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Autor: Dieter Hurcks Copyright 1/2010

Radeln entlang der Niedersächsischen Spargelstraße (6) - von Verden in die Lüneburger Heide nach Schneverdingen

Eine Tour entlang der rund 750 km langen Niedersächsischen Spargelstraße ist nicht nur für Gourmets ein Genuss, auch Radler kommen voll auf ihre Kosten - und zwar auch außerhalb der Spargelzeit. In der Gegend um Soltau, Gifhorn und Walsrode stößt man dabei häufig auf Spuren des Heidedichters Hermann Löns. 
Teil 7 - Teil 5 - - Übersicht mit Tagestouren
GPS-Track 06 Verden-Schneverdingen

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Im Landes des
Hermann Löns

Die sechste Etappe unserer Spargel-Rundtour führt von Verden an der Aller über Walsrode und Soltau ins Herz der Lüneburger Heide: nach Schneverdingen.

Der erste Abschnitt führt ins Land des Hermann Löns, an den allerorten Gedenksteine und -tafeln erinnern. In Walsrode befindet sich der berühmte Vogelpark, in Soltau einer der größten Freizeitparks Europas.

 

6 a) Von Verden nach Walsrode

  • Auf einen Blick
    Strecke: flach, 56 km
    Naturdenkmäler
    prähistorische Funde wie steinzeitliche Hügelgräber
    Wind- und Wassermühlen
    kleine Kirchlein
    zünftige Gasthöfe
    Natur pur

Abends in Verden gut gegessen, ausgeschlafen hinter Schallschutzscheiben, morgens ein passables Frühstück genossen: Das verspricht ein schöner Tag zu werden für die Tour ins Herz der Lüneburger Heide, in das Land des Heide- und Heimatdichters Hermann Löns. Wer aus Verden-Zentrum kommt, etwa vom Bahnhof, nimmt zunächst die Eitzer Straße und biegt in Eitze spitz links in die Weitzmühlener Straße ein, wo auf dem straßenbegleitenden Radweg zügig vorankommen.

Im Dorf Weitzmühlen bietet jemand "Bed & Breakfast" an. Etwas weiter weist ein Schild zur Hügelgräberheide. Noch taufrisch, nehmen wir diese Einladung an und radeln den Feldweg hinauf in ein kleines, aber feines Heidegebiet. Anschließend wieder zurück und rechts dem Schild "Hohlwegspuren" nach zur Straße nach Kirchlinteln. Der Hohlweg ist laut Hinweistafel von vorgeschichtlichen Zeiten an benutzt worden, bis ins 19. Jahrhundert als Lüneburger Postweg.

Klein, aber fein: Kirchlinteln 
In Kirchlinteln angekommen, finden wir rechts ein kleines Touristenbüro, wo man sich mit Informationsmaterial über den Ort versorgen kann.

Die Gemeinde Kirchlinteln wurde im Jahr 2000 mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis der ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ausgezeichnet. Der Preis wurde zuerkannt für die Planung und Entwicklung in der Dorf-Region Lintelner Geest, die fünf Ortschaften der Gemeinde und den dazugehörigen Landschaftsraum im Osten des Landkreises Verden umfasst. Kirchlinteln ist reich an vorgeschichtlichen Funden. Siedlungsspuren reichen bis in die Eiszeit zurück. In der Lehringer Mergelgruben wurde der 100.000 Jahre alte, noch in den Rippen eines Waldelefanten steckende älteste Speer der Welt gefunden. Eine Rekonstruktion befindet sich im Heimatmuseum Verden.

An den Hanglagen der Aller, am Gohbach und am Rande des Holtumer Moores sind ca. 630 Hügelgräber aus der Bronzezeit, 3.000 bis 4.000 Jahre alt, nachzuweisen.
Auf Kirchlintelner Gebiet trafen sich die von Ost nach West führende Lüneburger Salzstraße und ein alter, von Nord nach Süd über Hohenaverbergen verlaufender Handelsweg.
Bis um 1900 herum hatte der seit 1660 bestehende "Kirchlintelner Rübenmarkt" wirtschaftliche Bedeutung für diesen Raum. Dieser Markt wird heute jeweils am letzten Samstag im September als Volksfest gefeiert. Quelle: www.kirchlinteln.de  

Nach dem Besuch Kirchlintelns fahren wir an der Dorfbäckerei vorbei zur gedrungenen Kirche und folgen dem Schild "Kreepen 5 km". Hinter den Bahngleisen biegen wir rechts in den kühlen Wald und rollen auf stillen Wegen die 5 km gemütlich gen Schmomühlen, bald entlang der Bahn ins Tal, bergauf wieder ein Stück auf Asphalt.

