dass ich mich mehrfach verfahre und die Schildersuche oft sehr mühsam ist. Des Öfteren stehen die Hinweise auch nicht vor einer Einmündung, sondern erst „um die Ecke“, so dass ich einige Male, vor allem bei gerade flotter Fahrt, vorbeirausche. Dazu später mehr!

Zum Glück habe ich den „Radwanderführer Unstrut-Radweg“ und einen Kompass dabei und merke in Dingelstädt daher schnell, dass ich auf der Straße nach Kreuzebra gelandet bin. Also wieder zurück und den richtigen Weg suchen, der nahe an der Unstrut aufwärts führt, ein Viadukt unterquert und eine Autostraße und danach Kefferhausen erreicht. Die Unstrutquelle ist problemlos zu finden. Auf dem Rückweg kann man bedenkenlos auf der wenig befahrenen Mühlhäuser Straße bleiben, das spart Zeit und Kraft. So geht es zügig in 20 Minuten zurück nach Dingelstädt, wo der Unstrutradweg an der Brücke rechts weiterführt.

Bis zur Quelle waren es ab Bahnhof Silberhausen exakt 7,4 km, wenn mein Tacho stimmt. Das Gleiche zurück, und dann geht es auf dem ausgeschilderten Radweg gen Helmsdorf. Durch Wald und Feld, vorbei an grasenden Schafen und weidenden Pferden. Ein idyllisches Tal, in dem man außer dem Zwitschern der Vögel kaum Geräusche wahrnimmt. Und die Wegebeschaffenheit ist toll: fast alles frisch asphaltiert. Im Wald aber, direkt am Fluss, einem der schönsten Abschnitte des gesamten Radweges, ist der Weg zunächst holprig, aber dann schon wieder neu gemacht. Schotter zwar, aber der feineren Art und sehr gut befahrbar. Am Radweg wird fleißig gearbeitet. Bestnote!

Frage: Wo bin ich? 
Ich erreiche die Ölberg-Grotte, so sagt jedenfalls ein Schild. Wie der zugehörige Ort heißt, verrät dem Radler  jedoch kein Schild, das muss man aus seiner Karte entnehmen. Diese Defizite setzen sich fort, wie mir auch entgegenkommende Radler bestätigen. Jede Autostraße hat ein Ortseingangsschild, Radwege fast nie!

Es geht auf und ab auf einer kleinen, wenig befahrenen Straße. Bald taucht die Kirchturmspitze von Zella auf. Im Ort bricht die Wegweisung ab, man muss aber auf der schmalen, von Fachwerkhäusern gesäumten Hauptstraße bleiben. Der nächste Ort heißt Horsmar. Auch hier muss ein Stück geschoben werden. Aber alles erträglich, trotz der an diesem Tag überraschend hohen Temperaturen (28 Grad). Und noch einmal etwa 150 Meter bis Dachrieden hinauf. Ein Dach ist halt der höchste Punkt ... In Dachrieden wurd gerade die Straße neu gebaut, aber als Radler kam ich gut durch.

Zu viele Pfosten im Weg 
Nun geht es zunächst auf nagelneuem Asphalt gen Reiser und im Wald dann auf Schotter weiter. Hier herrscht Stille, außer Vogelzwitschern und dem leisen Rauschen des Windes in den Baumwipfeln ist kaum ein Geräusch zu hören. Urlaub für die Seele in einer tollen Flusslandschaft! Kurz nach dem ersten Unstrut-Weinberg, in Sichtweite von Reiser mit seiner Fachwerkkirche, kommen zwei Autos entgegen und wirbeln mächtig Staub auf. Auffällig sind die vielen Pfosten auf dem Radweg, die oft viel zu eng stehen. Mit Gepäck muss man schon genau „zielen“, um heil durchzukommen.

Der September strengt sich richtig an und lässt die Sonne vom Himmel brennen. Mein Wasservorrat ist erschöpft. In Bollstedt kaufe ich bei der Gemeindeschänke eine Flasche gut gekühltes Mineralwasser für 50 Cent. Hinter der Schützenanlage fahre ich fälschlicherweise geradeaus weiter – mangels Beschilderung, merke aber dank meines Kompasses schnell den Irrtum. Also zurück und gen Süden weiter.

===============

 

Die Beschilderung des Unstrut-Radwegs wurde weiter verbessert.

