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Autor: Dieter Hurcks Copyright 1/2010

Radeln entlang der Niedersächsischen Spargelstraße (15) - von Burgdorf über
Uetze und Meinersen nach Gifhorn

Eine Tour entlang der rund 750 km langen Niedersächsischen Spargelstraße ist nicht nur für Gourmets ein Genuss, auch Radler kommen voll auf ihre Kosten - und zwar auch außerhalb der Spargelzeit. Diese Tagestour führt von Burgdorf über Uetze und Meinersen nach Gifhorn. Rückfahrt per Bahn.
Übersicht aller Touren - Tour 14 - Tour 16 
GPS-Track 15 Burgdorf-Uetze-Meinersen-Gifhorn

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An Aller, Aue und Oker

Wenn im Mai und Juni der Spargel sprießt, dann ist die ideale Zeit zum Radeln entlang der Niedersächsischen Spargelstraße gekommen. Diese touristische Route führt über etwa 750 km durch alle vier Regierungsbezirke Niedersachsens. Aber auch Tagestouren wie diese von Burgdorf nach Gifhorn bieten sich an.

 

  • Auf einen Blick
    Strecke: flach, 56 km, per Bahn zurück
    Wasserläufe, Spargelfelder und Einsamkeit
    Gifhorn mit Altstadt und Mühlenmuseum
    Burgdorf mit seinen schönen Fachwerkhäusern, dem Stadtmuseum (ab Mai Spargelausstellung)

Gen Osten führt diese Tour zunächst durchs Burgdorfer Land und weiter nach Gifhorn. Wer Ruhe sucht, wird hier fündig. Oker, Erse, Fuhse, die Uetzer Spreewaldseen, der Allerkanal - wer Wasser mag, kommt voll auf seine Kosten.



Wir starten unsere Radtour in Burgdorf auf dem zentral, gleich neben der Pankratius-Kirche gelegenen Spittaplatz und radeln ostwärts über den Schützenplatz zur Aue, die wir einige hundert Meter begleiten, ehe der Weg über die Brücke und nordostwärts durch ein Wäldchen nach Dachtmissen führt.

Dort geht es am Waldrand entlang und durch die blühenden Rapsfelder nach Hänigsen. Unterwegs staunen wir über die gut erhaltene Bockwindmühle. Von Hänigsen radeln wir, der Beschilderung folgend, grobe Richtung immer Ost, vorbei an den Spreewaldseen nach Uetze. Auch hier stehen bei vielen Gastronomiebetrieben im Mai und Juni leckere Spargelgerichte auf der Speisekarte. Im Herbst hat in Uetze die Zwiebel Hochkonjunktur.

Viel Spargel in Meinersen

Von Uetze geht die Fahrt weiter nach Eltze und über Ohof nach Meinersen, einer Samtgemeinde mit rund 21.000 Einwohnern und einem Künstlerhaus. Tischeben ist das Land, das Rad rollt wie von selbst. Die Zahl der Spargelfelder rund um Meinersen zeigt an, dass dieses Gemüse hier einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt. Entsprechend häufig ist es in den Restaurants der Gegend zu finden. Spargelfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten.

Aue, Fuhse, Erse, Aller, Oker und Allerkanal heißen die Wasserläufe, die wir auf dieser Radtour mehrfach überqueren und die immer wieder stimmungsvolle Anblicke bieten. Bisweilen führen die Wege direkt an den Wasserläufen entlang. Meist radeln wir auf glattem Asphalt, nur ab und zu bekommen wir Feld- oder Wiesenwege unter die Reifen. In Ettenbüttel wenden wir uns, nach einer Kaffepause im Dorf-Café, Richtung Bokelberge. Aber keine Angst, dabei handelt es sich nur um leichte Bodenwellen.

Wie im Münsterland

Ab Ettenbüttel führt der Weg über ein schmales „Pättken“, wie der Münsterländer sagen würde. Ein nur etwa 60 cm breiter, fest gefahrener Schotterweg neben dem sandigen Waldweg erlaubt zügiges Fortkommen in herrlicher Natur. Von Bokelberge bis Gifhorn nutzen wir den gut ausgeschilderten Radweg Gifhorn-Celle und erreichen bald den Mühlen-Park. Wer sich für Windmühlen interessiert, sollte sich ein paar Stunden Zeit nehmen und dem Freilichtmuseum einen Besuch abstatten. Auch eine Rundtour durch die Stadt lohnt sich, es gibt viel zu sehen. In der gemütlichen Fußgängerzone lässt sich bei gutem Wetter bei vielen Gaststätten draußen trefflich speisen.