Nur noch 3 km bis St. Pauli 
Bis zum Dorf wird der Feldweg dann ein bisschen holprig und staubig. An der Kreuzung finden wir eine Infotafel zur "Dorfkultur Lintelner Geest" und fahren dann nach rechts und den Schildern nach über die Bahn zur Straße. Links abbiegen! Wenig später, vor Brunsbrock, biegen wir nochmals links ab zur Windmühle "Schmomühlen". Von dort führt eine Kopfsteinpflaster-Allee die 3 km nach Groß Sehlingen. Dort gibt es sogar noch eine richtige Dorfgaststätte: die Heideperle. Wir biegen rechts ab nach Odeweg, folgen dann dem Wegweiser nach Dreeßel (1,8 km). St. Pauli ist von Odeweg auch nur 3 km entfernt, wie uns ein anderes Schild signalisiert. Unser Ziel aber ist Dreeßel - Landkreis Rotenburg-Wümme. Im Ort erblicken wir rechts das Schild "Visselhövede 9,2 km" und "Nindorf 5,9 km", dem wir folgen. Kurz vor Jeddingen zeigt ein kleines Schild nach links den Weg nach Nindorf an. Wir biegen ab, um dem Verkehr zu entfliehen. Über Feldwege erreichen wir den Ort. Zwei Gasthöfe liegen am Wege. Wir radeln über die Kreuzung in die Straße Nindorfer Eichende vorbei am Hansen Hof. Nach insgesamt 30 km Fahrstrecke erreichen wir schließlich Visselhövede, einen touristisch attraktiven Ort mit großem Zimmerangebot.

Schon am Ortseingang von Visselhöve (weitere Infos siehe unten)  wirbt das erste Schild der Familie Jaksch. Am Kreisel befindet sich der Fahrradladen W. Ranzau. Wir radeln durch den Ort. Neben der Kirche links hat die Touristeninformation gute Informationen zum Ort und ein Gastgeberverzeichnis zu bieten. An der Kirche biegen wir in die Straße Richtung Kettenburg (4 km) ein und radeln ein Stück südwärts entlang der Spargelstraße, dann gleich hinter der Bahn rechts auf einem Wald- und Wiesenweg etwa einen Kilometer durch den Wald bis zur Straße. Dort links und wieder links bergauf nach Kettenburg. Im Ort links abwärts ein kleines Stück zurück in Richtung Visselhövede, jedoch kurz nach der Brücke rechts in den Wald und leicht bergan gen Ottingen. Die Stille und Kühle der Bäume genießend, biegen wir bald Richtung Ahrsen ab (Schild: "2 km") und radeln geruhsam bergauf-bergab durch Jarlingen. Das "Haus zur Eiche" und der Hof Oestmann am Wegesrand bieten Gästezimmer an. Ein wieder hergerichteter Schafstall bietet sich als Fotomotiv, die Sitzgruppe davor als Pausenplatz an.

Natur pur in Cordingen 
Über Benefeld und Cordingen rollen wir durch "Natur pur" auf dem Radweg gen Walsrode. Pferde weiden auf einer gelb getupften Wiese. Die Pension Gellermann wirbt um Gäste. Bald erreichen wir einen Kreisel, fahren dort geradeaus weiter und nehmen den Abzweig nach Borg. Daneben weist eine große Hinweistafel Hungrige zum Restaurant Hogrefe. 