Es tut sich was am Unstrut-Radweg:
Hallo lieber Herr Hurcks,
ich habe mir Ihre Beschreibung von dem Teil, in dem wir uns befinden, genauer durchgelesen und muss Ihnen zur Beschilderung zustimmen. Doch seit November 2009 sind *Riesenschilder* für die Radler im Unstrut-Hainich Gebiet angebracht worden. Und so auch genau vor unserem Haus.
Auch weiß ich, dass einige Mittel im Unstrut-Kreis für den weiteren Ausbau des Radweges bereit gestellt werden, so dass der Radweg ein besseres Befahren ermöglicht. Ihre Idee, den Radlern sofortige Hilfe für ein Bett zu bringen, finde ich toll und werde es auch testen. Erika Mielke - Die *Marmeladenfee* vom Landferienhaus *Pension Erika* in Mühlhausen - 24.1.2010 - das mitgeschickte Foto belegt dies!

==================

Historisches Mühlhausen 
Die Schilder sind, wie schon angemerkt, reichlich klein, manchmal schwer zu finden. Oft stehen sie auch auf dieser Etappe erst hinter einer Einmündung. Man muss aufpassen wie ein Luchs, um sich nicht zu verfahren – oder am besten gleich nach Karte fahren. Bald erreiche ich Mühlhausen. In dem Ort ist Kirmes, und Weihnachtbäume schmücken die Stadt. In Wirklichkeit sind es Kirmesbäume, wie mir ein freundlicher Thüringer erklärt. Die Leute sind überwiegend sehr kommunikativ und nett, wenn man sie nach irgendwas fragt. Eine tolle Stadt, um hier zu übernachten und sie sich genauer anzuschauen!

Übernachten in Mühlhausen

Auf der Homepage der Stadt heißt es: "Die Stadt der Tore und der Kirchen ist Mühlhausen. Es waren die 59 Türme der Kirchen und der Stadtmauer, die dem Ort den Namen "Mulhusia turrita" - das turmgeschmückte Mühlhausen gaben.
Im Mittelalter galt Mühlhausen nach Erfurt als bedeutendste Stadt Thüringens. Die architektonische Vielfalt, ja die gesamte Stadtanlage mit der erhaltenen und begehbaren Stadtmauer zeugen von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der einstigen Reichsstadt. 

Im Bauernkrieg war Mühlhausen Sammelpunkt der Aufständischen. In der fünfschiffigen Marienkirche predigte der Reformator Thomas Müntzer. Zudem gilt Mühlhausen als ein Zentrum protestantischer Kirchenmusik. Die dreischiffige Hallenkirche Divii Blasii war Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach. Die Stadtsanierung der letzten Jahre läßt die Altstadt in neuem Glanz erstrahlen."
Quelle: www.muehlhausen.de 

                                           +++

Erstes Ziel am nächsten Tag ist Bad Langensalza. Über Altengottern und Thamsbrück bin ich bald in diesem schmucken Kurort.

Die Kurstadt Bad Langensalza ist die zweitgrößte Stadt im Unstrut–Hainich–Kreis und liegt an der Salza – einem kleinen Flüsschen, das in die Unstrut mündet. Die Stadt trägt seit 2002 den Titel "Rosenstadt".
Mit der Entdeckung der Schwefelquellen im Jahr 1811 begann die Entwicklung Bad Langensalzas als Kurort. Beeindruckend ist die denkmalgeschützte Altstadt, und die Themengärten wie der Japanische Garten, der Rosengarten, das Arboretum, der Botanische Garten oder auch der Schlösschenparker freuen Auge und Nase gleichermaßen.
Quelle: www.badlangensalza.de 

Wer hier länger bleibt, kann viel entdecken. Der Abend ist schön, das Licht zum Fotografieren gut, so wandere ich noch ein gutes Stündchen durch den Ort, ehe ich mich zum Abendessen bei einem Italiener gleich gegenüber dem schmucken Rathaus entschließe. Am Abend gewinnt Deutschland in der WM-Qualifikation gegen Aserbeidschan in Hannover mit 4:0.

Es gibt Tage beim Radeln, die viel länger werden als gedacht. Am Unstrutradweg wird noch gebaut, und auch einige Umgehungsstraßen entstehen in diesem Herbst 2009 und vermutlich auch in den Jahren danach. Ursache mancher Radwege-Umleitungen. Leider ist auch hier die Beschilderung kaum besser als beim Unstrutradweg selbst. So verfahre ich mich an diesem Tag mehrfach, am heftigsten in Sömmerda und Schönfeld. Manchmal kam ich nach einer Umleitung an einem Mast mit zwei Unstrut-Radweg-Schilder: Ein Pfeil zeigt nach rechts, der andere nach links. Was tun? Hilfreich wäre, wenn die Route flussabwärts in einer anderen Farbe markiert würde als die flussaufwärts. Gelungen ist dies etwa bei der Wellness-Radroute in Ostwestfalen, einem Rundkurs. 

