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Autor: Dieter Hurcks Copyright 5/2008

Von dieser Tour ist eine vertonte Diaschau auf DVD erschienen: weitere Infos 

Teil 1: Von Hamm nach Münster 
Teil 3: Von Haltern nach Münster und Versmold

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Zimmervermieter

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Deutschland


Im Radelparadies

Münsterland (Teil 2)

Von Münster nach Haltern 

Das Münsterland mit der Großstadt Münster als Zentrum liegt im nordwestlichen Teil Nordrhein-Westfalens - zwischen Teutoburger Wald im Nordosten, der Lippe im Süden und der niederländische Staatsgrenze im Westen. Die Stadt Haltern, die das Ziel unserer zweiten Tagesetappe ist, liegt südwestlich von Münster an der Lippe und radtouristisch gesehen, an der Römer-Route, die Detmold und Xanten verbindet.

Morgens kurz nach 9 Uhr starten wir von unserem Quartier in Mauritz und radeln westwärts bis zum Dortmund-Ems-Kanal, kurz: DEK. Diesem folgen wir bis zur Börgerbrücke südlich von Hiltrup und schlagen dann einen Südkurs ein. Auf kleinen, an diesem Sonnabendvormittag wenig befahrenen Straßen erreichen wir bald Davensberg mit seinem Burgturm, der heute ein Heimatmuseum beherbergt.

Das jetzige Dörfchen Davensberg, 4 Kilometer nordwestlich von Ascheberg und 4 Kilometer südöstlich von Ottmarsbocholt entfernt, ist auf dem von dem Emmerbache umflossenen äußeren Burghofe des Rittergutes Davensberg entstanden.

Die wahrscheinlich um 1250 errichtete Burg wird 1263 erstmals erwähnt. Noch vor 1500 wird die Burg dann großzügig ausgebaut. Aus dieser Zeit stammt der allein erhaltene Turm und die 1510 geweihte Kapelle St. Anna.

Ascheberg und Nordkirchen  
Im Münsterland gibt es viele Herrschaftshäuser wie Haus Bying und Haus Romberg. Wer sich für die Geschichte dieser Häuser interessiert, findet auf der Internetseite von Davensberg viele interessante Informationen wie diese:
Als die ältesten Besitzer des Hauses Bying werden die Herren von Ascheberg genannt, und zwar ist um 1400 Heinrich von Ascheberg ... Herr zu Bying.
Die ganze Anlage des Hauses Romberg trägt noch jetzt den unverkennbaren Stempel einer ehemaligen Ritterburg. Gräben und Wälle deuten auf die frühere starke Befestigung. Das Torhaus ist mit Schießscharten wohl bewehrt; rechts und links vom Eingange sehen wir die Wappen derer von Galen und von Wulf (Wol ) mit der Jahreszahl 1630.

Kurz vor Ascheberg, im Vierhegen, wird sogar der Wald (angeblich) per Video überwacht. Anscheinend wurde dort häufiger schon Müll illegal "entsorgt". Bald erblicken wir den markanten Kirchturm von St. Lambertus. Eine kleine Stadtrundfahrt ist Ehrensache.

Auf der Internetseite der Stadt lesen wir, das der Zentralort Ascheberg aus einer Bauernsiedlung sächsischen Ursprungs hervor gegangen ist, die Mitte des 9. Jahrhunderts im Umfeld einer ludgerianischen Kirche entstand. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 890.
Ascheberg mit rund 8.100 Einwohnern ist unverkennbar geprägt durch sein Wahrzeichen, den 81 m hohen, neugotischen Turm der St. Lambertus-Kirche. Es handelt sich hierbei um eine gotische Hallenkirche, deren Chorraum 1740 durch Johann Conrad Schlaun gestaltet wurde. mehr

Von Ascheberg geht es wieder aufs "platte Land" gen Nordkirchen. Das Schloss, in dem die Fachhochschule für Finanzen des Landes NRW untergebracht ist, gehört zu den schönsten Wasserschlössern des Münsterlandes. Es liegt inmitten einer imposanten Parkanlage und ist als Kulisse für Eheschließungen außerordentlich beliebt.

Wikipedia weiß Näheres: Das Schloss Nordkirchen befindet sich in der Gemeinde Nordkirchen im Kreis Coesfeld. Es wird aufgrund seiner Ausmaße und der barocken Gestaltung auch als das "Westfälische Versailles" bezeichnet. Es ist das größte Wasserschloss Westfalens. Die Erbauer der Wasserburg waren die Herren von Morrien, die seit 1275 als Lehensnehmer der Abtei Werden nachweisbar sind.