Im Ort liegen vor einem Bauernhof, zu großen Haufen aufgetürmt, jede Menge Fahrräder und Fahrradteile. Ein Schrotthändler oder ein Sammler? Ein Radarmessgerät zeigt uns bei der flotten Abfahrt unsere Geschwindigkeit: 24 km/h. Gleich mehrere Vermieter preisen hier ihre Zimmer an. Ein Schild verrät: Lönsgrab 3,5 km. Wir radeln durch ein idyllisches Tal, erklimmen hinter der Holzbrücke eine kurze, starke Steigung und treffen bald auf die Eisenbahnstrecke. Dort rechts ab und neben den Gleisen weiter, an einer kleinen Möbelfabrik links und vor dem Bahnübergang rechts abbiegen. Bald sehen wir den Bahnhof, daneben das griechische Restaurant Sirtaki. Walsrode ist erreicht.


Die Tukan-Stadt Walsrode
Wir radeln in die Stadt hinein. Es herrscht reger Autoverkehr. Im Stadt-Café genehmigen wir uns erst einmal einen Erdbeerkuchen mit Sahne und einen Kaffee. Wie am Rathaus finden sich über die gesamte Stadt verteilt Plastiken des Tukans. Der leibhaftig pfefferfressende Papagei arbeitet seit 2002 für den bekannten Walsroder Vogelpark als Werbeträger und ist das jüngste Wahrzeichen der Stadt. Kunstfreunde werden ihren Kaffee vielleicht lieber beim Galerie-Café am Klostersee zu sich nehmen. Mitten im See bieten wiederum zwei Tukane ein buntes Bild. Wir umrunden das Kloster, schauen uns noch die 1999 sanierte Wehranlage Klostermühle an und suchen uns dann ein Quartier. Anschließend ist ja für einen ausgiebigen Stadtbummel noch genügend Zeit.

Walsrode 
Walsrode mit seinen 22 Ortschaften ist die größte Stadt im Landkreis Soltau-Fallingbostel mit ca. 24.000 Einwohnern und die zweitgrößte Flächengemeinde in Niedersachsen (fast doppelt so groß wie das Fürstentum Liechtenstein). Die ländlich strukturierte Stadt wurde 1985 Landessieger im Wettbewerb "Grün in der Stadt". 

Im Jahr 1934 wurden die sterblichen Überreste des 1914 in Frankreich gefallenen Dichters Hermann Löns in die Lüneburger Heide überführt. Nach einer langen und unrühmlichen Irrfahrt sind die Gebeine des "Dichters der Lüneburger Heide" am 2. August 1935 unter einem Findling im Tietlinger Wacholderhain zu Walsrode mit der Aufschrift "Hier ruht Hermann Löns" beigesetzt worden. Tietlingen liegt etwa auf halbem Weg zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel. Der Weg zum Lönsgrab ist bestens ausgeschildert.

Das Kloster Walsrode gehört zu den Lüneburger Frauenklöstern und kann besichtigt werden. Die "Lüneburger Klöster" sind mittelalterliche Frauenklöster, die - durch Umwandlung in evangelische Damenstifte im Verlauf der Reformation - ihre Lebensgemeinschaft des Konvents und eine eigenständige Form christlicher Traditionen bewahrt haben. So blieben Gebäude und Kunstschätze erhalten, die in Führungen zu den angegebenen Zeiten gezeigt und erläutert werden können. Führungen: April-September täglich 15 Uhr/16 Uhr/17 Uhr, Oktober täglich 15 Uhr/16 Uhr, am Karfreitag und am 24. Juni keine Führungen. Bei Gruppen Voranmeldung erforderlich: Tel. +49 (5161) 5343. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Heidemuseum, eines der ältesten Freilichtmuseen in Deutschland (seit 1912) mit sehenswerter Hofanlage, Nebengebäuden und Außenstellen.

Die wohl größte Attraktion der Region ist neben dem Heidepark Soltau der Vogelpark Walsrode. Eine einzigartige Park- und Gartenlandschaft auf 240.000 qm lädt zu jeder Jahreszeit ein, die Geheimnisse der Vogelwelt zu erkunden. Es ist der einzige Ort Europas, an dem sich die sagenumwobenen Paradiesvögel bei ihrem bunten Leben beobachten lassen.
Quellen: www.stadt-walsrode.de - www.vogelpark-region.de
www.vogelpark-walsrode.de