In Bad Langensalza

Aber zum Anfang: In Bad Langensalza, dessen Altstadt ich ja am Abend zuvor schon kennen gelernt hatte, fahre ich noch einen Teil des Stadtrings, um das letzte noch vorhandene Stadttor, das Erfurter Tor, abzulichten sowie den Kurpark und einige Prachtbauten, die zum Kurbetrieb gehören.

Die Ausfahrt aus der Stadt erfolgt entlang des gluckernden und rauschenden Riedsgrabens. Bald bin ich wieder inmitten der Natur und die einzigartige Stille dieser Region umfasst mich. Hier kann man wirklich entspannen, wenn bloß nicht die Pensionsbesitzer immer meinen, Gäste müssten mit irgendwelchen Privatradio-Dudelsendungen bombardiert werden. Und das oft schon am frühen Morgen. In Nägelstedt überquere ich die Unstrutbrücke und fahre über Kopfsteinpflaster, mit denen die meisten Ortsdurchfahrten aufwarten, und anschließend gleich noch eine Strecke bergauf. Vorbei an der Lohmühle mit fotogenen Stromschnellen davor (kurzer Abstecher rechts hinter dem BIERGARTEN – jawoll, so etwas gibt es am Unstrutradweg, aber leider auf den ersten zwei Dritteln ab Quelle sehr selten!) geht die Fahrt flott über einen naturgebundenen, prima befahrbaren Radweg weiter.

Durchs Naturschutzgebiet 
Am Ende des Naturschutzgebietes, kurz vor Großvargula, befindet sich links des Weges ein erster Weinberg. Das Wasserschloss in dem Ort finde ich nicht. Das Ortsausgangsschild weist nach Döllstädt, aber der Weg führt trotzdem nach Herbsleben und der Name Döllstädt taucht nie wieder auf. Merkwürdig! Es geht bergauf, etwa 200 Meter schiebe ich, den nächsten Anstieg schaffe ich per Pedale. Mir fällt auf, dass die Felder riesig sind und Windschutz durch Hecken oder Baumhaine selten. Da wird bei Sturm eine Menge wertvoller Erde einfach weg geweht. Vorbei an riesigen Spargelfelder erreiche ich, auf dem Deich radelnd, Gebesee, danach Ringleben und Haßleben – lauter wenig aufregende Dörfer, die oft einen Anstieg vorgeschaltet haben. Mal wieder fehlt ein Radwegweiser, aber ich habe ja Karte und Kompass dabei. Im Jahr 2011 soll sich in Sachen Beschilderung übrigens einiges vergessert haben.

 

Apropos Deich: Sieht die Unstrut im Sommer auch harmlos aus, kann sie doch ganz schön biesterig werden, wie der Homepage des Unstrutradwegs zu entnehmen ist: "Die Geschichte des unteren Unstruttales ist auch geprägt von Überschwemmungen. Aus dem Jahre 1746 ist bekannt, daß das Hochwasser ellenhoch auf den Wiesen stand und das ganze Jahr darauf blieb, die angrenzenden Äcker unbrauchbar waren und die Tiere auf den Weiden erkrankten. Das zweithöchste bekannte Hochwasser war im Sommer 1871 und überflutete den Sommerdeich zwischen Heldrungen und Memleben." Quelle

In Werningshausen gibt es einen kleinen Laden, wo ich mir zwei Äpfel und eine große Flasche Wasser kaufe. Nach der Pause muss ich eine Holperstrecke absolvieren und gelange dann an eine Weggegabelung, die links ab als Unstrutradweg ausgewiesen ist. Auf den nächsten mindestens drei, gefühlt aber zehn Kilometern „erfahre“ ich im wahrsten Wortsinn alles, was die DDR je an Wegeuntergründen aus Beton produziert hat. Eine echte Marterstrecke für Fahrrad und Fahrer. Aber der neue Weg ist schon in Arbeit und dürfte spätestens zur Saison 2010 fertig sein (geplant war er laut Radwanderführerfür 2008). An der Brücke nach Wundersleben treffe ich wieder auf die Unstrut, wo es auf Asphalt etwas bequemer nach Schallenburg geht. 43 km der Tagesetappe sind geschafft, laut Plan die Hälfte, aber es sollten am Ende zehn Kilometer mehr werden.