Wer nun genug geradelt hat, wendet sich auf der Bundesstraße 4 Richtung Süden (Braunschweig) und erreicht nach etwa drei Kilometern den neuen Bahnhof an der Schnellbahnstrecke Hannover-Berlin und kann mit dem Regionalexpress nach Burgdorf zurückkehren. Entweder bis Immensen-Arpke und dann noch ca. 10 km radeln oder bis Lehrte und von dort per Rad (10 km) oder per S-Bahn zurück. Alternativ kann man von Gifhorn noch bis Dedenhausen radeln, das schon zum Großraumverkehr Hannover gehört. Von dort aus ist die Bahnfahrt preisgünstiger. Und am Wochenende werden die Räder kostenlos mitgenommen.

Uetze

Die Gemeinde Uetze kann mit ihren Ortschaften auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Bereits im Jahre 1021 wird Uetze erstmals urkundlich genannt. Nach alten Urkunden hat Uetze seinen Namen von den Gutsherren „von Uttensen“, die zum Haus der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg gehörten. Einige Jahrhunderte später nannten sich die Nachkommen „von Uetze“. Sitz dieser Gutsherren war der „Junkernhof“. Dieser ist zusammen mit dem Hotel „Zum Neuen Garten“ und einem Haus an der Stauwiese eines der ältesten Gebäude der Gemeinde.

Das älteste, gerade restaurierte Gebäude der Gemeinde Uetze befindet sich in Wackerwinkel. Es handelt sich dabei um ein sehenswertes Zwei-Ständer-Kübbungshaus aus dem Jahr 1596, in dem über das Jahr verteilt mehrere interessante Veranstaltungen durchgeführt werden. Es kann nach Absprache mit dem Heimatbund besichtigt werden (Karl-Heinz Ellebracht, Tel. +49 (5173) 7664).

Die heutige Gemeinde Uetze ist noch jung. Sie ist im Zuge der Gebietsreform im Lande Niedersachsen zum 1. März 1974 per Gesetz gebildet worden. 1995 wurde das neue Rathaus fertiggestellt. Neben einer Menge Natur gibt es zwei Wassermühlen und eine restaurierte Bockwindmühle in Hänigsen, in der noch wie damals Schrot und Korn gemahlen und daraus frisches Landbrot gebacken wird. Für die Kleinen ist sicherlich der Erse-Romantik-Park mit seinen Attraktionen ein Erlebnis. Im Mai und Juni wird in Uetze eine ganz besondere Delikatesse geerntet - der Spargel. Gut zubereitet wird er in dieser Zeit in allen Gaststätten serviert.
Quelle: www.uetze.de

Gifhorn

Gifhorn liegt in der südlichen Lüneburger Heide und entwickelte sich im 12. Jahrhundert direkt am Wegekreuz zweier alter Handelsstraßen. Die Salzstraße führte von Lüneburg nach Braunschweig und die Kornstraße von Celle nach Magdeburg. Heute hat Gifhorn über 43.000 Einwohner und ist wirtschaftlich geprägt durch die Nähe zum Wolfsburger VW-Werk.
Sehenswert ist die von Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert geprägte Altstadt mit modernen Boutiquen hinter historischen Fassaden. 


Mühlenmuseum Gifhorn

Alte Märchen aus Russland werden wahr, wenn man die russisch-orthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus besichtigt, die sich auf dem Gelände des Mühlenmuseums befindet. Es handelt sich um die 1756 erbaute Christi-Verklärungskirche mit besonders wertvoller Architektur und Nachbildungen zahlreicher und wertvoller Ikonenmalereien.

mehr über Gifhorn und das Mühlenmuseum bei den Touren 11 und 12

Übersicht aller Touren

Link
Niedersächsische Spargelstraße e.V.  

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Die Magdalenkapelle auf dem sehenswerten alten Burgdorfer Friedhof an der Hochbrücke.



Mehrere Biergärten wie der im Ortsteil Otze laden in Burgdorf zum Verweilen ein.



Idyllisch radelt es sich entlang von Fuhse und Oker.

Flach und ohne Steigungen präsentiert sich das Burgdorfer Land - hier bei Uetze.



Schönes Fachwerkhaus in Uetze.



Blütenpracht in Meinersen: das Künstlerhaus.



Okerbrücke in Meinersen.

Die Brücke über die Aller auf dem Weg nach Gifhorn.

Das Gifhorner Schloss.           Foto: Stadt Gifhorn