Weitere Informationen: Visselhövede 
Visselhövede ist ein idyllisches Städtchen in der Lüneburger Heide mit etwa 10.000 Einwohnern, je 5000 im Kernort und in den 14 Ortschaften. Die Stadt verdankt ihren Namen der Vissel-Quelle, die in der Mitte der Ortes entspringt und einst eine heidnische Opferstätte war. Die historische Stadtmitte bilden die St.-Johannis-Kirche aus dem 12. Jahrhundert gleich neben der reizvollen Vissel-Quellen-Anlage, das Rathaus und das Heimathaus mit der Touristinformation. Visselhövede ist eingebettet in eine sehr abwechslungsreiche weite Landschaft. Ein gesundes Klima - fern jeglicher Schornsteinindustrie - erwartet den Gast im staatlich anerkannten Erholungsort.

Visselhövede liegt auch inmitten der zwölf schönsten Freizeit-, Tier- und Erlebnisparks Norddeutschlands wie Heidepark Soltau und dem Vogelpark Walsrode. Das Visselhöveder Rathaus ist ein ehemaliger Herrensitz. An der Nordseite befindet sich der 1991 eingeweihte Rathaus-Brunnen "Die Königskinder". Visselhövede erhielt vom Verband Lüneburger Heide das Prädikat "Besonders familiengerecht", da gerade Familien mit Kindern dort eine große Spiel- und Erlebniswelt haben. Rund 500 Gästebetten werden vermietet. Quelle: Visselhövede Tourismus

 

6 b) Spielzeug und Spione: 
Von Walsrode nach Schneverdingen

  • Auf einen Blick
    Strecke: flach, 45 km
    ideal für Ruhesuchende
    Spielzeugmuseum in Soltau
    Spionagemuseum in Schneverdingen
    das Pietzmoor bei Hermannsburg (blüht am schönsten im Mai)

Von Walsrode geht die Tour durch dünn besiedelte Gegenden über Bad Fallingbostel nach Soltau. Der bekannte Freizeitpark ist eine Attraktion der Region. Dann gelangen wir in die Löns'sche Heide, die sich bei Neunkirchen und Schneverdingen in ihrer ganzen Schönheit zeigt.

Nachdem wir uns in Walsrode sehr wohl gefühlt, viel gesehen und eine ruhige Nacht verbacht haben, verlassen wir die Stadt auf dem Radweg neben der Bundesstraße 209 nach Honerdingen. Am Ortsausgang weist wieder eines der edlen Holzschilder auf das Lönsgrab hin, eine der touristischen Attraktionen der Region. Gleich hinter dem Lönsschild fahren wir rechts auf den zwischen Buschreihen führenden Radweg und bald auf einer Nebenstraße flott bis zum Sans Souci, einem hübsch anzuschauenden Hotel-Restaurant und Café. Das Angebot von "frischem Heidespargel" und "hausgebackenem Kuchen" klingt verlockend. Auch von hier kann man einen Abstecher zum Lönsgrab bei Tietlingen unternehmen.

Reichlich Quartiere
Wir aber fahren weiter nach Bad Fallingbostel hinein, wo auch wieder die Schilder der Privatvermieter ins Auge springen. Im Ort bietet sich eine ebenso reichliche Auswahl an Restaurants und Gaststätten, dort gibt es ein modernes Kurhaus und eine Jugendherberge - ein lebendiger Touristenort eben. Wir unternehmen die übliche kleine Ortsbesichtigung, rollen dann zunächst auf der B 440 Richtung Soltau weiter und werfen einen Blick auf den "Hof der Heidmark", ein ländliches Baudenkmal.

In der Kurve biegen wir links ab in die Adolphsheider Straße (Richtung Heidmarkhalle). Weiter geht's, immer geradeaus. Auf dem Feldweg folgen wir dem grünen Schild "Riepe" durch den kühlenden Wald. Dann, wieder auf Asphalt, geht es erneut zur B 440, dort links und an der nächsten Abzweigung rechts nach Riepe. Ein schwarzes D auf weißem Grund markiert den Dorfmarker Rundweg, dem wir durch den Wald folgen. Immer geradeaus fahrend, erreichen wir bald eine Straße, in die wir nach links einbiegen und uns dann nach rechts Richtung Meinern (Schild: 3 km) wenden. Neben der verkehrsreichen Spargelstraße, die hier B 209 heißt und neben der einige Spargelfelder zu sehen sind, radeln wir nach Soltau hinein. Am Ortseingang weist ein Schild auf Attraktionen wie das Spielzeugmuseum hin. Auch hier: reichlich Angebote an Gästezimmern.