Nach Sömmerda  
Sömmerda heißt die nächste Stadt, die ich ausführlich besichtige und mich auch beim Bäcker in der Fußgängerzone stärke. Bei einer Holzbrücke nahe der Mühle Dreyer geht rechts ab, versteckt zwischen Bäumen, der Unstrutradweg weiter. Ich mag dem Radwegweiser zunächst gar nicht glauben. Dann kommt es dicke: An der neuen Umgehungsstraße ist der Unstrutradweg gesperrt und ich fahre daher weiter geradeaus (wie beschildert). Dann enden die Schilder, wohin weiter?

Nach einigem Herumgekurve und Befragen eines Passanten (die Leute geben immer freundlich Auskunft, manchmal fragen sie mich, wenn ich mal wieder ratlos dreinschauen, sogar von sich aus, ob man Hilfe braucht!) radle ich auf dem Radweg neben der Leubinger Straße nach Wenigensömmern. Dort endet der Radweg, und nun heißt es „Augen zu und durch“ und auf der verkehrsreichen Autopiste bis Leubingen durchhalten. Endlich wieder Ruhe. Neben dem Flüsschen Lossa geht es zur Unstrut. Wieder eine Baustelle und 600 Meter Fahrt auf einer Wiese, danach auf dem Deich auf einem geschotterten Radweg komfortabel weiter.

Steigungen vor Griefstedt und Büchel kosten Kraft. Ab Griefstedt muss auf einer Straße gefahren werden. Nächste Baustelle! Bald tauchen links die Ruinen der Sachsenburg und der Hakenburg auf: die Thüringer Pforte. Ein schöner Anblick, ebenso wie ein paar Kilometer weiter die imposante und wirklich sehenswerte Wasserburg in Heldrungen, die mich an ebensolche Anlagen in Ostpolen erinnert. mehr

Bei Wikipedia ist über diese Burganlage, die in kaum einem Bildband über Deutschland fehlt, zu lesen: "Die Festung Heldrungen ist eine Festung mit zwei Wassergräben, vier Vaubanschen Bastionen und fünf Rondellen. ...  Der Kern der Festung zeigt sich als bastioniertes Schloss von 1519, während die umgebenden Wälle und die Bastionen von 1668 stammen. Das Haupttor der Festung wird wiederum von zwei mächtigen Rundtürmen flankiert." Quelle

Auch vor Heldrungen gab es wegen des Baus der Umgehungsstraße eine Umleitung. Es ist zum verrückt werden. Ein alter Herr mit Fahrrad und markantem thüringischen Dialekt fährt vor, damit ich aus der Stadt wieder zurück auf den Unstrutradweg finde. Danke dafür!

Über Bretleben und Reinsdorf (das erste von zwei Reinsdorf an der Unstrut) radle ich nach Schönfeld, wo es wieder eine Umleitung gibt und ich mich mangels eindeutiger Beschilderung verfahre. Wieder hilft ein netter Mensch (ganz von sich aus) und beschreibt mir den rechten Weg nach Artern, wo mir ein älterer Herr grob den Weg zur Pension beschreibt. Dank meines Google Maps-Ausdrucks finde ich auch schnell hin. Der Magen knurrt, und auch der Durst ist auch riesig.


Nach dem Abendbummel in die Stadt erfahre ich von meinem Wirt, dass das 1905/06 erbaute Rathaus die "einzige wirkliche Sehenswürdigkeit" der Stadt und diese ansonsten ziemlich tot sei. Diesen Eindruck habe ich zunächst auch gewonnen. Und Lampen am Fahrrad scheinen nur drei von zehn Radlern zu habe, der Rest fährt „unsichtbar“. Nur einer hatte ein funktionierendes Rücklicht.

