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Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2010

Quer durchs Land mit dem E-Bike (3): Vom Oberbergischen Land an Rhein und Ruhr. 
Wer quer durch Deutschland radelt, merkt sehr schnell, dass dieses Land keine Ebene ist, sondern von Mittelgebirgen durchzogen wird. Ein Pedelec oder E-Bike ist deshalb das ideale Fahrzeug, wenn man ohne Angst vor Steigungen Regionen erkunden will, in die man sich ansonsten vielleicht gar nicht trauen würde. Teil 1 - 2 - Rheinradweg komplett

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Von Wiehl über Köln
nach Hattingen

Entlang der Agger und der Sieg zum Rhein 
 
Die Radtour von Wiehl führt durchs Tal des gleichnamigen Flusses, der bei Ründeroth in die Agger mündet. Dieser folge ich nun weitestgehend, bis sie sich bei Siegburg in die Sieg ergießt. Diese wiederum mündet wenig später bei Bonn-Beuel in den Rhein. Von dort ist's nicht mehr weit nach Köln.

6. Von Wiehl nach Köln

Das Tal ist eng und bietet gerade mal Platz für die Bundesstraße 55 und die Eisenbahnlinie nach Köln. Bei Weiershagen überspannt eine mächtige Autobahnbrücke das Tal. In Engelskirchen unternehme ich einen kurzen Abstecher zum dortigen Rheinischen Industriemuseum. Ein solches Industriemuseum gibt es an fünf weiteren Orten im Rheinland: in Oberhausen, Ratingen, Solingen, Bergisch Gladbach und Euskirchen. Sechs denkmalgeschützte, zum Teil komplett erhaltene Fabriken an authentischen Schauplätzen bilden das LVR-Industriemuseum.

In Engelskirchen gönne ich mir beim Bäcker eine Erdbeertorte mit Schlagsahne, radle am Aggersee vorbei und durch Ehreshoven, wo ich einen kurzen Abstecher zur Schlossanlage unternehme.

Das Schloss Ehreshoven ist ein Wasserschloss im Ortsteil Ehreshoven der Gemeinde Engelskirchen, Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen. Überregionale Bekanntheit erlangte es als eine Kulisse für die Fernsehserie "Verbotene Liebe. Quelle und mehr Am 5. Mai 2014 lief bereits die 4500. Folge im Ersten.

Bald erreiche ich Overrath. Immer weiter führt mich die Tour entlang der Agger bis nach Lohmar.

Eine Beschreibung des Aggertalradwegs findet sich u.a. hier. Der Oberbergische Kreis plant zwar eine Ausschilderung, aber im Juni 2010 musste ich mich noch auf eigen Faust durchschlagen und radelte dabei oft entlang verkehrsreicher Straßen.

Am schönsten war auf dem Weg nach Lohmar noch die Passage durch den Aggerbogen in der Nähe von Wahlscheid, der bei Wikipedia ausführlich beschrieben ist: 

„Links der Agger führt ein im April 2009 großzügig geteerter Weg von der Schiffarther Straße unterhalb der hölzernen Aggerbrücke zum Aggerbogen.“ Und: „Mit der Neuteerung des Weges am linken Aggerufer im Bereich des Landschaftsgartens Aggerbogen bei Lohmar-Wahlscheid, dem Ausbau des Radwegenetzes entlang der B 484 nach Overath und der Neugestaltung der Wege entlang der Agger bei Lohmar-Donrath und Lohmar-Reelsiefen besteht in Lohmar für Radfahrer wie Fußgänger die Möglichkeit, lange Strecken entlang der Agger bequem zurückzulegen.“

Einige kleinere Steigungen sind noch zu überwinden, ehe das letzte Teilstück mich neben der lauten Autobahn 3 nach Siegburg führt. Von dort biege ich Richtung Troisdorf ab und kann an der Aggerbrücke hinunter zum Fluss fahren. Ein Kiosk kurz vor der Mündung der Agger in die Sieg lädt mich nach 50 km Radelstrecke zu einer verdienten Pause ein. Von dort bis zur Mündung der Sieg in den Rhein sind es noch elf Kilometer. Der Radweg ist zum Großteil über den Deich geführt, wo es sich ruhig und zügig vorankommen lässt. Laut wird es noch einmal kurz nach der Siegfähre. Hier besteht die Möglichkeit, zur Autostraße hinauf zu fahren und dann entweder südwärts bis zum Radweg nach Bonn-Beuel zu fahren oder nordwärts bis Niederkassel.