Soltau und das Spielzeug 
Ehe wir Soltaus moderner Fußgängerzone einen Besuch abstatten, stärken wir uns beim Stadt-Café am Georg-Lenne-Platz für die letzte Etappe dieses Tages. Vorbei am Heiratsbrunnen und mit Blick auf den Schornstein der Vollfilzfabrik erreichen wir das Ende der Einkaufsstraße. Zwei auf einem Stein rangelnde Männer bieten Kindern eine gute Klettergelegenheit. Passanten, nach dem Sinn des Kunstwerks gefragt, zucken unwissend die Schultern. Eine Erläuterungstafel fehlt.

Die Radwegweiser tragen nur Ziffern, geben aber leider keine Ziele an. So rollen wir entlang der B 3 aus der Stadt, vorbei an der Soltau Therme, dem Verlagshaus der Böhme-Zeitung und dem Katastrophenschutz-Zentrum des Kreises Soltau-Fallingbostel stadtauswärts gen Norden. Auf der Harburger Straße geht's zunächst bergauf und dann bis nach Ahlften flott talwärts. Dort biegen wir links in den Ahlftener Kirchweg und hinter den Bauernhöfen nach rechts, erreichen bald Wolterdingen, wo uns eine gedrungene Kirche mit einem riesigen, abgesetzten Holzturm beeindruckt. Wir überqueren die Straße, halten uns links und erreichen die Straße nach Hemsen, von wo wir zügig durch eine der schönsten Landschaften Norddeutschlands bis Schneverdingen rollen. Das Ziel dieses Radeltages ist erreicht!

In Schneverdingen lohnt es sich, zur Erkundung der Heidelandschaft und eines der ältesten deutschen Naturschutzgebiete mehrere Tage zu verbringen. Das Quartierangebot ist reichlich, ebenso die Auswahl an Restaurants. Und die Anzahl der Sehenswürdigkeiten würde den Rahmen dieses Radreiseführers bei weitem sprengen. Hingewiesen sei nur auf das wohl in Deutschland einzigartige Spionagemuseum.

Mehr unter www.lueneburger-heide-attraktionen.de 

Lesen Sie weiter unten  das Wichtigste über Schneverdingen und den Naturpark Lüneburger Heide in Kürze.

Weitere Informationen: Soltau - Bad Fallingbostel 
Fallingbostel, seit 1976/77 staatlich anerkannter Luftkurort und Kneipp-Heilbad, darf sich seit dem 5. August 2002 offiziell "Bad" nennen. In Bad Fallingbostel, der Kreisstadt des Landkreises Soltau-Fallingbostel, werden aber auch Schroth-Kuren und andere Heilfastenkuren angeboten.
Fallingbostel und die Ortschaften sind weit über tausend Jahre alt, auch wenn urkundliche Erwähnungen erst später erfolgten. Die Kernstadt Fallingbostel beging im Jahr 1993 ihr 1.000-jähriges Jubiläum.

Hof der Heidmark
In Bad Fallingbostel steht am Eingang des Liethwaldes, eines ausgedehnten Buchenwaldes mit steilen Abhängen zur Böhme, der "Hof der Heidmark" mit einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1642 und alten Treppenspeichern. Der "Hof der Heidmark" ist eine Gedenkstätte für die Orte, die Mitte der dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts für die Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen von der Bevölkerung geräumt werden mussten. In einem der Treppenspeicher befindet sich die Heimatstube Rummelsburg. Weiterhin sehenswert: der Megalithpark "Osterberg", die Sieben Steinhäuser. Dazu die Bronzezeit-Grabanlage "Vierde 5" an der 1.000-jährigen Linde zwischen Fallingbostel und Dorfmark an der B 209.

Dorfmark wurde erstmals in Urkunden erwähnt, die aus der Zeit um 968 stammen. In einer Urkunde aus dem Jahr 1006 wird dieser Ort "Thormarca" genannt, thor = zur und marca = Grenze. Waldgenossenschaft.