Das Rathaus ist eingezwängt von den umgebenden Häusern. Auffällig ist der große Roland mit den Gesichtszügen Bismarcks. Er wurde 1994 neu geschaffen, da der Vorgänger nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand. Im Rathaus von Artern befindet sich das größte Wandgemälde in Nordthüringen, gemalt von Otto Engelhardt-Kyffhäuser. mehr

Optisch sehr gelungen ist übrigens die Homepage der Stadt Artern unter http://www.artern.de/ - dort wird auch auf einige sehenswerte Anlagen der besonderen Art hingewiesen: 
"Der Arterner Parkfriedhof ist einer der Schönsten Anlagen in Deutschland.
Mit der Solquelle und dem vielfältigen Bestand an Bäumen und anderen Gewächsen ist er ein Anziehungspunkt der Stadt." Ebenfalls besuchenswert ist der Salinenpark.
Denn Artern ist eine alte Salzstadt. Über die Salzgewinnung wird bereits im 6. Jahrhundert berichtet. Aber erst im 15. Jahrhundert erlangte sie größere Bedeutung. Der Forscher Johann Gottfried Borlach, der auch in Bad Dürrenberg an der Saale seine Spuren hinterlassen hat, errichtete 1727 in Artern die neue Saline.

Zur Unstrutmündung an die Saale 
Vom Quartier fahre ich noch mal in die Stadt, um wenigstens das Rathaus zu fotografieren. Die „Fußgängerzone“ scheint sich seit DDR-Zeiten kaum verändert zu haben. Über die Wasserstraße bin ich schnell wieder an der Unstrutbrücke. Kurz danach kreuzt der Unstrutradweg und ich biege links ein. Tagesziel ist die Unstrutmündung bei Naumburg, rund 65 km entfernt.

Auf feinem Schotter geht es gut voran. Nach 6 km passiere ich bei Ritteburg eine idyllisch gelegene Pension, wo ein asphaltierter Radweg beginnt, auf dem es sich nun vorzüglich radeln lässt.

Übernachten an der Unstrut Bottendorf

In Bottendorf informiert eine Schautafel über die Geschichte der dortigen Kupferhütte, wo man auch übernachten oder zelten kann (siehe Link oben). Ein Förderverein informiert auf seiner Homepage über diese historische Anlage, die bei meinem Besuch leider geschlossen war. Vom 15. bis 18. Jhd. wurde hier intensiv Kupferschieferbau betrieben. Zugleich war die  Kupferhütte Navigationszentrale für den Ausbau der Unstrut, später wurde sie eine Fabrik (Sirup, Zucker, Arak, Kaffeeersatz), eine der ersten Fabriken dieser Art in Deutschland. Quelle

Über Rossleben, dem nächsten Ort, thront majestätisch das Gebäude einer Klosterschule. Die Klosterschule Roßleben ist die älteste überkonfessionelle Privatschule mit Internat in Deutschland, wie uns die Homepage verrät. Sie wurde 1554 von Heinrich von Witzleben in einem aufgelösten Kloster gegründet. Witzleben wollte allen Kindern der Region unabhängig von ihrer sozialen Herkunft den Zugang zu Bildung ermöglichen. Heute wird die Schule immer noch von einem Witzleben geführt. Quelle

Nun führt der erstklassige Radweg weg vom Fluss an den Flutkanal. An der Egelseebrücke bietet dieser Kanal, der sich bei Memleben wieder mit der Unstrut vereint, ein schönes Fotomotiv. Bei Kilometer 20,5 endet der Asphalt zunächst.

Tipp: Direkt nach Memleben 
Zum Glück treffe ich am Flutkanal einen Radler aus der Gegend, der sich auskennt und mir so eine im Radwanderführer vorgesehene Kraxelei zur Burgruine Wendelstein erspart. Ich radle also, wie von dem Mann empfohlen, nicht über die Brücke, sondern ab der Brücke unterhalb der Burgruine die 3 km bis nach Memleben, biege gleich hinter der dortigen Brücke in die „Unstrutpromenade“ ein und treffe erst dann wieder auf ein Schild des Unstrutradwegs. Hinter dem Kloster mit Kaiserpfalz geht es durch eine Pforte ums Kloster herum zu einer Brücke. Und dort beginnt ein wunderbarer Radweg durch ein weiteres schönes Stück Unstruttal, garniert mit steil aufragenden Felsformationen.