Bericht über den Siegtalradweg

Rhein von Bonn nach Köln

Ich wählte die Route zur Rheinbrücke Bonn-Beuel, auf der man wieder neben starkem Autoverkehr radeln muss. Am anderen Ufer angekommen, sehe ich mein Tagesziel schon ausgeschildert: Köln 34 km. Pause bei Üdorf angesichts der Rheininsel, danach Umfahrung der riesigen Industrieanlagen hinter Wesseling. 

bei Rodenkirchen/Rhein

Vor Rodenkirchen ist der Rheinradweg ziemlich holprig. Obwohl teilweise separate Wege für Fußgänger und Radfahrer ausgeschildert sind, kommen mir auf dem Radweg urplötzlich Fußgänger mit frei laufenden Kindern und Hunden entgegen. Selbst nach Klingelzeichen werden weder Kind noch Hund auf den herankommenden Radler aufmerksam gemacht geschweige denn in Sicherheit gebracht. Nach 102 km habe ich mein Tagesziel Köln erreicht.

Deutschlandfunk/Köln

7. Von Köln nach Hattingen

Quer durchs Land – das war ja meine Devise beim Start dieser Radtour mit einem E-Bike.  So breche ich am letzten Tag früh auf, denn der fast direkte Weg nach Hattingen verspricht eine erkleckliche Anzahl an Höhenmetern. Der Akku des E-Bikes ist vollgetankt und wird wegen des auffrischenden Nordwestwindes schon am Rhein gefordert. Die Uferfahrt durch Köln bietet ein besonderes Erlebnis, ehe ich über eine schöne Allee die Stadt verlasse. Hinter Niehl  sind die Ford-Werke zu umrunden. Die Beschilderung ist hier äußerst mäßig. Vom anderen Rheinufer grüßt Leverkusen herüber.

Auto-Schnellfähre

Bei Merkenich unterquere ich nach 19 km die Autobahn 1 und überquere per Auto-Schnellfähre bei Hitdorf den Rhein. Nördlich von Monheim stoße ich auf die Kaiser-Route, die Aachen mit Paderborn verbindet und die ich schon auf der ersten und zweiten Etappe tangiert hatte. Dieser folge ich bis Hilden und entschließe mich dann, wegen des zügigeren Fortkommens den direkten Weg nach Haan zu nehmen. Es geht ziemlich lange bergauf und Beine wie Akku werden stark gefordert.

Hilden

Über Mettmann-Gruiten und Wülfrath (bei km-Stand 66) schlage ich mich nach Neviges durch, einer schnuckeligen Kleinstadt. Der Weg dorthin führt steil bergab. Pause beim Minigolfplatz neben dem gerade eingerüsteten Schloss Hardenberg.

Auf einer sonnenbeschienenen Leinwand ist das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Serbien (0:1) nur zu erahnen. Dass das Seitenverhältnis des Beamers falsch eingestellt ist und die Spieler merkwürdig lang und schlank sind, scheint hier ebenfalls niemanden der Zuschauer zu stören.

Ruhr bei Hattingen

Also radle ich weiter vorbei an Velbert nach Langenberg. Das Städtchen hat einen historischen Ortskern, der wirklich einen Besuch wert ist und schöne Fotomotive bietet. Das gilt ebenso für mein Tages- und Endziel Hattingen, dem „Rothenburg an der Ruhr“, wo nach 89 km beim Alten Rathaus die insgesamt fast 600 km lange Radtour „Quer durchs Land“ zu Ende geht.

Etappen-Vorschlag
1. Hannover-Hameln 60 km
2. Hameln-Paderborn 77 km
3. Paderborn-Möhnesee 92 km
4. Möhnesee-Altenhundem 104 km
5. Altenhundem-Wiehl 70 km
6. Wiehl-Siegburg-Bonn-Köln 102 km
7. Köln-Hattingen 90 km
Gesamtstrecke: 595 km

Rückfahrt per Bahn: Hattingen-Essen-Minden-Hannover

Teil 1: Von Hannover zum Möhnesee
Teil 2: Vom Möhnesee nach Wiehl

Die DVD zur Tour 

Radwanderführer

  

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Die Wiehltalbrücke bei Weiershagen.

Rheinisches Industriemuseum Engelskirchen.

Aggersee bei Ehreshoven.

Schloss Ehreshoven.

Der Aggerbogen bei Lohmar-Wahlscheid.

Schöne Allee in Wessling am Rhein.

Rheinbrücke der A 4 bei Rodenkirchen.

Die Fordwerke bei Köln-Niehl müssen vom Radler weiträumig umfahren werden. Erst ...

... ab Merkenich wird es wieder gemütliche.

Altstadtidyll in Langenberg.

Treppen, Fachwerk: Langenberg lohnt den Besuch.

Hattingen besitzt eine sehenswerte Altstadt und wird nicht zu Unrecht als das "Rothenburg an der Ruhr" bezeichnet.

Das Alte Rathaus aus dem Jahre 1576 auf dem Untermarkt ist ebenfalls eins der bekanntesten Motive in der Altstadt. Quelle und mehr 

Rhein-Fotoschauen bei YouTube:

Brühl-Koblenz-Bingen inkl. UNESCO-
Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal

Duisburg-Düsseldorf

Koblenz-Bonn (linksrheinisch)

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