Mit dem Fahrrad kann man in kurzer Zeit das weitläufige Gelände mit dem 170 Hektar großen Schlosspark erkunden.

Nach Lüdinghausen 
Von Nordkirchen geht die flotte Fahrt westwärts gen Lüdinghausen. Lüdinghausen ist Standort von drei Wasserburgen, die jeweils mit einer Gräftenanlage umgeben sind (Gräften sind ein die Burg umgebender Teich). Hierbei unterscheiden sich diese Burgen jedoch durch ihren unterschiedlichen Charakter: Die Burg Vischering ist eher als Burg mit mittelalterlichem Charakter, die Burg Kakesbeck als Sitz eines selbstbewußten bis streitbaren Münsterländer Adels und die Burg Lüdinghausen als Renaissanceburg zu umschreiben. Quelle

Burg Vischering ist zweifellos eine der markantesten Wasserburgen des Münsterlandes. Sie ist als sogenannte Ringmantelburg einzigartig. Trutzig in der Gräfte liegend, nur über eine lange Brücke zugänglich, vermittelt sie den Eindruck von einer typisch mittelalterlichen Wehrburg, auch wenn z.B. Fenster in dem äußeren Mauerring ihren späteren Ausbau zur frühneuzeitlichen Wohnburg signalisieren.


Nach einer kurzen Rundfahrt durch die Innenstadt radeln wir nach Seppenrade und entlang der B 58 zum Halterner Stausee, den wir natürlich umrunden, ehe wir Haltern erreichen. Von dort haben wir - linker Hand begleiten uns die riesigen Anlagen der Chemischen Werke Marl-Hüls - noch ein paar Kilometer zu bewältigen, ehe wir hinter Lippramsdorf unser Quartier auf Pevelings Hof erreichen - mit angeschlossener Schlachterei und gut sortiertem Hofladen.

Lippramsdorf selbst blickt auf eine lange, von der Lage an der Lippe geprägte Geschichte zurück. Wer sich dafür interessiert: Der Heimatverein hat im Heimathaus Lippramsdorf einen Raum unter das Thema: "Lippramsdorf im Wandel der Zeit" erstellt. Interessierte Besucher können hier zu den Öffnungszeiten des Hauses etwas über unsere Ortsgeschichte erfahren.

Nach dieser länger als geplant gewordenen Etappe genießen wir bei einem abendlichen Spaziergang die Ruhe dieser einladenden Landschaft. Morgen geht es über Dülmen zurück nach Münster.

Dieter Hurcks, im Mai 2008

Teil 1: Von Hamm nach Münster 
Teil 3: Von Haltern nach Münster und Versmold

Links 
Münsterland bei Wikipedia
Drensteinfurt: www.drensteinfurt.de und http://de.wikipedia.org/wiki/Drensteinfurt  
Werseradweg: www.werseradweg.de


Verwendetes Kartenmaterial: 100 Schlösser Route, Bielefelder Verlagsanstalt, ISBN 3-87073-051-X, 9,95 € - bestellen

 

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Die DVD zu dieser Tour

 

Radtouren-DVDs hier

Weitere Radtourenbücher  hier

 

Schlösser-Tour (2001)

Münsterland - nördlicher Teil (2004)

Am Dortmund-Ems-Kanal radeln wir bis zur
Börgerbrücke südlich von Hiltrup.

Der Burgturm in Davensberg.

Ascheberg mit dem Turm von St. Lambertus.

Stille Wasser sind nicht immer tief ....

Schloss Nordkirchen - das größte Wasserschloss Nordrhein-Westfalens.

Sehenswerte Anlage: Schloss Nordkirchen.

Einzigartige Ringmantelburg: Burg Vischering in Lüdinghausen.

Stiller Waldweg am Halterner Stausee.

Ruhiges Quartier, gutes Essen: Pevelings Hof in Lippramsdorf.

Übernachtungen

Haltern: Pevelings Hof in Haltern OT Lipramsdorf Info 

Münster: Jugendgästehaus Aasee (Jugendherberge),  Bismarckallee 31, 48151 Münster, Tel: 02 51 / 53 02 8 - 12, komfortabel, stadtnah

Etappen  
Hamm-Münster 83 km  
Münster-Haltern (Lippramsdorf) 89 km  
Haltern-Münster 58 km  
Münster-Versmold- Borgholzhausen Bf. 61 km  

Zur anderen Münsterland-Radtour ist ebenfalls eine mit Musik vertonte Diaschau auf DVD erschienen.

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