Kloster und Kaiserpfalz Memleben
Bei Wikipedia heißt es dazu "Die Pfalz Memleben war im 10. Jahrhundert eine bedeutende Pfalz unter den ostfränkischen Königen Heinrich I. und seinem Sohn Otto I., die beide auch hier starben. Sie lag in der Nähe von Memleben im westlichen Burgenlandkreis unweit von Nebra in Sachsen-Anhalt."
Mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Memleben und
www.kloster-memleben.de/ 


Die Himmelsscheibe von Nebra

Nach 30 Tageskilometern erreiche ich Wangen. Dort ist das Besucherzentrum Arche Nebra ein Besuchermagnet. Denn hier ist die ganz in der Nähe, auf dem Mittelberg, gefundene „Himmelsscheibe“ ausgestellt, allerdings nur als Kopie. Das Original befindet sich im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Wer den 700 Meter langen Aufstieg vom Autoparkplatz nicht schafft, kann einen Bus benutzen. Ich schiebe hinauf und suche einen sicheren Fahrradabstellplatz. Da es keine abschließbaren Boxen gibt und mir die Fahrradbügel auf der Wiese zu unsicher erscheinen, parke ich mein Rad in einer Ecke neben dem Eingang. Ich habe es noch nicht ganz abgeschlossen, da taucht eine Dame auf und legt mir freundlich nahe („Mir … egal, aber die Chefs …“) , das Rad doch wieder zu entfernen. So hole ich mir noch ein paar Prospekte aus der Vorhalle und lasse die Arche in flotter Abfahrt schnell hinter mir. 7,50 Euro gespart …
Infos: www.himmelsscheibe-erleben.de

Von Wangen geht´s weiter am Fluss entlang und über die Brücke nach Nebra, vorbei am Hinweisschild „Weinstraße Saale-Unstrut“, an der Ortsausgangsstraße ein Stück bergauf und auf halber Höhe wieder links an den Fluss. Nach einem kurzen, steilen Anstieg steht der Radler vor einem wuchtigen Felsmassiv, an dem sich schön die Gesteinsschichten erkennen lassen. Auf der anderen Seite der Unstrut thront Schloss Zingst über dem Tal und gleich daneben die Vitzenburg.

Bald erreiche ich über eine Brücke Reinsdorf mit seiner markanten Klosterkirche. Hier beginnt sichtbar am anderen Flussufer das Weinanbaugebiet. Karsdorf wird von den mächtigen Anlagen der Zementindustrie überragt. Zu DDR-Zeiten war die Luftverschmutzung stark. 1990 hat die Firma Lafarge das Werk übernommen und zu einer der modernsten und leistungsfähigsten Anlagen ausgebaut. Kurz hinter Karsdorf ist ein schon fertiges Teilstück der ICE-Talbrücke zu erkennen. Gleich neben dem Radweg wird für die Fundamente eines weiteren Pfeilers tief gebohrt.

 

Karsdorf hat knapp 2000 Einwohner, gehört zum Burgenlandkreis mit Amtssitz Freyburg und damit zum Bundesland Sachsen-Anhalt. Bei der Imbissgaststätte „Zum Strumpf“ gleich neben dem Radweg raste ich. So preiswert habe ich selten gegessen – und geschmeckt hat es außerdem noch. Im Ort bietet der backsteinerne Landgasthof eine Alternative mit Übernachtungsmöglichkeit.

Wein und Kopfsteinpflaster
Durch Burgscheidungen rumpelt mein Fahrrad auf Kopfsteinpflaster hindurch, wie in den meisten Ortsdurchfahrten. Dabei handelt es sich um einen historisch bedeutenden Ort, wie bei Wikipedia zu lesen ist: "Der über den Ort ragende Burgberg ist bereits seit 3000 v. Chr. besiedelt. In der Zeit der Völkerwanderung war hier eine wichtige Burg, möglicherweise sogar eine Residenz der Thüringer, deren Reich sich von der Elbe bis zur Donau bei Regensburg erstreckte." Quelle

Besonders schlimm ist es mit der Pflasterei in Dorndorf, wo der Leiter des Tiefbauamtes anscheinend gute Verbindung zur Pflasterindustrie besitzt. Ständige Pflasterriegel auf der NEUEN Ortsdurchfahrt gehen durch Mark und Bein und zeugen davon, dass Fahrradfahrer hier auf der Liste ganz hinten stehen. Also schnell weiter nach Laucha mit seinem bemerkenswerten Rathaus und dem Glockenmuseum.