Soltau 
Die Stadt Soltau ist durch den Heide-Park und als staatlich anerkannter Sole-Kurbetrieb weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden. Die Stadt selbst hat für den Urlauber viel zu bieten. Mitten im Zentrum von Soltau befindet sich das Museum, in dem der Besucher einen umfassenden Einblick erhält, wie die Vorfahren von der Ur- und Frühzeit bis hin zum Mittelalter gelebt und gearbeitet haben.

Gegenüber befindet sich das Norddeutsche Spielzeugmuseum. Dort erwartet den Besucher eine kulturgeschichtlich bedeutende Sammlung von historischem Spielzeug aus vier Jahrhunderten. Die verschiedenen Ausstellungsschwerpunkte bieten für jeden etwas, u.a. Puppen aus Holz, Papiermaché, Wachs, Porzellan, Stoff und Celluloid, von eleganten Modepuppen bis zu schreienden Babypuppen, darunter z. B. Raritäten wie ein zehnköpfiges Orchester von Steiff oder Kuriositäten wie eine Schwimmpuppe, zwei Dreigesichterpuppen, Laufpuppen u.v.a. Auch die ganze Vielfalt der Puppenbehausungen darf nicht fehlen: von ganzen Häusern über Küchen, Wohn- und Schlafzimmern bis hin zu Läden und Marktständen im Miniaturformat.

Öffnungszeiten:
Osterzeit bis Ende Oktober: täglich 14-17.30 Uhr, Ferienzeit: täglich 10-17.30 Uhr, Anfang November bis zur Osterzeit: Di, Do, Sa. u. So. 14-17.30 Uhr und nach Vereinbarung.
Info: Norddeutsches Spielzeugmuseum - Poststraße 7, 29614 Soltau, Tel. +49 (5191) 82182
Quelle: www.lueneburger-heide-aktuell.de  

Heideperle Schneverdingen 
Die Stadt Schneverdingen ist mit ihren zehn Ortschaften bei Touristen sehr beliebt. Sie umfasst den nordwestlichen Teil des Landkreises Soltau-Fallingbostel. Ein Drittel des Stadtgebiets liegt im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Schneverdingen hat 19.000 Einwohner, ist seit 1972 staatlich anerkannter Luftkurort und erhielt 1976 die Stadtrechte. Urkundlich wurde Schneverdingen erstmals im Jahre 1231 erwähnt, als Bischof Iso von Verden den Ministerialen Lippold von Zahrenhusen zwang, auf die Vogtei "Snewordinge" zu verzichten. Ein Zeugnis aus frühester Zeit ist das Bronzetaufbecken aus dem 14. Jahrhundert in der Ev.-luth. Kirche Peter und Paul, die 1746 erbaut wurde.

Die ältere Geschichte der Stadt ist bestimmt von Ackerbau auf kargen Heideböden und kleinbäuerlicher Viehzucht. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts traten handwerkliche Berufe stärker in den Vordergrund. Große Bedeutung erlangte die Lederverarbeitung zur Herstellung von Schuhen. Zur Blütezeit dieses Handwerks fertigten in Schneverdingen über 300 Schuhmacher in Heimarbeit Stiefel und Schuhe. Daraus entwickelten sich zahlreiche Schuhfabriken - eine existiert noch heute.



Schneverdingen ist erreicht.


Schneverdingen ist umgeben von ausgedehnten Heideflächen, stillen Mooren und Wäldern sowie Äckern und Weiden, die auf gekennzeichneten Wegen erwandert werden können. Innerhalb des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide wurde ein neues Wander-, Rad- und Reitwegenetz auf den ehemals militärisch genutzten Übungsflächen angelegt. Wer sich nicht von Gästeführerinnen die Besonderheiten der Landschaft erklären lassen möchte, kann auf einem Heidelernpfad und einem landwirtschaftlichen Lehrpfad selbst auf Entdeckungstour gehen. Lohnenswert: Abstecher zum Heidegarten mit 100 verschiedenen Heidesorten und 80.000 Pflanzen am Naherholungsgebiet "Höpen" (Naturlehrpfad) sowie in das "Pietzmoor".
Hervorzuheben ist das Heimathaus "De Theeshof". Hier finden u.a. Begegnungen mit der Heimatgeschichte und Ausstellungen statt. In einer Außenstelle in der Ortschaft Insel wird im Pult- und Federkielmuseum der Schulalltag vergangener Jahrzehnte lebendig. Ebenfalls sehenswert: das Spionagemuseum, Neue Straße 5-7.
Info: www.schneverdingen-touristik.de  

Spionage- und James-Bond-Museum Schneverdingen
James Bond und Jerry Cotton machen Station in der Lüneburger Heide: Ihre mit Waffen präparierten Filmkarossen werden bis 2010 in Schneverdingen im ersten deutschen Spionage-Museum parken. Dort gibt es mit "Off Limits - Geheimnissen auf der Spur. Die Welt der Spionage und Waffen" eine einzigartige Ausstellung über die technische Ausrüstung und Arbeit von Geheimagenten in Film und Realität. Infos

Auf den Spuren der Heidschnucken 
Die Heidschnucken prägen das Gesicht dieser Kulturlandschaft. 19 Herden finden wir im Raum der Lüneburger Heide, zwei davon in Schneverdingen. Wer durch die Heide wandert und auf einer weiten, ebenen Fläche, auf einem Hügel oder in einem Tal eine Herde beobachtet, wird eingefangen von der Ruhe, die dieses "Idyll pur" ausstrahlt. Früher, vor der Erfindung des Kunstdüngers, der bewirkte, dass aus Heideflächen Äcker wurden, gab es hier unzählige Herden, die häufig der Broterwerb eines Heidjerbauern waren.

Die Heidschnucken sind eigentlich gar keine heimischen Tiere. Sie stammen von den Mufflons der Inseln Sardiniens und Korsikas ab und wurden um das Jahr 1.000 auf das Festland gebracht. Sie zählen zu den Grobwollrassen und lieben karge "dröge" Böden. In der Heide findet man hauptsächlich die graugehörnte Heidschnucke, die kleinste Schafrasse die es gibt.

Der Name der Heidschnucke setzt sich aus "Heid" für Heidekraut und aus "Schnucke" zusammen. Schnucke kommt von schnucken, schnökern, also von naschen, denn die Heidschnucke sucht naschend, flüchtig, immer in Bewegung, die Heide als Nahrungsmittel. Aufgabe der Heidschnucken ist es, die zum Auswachsen und zur Vergreisung neigende Besenheide ständig zu verbeißen und sie damit in einer gesunden Höhe zu halten. Dazu zertreten sie die für Bienen gefährlichen Spinnennetze im Heidekraut. Die Bienen wiederum befruchten die Blüten der Heide, und nur so kann neue Nahrung in Form von Heidekraut für die Heidschnucken nachwachsen.
Quelle: www.schneverdingen-touristik.de

Teil 7: Von Schneverdingen nach Lüneburg

Teil 5: Von Wildeshausen nach Verden
 
Übersicht aller Etappen inkl. Rundkurse

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In Verden gibt es nicht nur am Domplatz sehenswerte Gebäude zu bestaunen.




Kreuzgang im Verdener Dom.

Verdener Dom.





Ein Besuch des Verdener Doms lohnt sich.

Der Turm des Verdener Rathauses.

Dorfkirche Kirchlintel.

Schmomühle



Nach St. Pauli sind wir nicht geradelt.



Johanniskirche in Visselhövede.



Schafstall vom Eickhof in Jarlingen.



Frühsommerliche Landschaft bei Walsrode.



Fahrrad-Sammler bei Walsrode.



Kurz vor Walsrode.



Der Tukan ist Walsrodes Wappentier.

Klosterkirche Walsrode.



Hinweisschild zur Löns-Gedenkstätte.



Die Heide ist für ihre gute Gastronomie bekannt.



Bad Fallingbostels modernes Rathaus.



Typischer Heidehof: "Hof der Heidmark" in Bad Fallingbostel.



Fußgängerzone in Soltau.



Brunnen in Soltaus Fußgängerzone.



Kirche in Wolterdingen.



Links
Niedersächsische Spargelstraße e.V.  

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