Bei Wikipedia heißt es zu Laucha: „Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört das Glockenmuseum, welches unter Glockengießermeister Ulrich 1732 als Glockengießerei gegründet und bis 1911 auch als solche betrieben wurde. In diesem Zeitraum wurden mehr als 5000 Bronzeglocken gegossen. Erwähnenswert sind noch die Kirche St. Marien, ein einheitlicher spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert, das Rathaus von 1543 mit der später angebrachten doppelläufigen, überdachten Freitreppe und alte Portale an den Bürgerhäusern. Die 1112 Meter lange Stadtmauer umgibt den historischen Stadtkern und ist mit einem von ihren drei Toren noch gut erhalten.“

In diesem Tore – dem Obertor – wurde im ehemaligen Torhaus eine Heimatstube eingerichtet. Die Unstrut, seit dem Mittelalter schiffbar, war einst Mittelpunkt für den Handel. Auf ihr wurden noch bis 1950 Güter transportiert. Heute ist es ein Erlebnis, die Unstrut mit Paddelbooten, Ruderbooten, Kanus und Motorbooten zu befahren. Seit Saisoneröffnung 1996 stehen dem interessierten Touristen Ausflugsdampfer für eine Fahrt auf der Unstrut zur Verfügung.“ Quelle  

 

Unstrut-Blick zur Neuenburg.

Weinfest in Freyburg 
Auf ausgewaschener Betonpiste rumpelt mein Rad weiter nach Weischütz – auch hier Pflaster ohne Ende – und anschließend ein Stück bergauf über Zscheiplitz nach Freyburg. Schon von weitem grüßen die Neuenburg und der mächtige Burgfried den Radwanderer. Imposant sind die vielen Weinberge, die in der Herbstsonne leuchten. Im Ort geht es ein wenig hektisch zu, denn hier wird gerade für das Weinfest aufgebaut. Meine Rundfahrt gibt ein paar Einblicke in das Städtchen. Freyburg ist das Zentrum des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Von hier stammt der auch vor der Wende in Westdeutschland schon bekannte Rotkäppchen-Sekt.

Bei Wikipedia heißt es: „Die Geschichte Freyburgs beginnt mit der um 1090 auf einem Berg östlich der heutigen Stadt erbauten Neuenburg, einer weiträumigen romanischen Anlage mit Burgfried. Der Ort Freyburg wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1261 Stadtrecht. Freyburg hat eine mehr als 1000-jährige Geschichte des Weinbaus, ist seit 1999 Staatlich anerkannter Erholungsort und darf sich zudem Jahn- und Weinstadt nennen, da Friedrich Ludwig Jahn, der Turnvater Jahn, in Freyburg gestorben ist.“ Quelle

Markanteste Gebäude sind das recht schlicht gehaltene Rathaus und die gotische Marienkirche. Die Westtürme, der Vierungsturm und das Querschiff lassen sich auf das 13. Jahrhundert datieren, der gotische Chor wurde etwa um 1400 errichtet.



Fährüberfahrt über die Saale an der Unstrutmündung.

Freyburg ist auch ein touristisches Zentrum, wie die vielen Besucher schon an diesem Freitagmittag belegen. Unstrut-Radler mit großem Gepäck sind mir allerdings auf der gesamten Tour nur zwei begegnet. Nun geht meine Unstrut-Radtour auf die Zielgerade. An der Fähre kurz hinter dem Max-Klinder-Weinberg mündet die Unstrut in die Saale. Viele Tagesradler setzen hier über (1,50 Euro inkl. Fahrrad). In dem originellen Biergarten mit „Ostbier“ ist es merkwürdig leer, obwohl rundum jede Menge Leute unterwegs sind – ob es die Westpreise sind?

Oder setzt man hier doch eher auf Wein? Denn schließlich sind wir ja hier an der Weinstraße Saale-Unstrut. Freyburg-Porträt von Rolf-Erich Schwarz

An der Unstrut-Mündung.

Auf der Homepage des Saale-Unstrut-Tourismus heißt es:
"Vom 1000-jährigen Weinanbau und wechselvoller Geschichte geprägt, entstand an Saale und Unstrut eine einmalige Kulturlandschaft. Die 1993 eröffnete Weinstraße führt an reizvollen Tälern, Obstplantagen und Weinbergen entlang. .. Auf steilen Terrassen wächst auf 640 ha der Wein, er wird vorwiegend trocken ausgebaut. Die Winzer bieten ihre Weine an und führen gerne durch den Weinberg. Alljährlich laden zahlreiche Weinfeste die Besucher zum Feiern und Probieren ein. An die festgelegte Route der Weinstraße angebunden befinden sich die sogenannten Weinbauinseln. Quelle: www.saale-unstrut-tourismus.de 



 

Anfang oder Ende des Unstrut-Radweges bei 
Naumburg - je nachdem, von wo man kommt.


Jede Radtour geht einmal zuende: Bei der nächsten Brücke endet der Unstrutradweg nach offiziellen 187,7 Kilometern. Ich radle noch vorbei an Naumburg bis Weißenfels und steige dort in den Zug, der mich nach Halle bringt, von wo eine direkte Verbindung nach Hannover besteht. Den Saale-Radweg kenne ich, haben wir ihn doch von Hof bis Barby 2005 schon erradelt.

Radwanderführer

 

 

Radtouren-DVDs - ideal für Beamerschauen
Info und bestellen hier

 

zurück zur Hauptseite

Spickzettel
Route:
Unstrut-Radwanderweg
Start/Ziel:
Dingelstädt/Naumburg
Bahnanreise:
Silberhausen über Leinefelde
Länge:
190 km; Entfernungen: Mühlhausen 25, Bad Langensalza 50, Sömmerda 90, Artern 125, Memleben 148, Freyburg 182, Naumburg 190
Schwierigkeit: im oberen Teil mittel, im unteren Teil leicht (siehe Bericht) 
Übernachten: Quartiere siehe Bericht(e)
Internet: offizielle Homepage
Radwanderführer: siehe unten



Dieses Schild ist groß und auffällig, aber viele
andere sind klein und leicht zu übersehen und
zudem oft ungünstig platziert.

Die Unstrutquelle bei Kefferhausen.

Blick auf Dingelstädt.

Pfosten markieren den Unstrutradweg.

Rathaus in Mühlhausen.

So sieht der Unstrutradweg vielfach schon aus, aber im Herbst 2009 gab es auch noch viele Baustellen und Umleitungen.

Unstrutradweg: markiert wie eine Autobahn.



Blick auf Bad Langensalza.




Viel Fachwerk in Bad Langensalza - und gesalzene Übernachtungspreise!



Das Kurmittelhaus von Bad Langensalza.



Der Riesgraben führt mich gluckernd und rauschen aus Bad Langensalza hinaus.



Das seltene Sumpfknabenkraut blüht im Naturschutzgebiet Haßlebener Ried.



Unstrut bei Wundersleben.



Wassermühle in Sömmerda.



Moderne Malerei in Sömmerda.



Eine der noch vorhandenen Baustellen am Radweg.



Und so sieht es aus, wenn alles fertig ist.



Imposant: Wasserburg in Heldrungen.



Netter Mann: führte mich hinaus aus der Stadt - wegen des großformatigen Kopfsteinpflasters auf dem Gehweg.



Das Rathaus im sonst sehr ruhigen Artern.



Die Burgruine Wendelstein thront hoch über der Unstrut auf einem Felsen.



Wer weiß wohin?



In Memleben treffen Unstrut und Flutkanal zusammen.



Kloster und Kaiserpfalz in Memleben.



Unstrut-Idyll zwischen Memleben und Wangen.



Die Arche Nebra oberhalb von Wangen.



Geologische Weiterbildung bei Nebra.



Die Vitzenburg zwischen Nebra und Reinsdorf.



ICE-Baustelle bei Karsdorf.



Blick auf Laucha.




Rathaus von Laucha mit der überdachten Freitreppe.



Herbst an der Unstrut - bei Weischütz.



Pflasteritis: Soll hier der Radler davor geschützt werden, zu schnell auf den Feldweg zu fahren?



Blick auf Freyburg mit Schloss Neuenburg und Burgfried.



Gut genutzt: Weinberge bei Freyburg.



Rathaus und Kirche in Freyburg.

zurückgelegte km (inkl. Umleitung und Verfahren sowie Stadtrundfahrt Mühlhausen
Silberhausen Bf. - Unstrutquelle - Bad Langensalza 66
Bad Langensalza -  Artern 96
Artern - Freyburg - Weißenfels (Saale) 95

gesamt: 259 km

 

Links
Unstrut in Türingen

Wikipedia: Unstrutradwanderweg  

Offizielle Seite: www.unstrutradweg.de

Baustellen auf dem Unstrutradweg

Zuschrift vom 19. Januar 2010:
Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Beschilderung in Thüringen zum Jahresende 2009 auf den aktuellen Stand gebracht wurde und viele (große) Baustellen am Radweg abgeschlossen werden konnten. Allerdings werden uns die Baustellen zum Autobahnbau A71 und der ICE-Neubaustrecke noch etwas erhalten bleiben.
Mit Ihrer Erlaubnis werde ich einige Auszüge den regional Verantwortlichen zur Kenntnis geben, vielleicht können wir kurz- oder mittelfristig den einen oder anderen Mangel beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen Oliver Demian 
Webmaster von www.unstrutradweg.de