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Autor: Dieter Hurcks Copyright 7/2013

Von Rothenburg o. d. T. nach Wertheim. 
Der Radweg "Liebliches Taubertal" bildet das Mittelstück des Fränkischen Radachters und muss daher, wenn man Ost- wie Westschleife fährt, zum Teil zwei Mal gefahren werden. Aber es lohnt sich! Teil 3 - Teil 1 - Trailer

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Fränkischer Rad-Achter (2):
Liebliches Taubertal

Diese Tour bietet manche Steigung

Der Radel-"Klassiker" wurde im November 2012 erneut mit der Höchstnote "5 Sterne" vom ADFC ausgezeichnet. Als Teil des Fränkischen Rad-Achters bekommt man die Tour auf dem Taubertal-Radweg praktisch als Zugabe mitgeliefert. Da wir auch den Abstecher nach Rothenburg o. d. T. unternommen haben, liegt nun die gesamte Tour durchs "Liebliche Taubertal" vor uns. Aber manches Mal zeigt der Weg sich nicht ganz so lieblich.


 

3. Tag: Auf dem Radweg „Liebliches Taubertal“ nach Wertheim, 106 km

Rothenburg am Morgen. Schon um 8 Uhr laufen die ersten Touristen durch die Stadt und halten nach Souvenirs Ausschau. Wir packen früh unsere Sachen und machen uns nach dem reichhaltigen Frühstück auf den Rückweg zum Fränkischen Rad-Achter. Direkt rechts neben dem berühmten Plönlein, das sich am Abend vorher als ein Hit der Fotografen aus aller Herren Länder erwiesen hatte, rollen wir wieder hinab zur Straße, biegen scharf rechts ab, lassen das Rad talwärts laufen und schwenken nach rechts zur alten Brücke. Hoch über uns liegen die Türme von Rothenburg o. d. Tauber, das bald, nachdem die Kirche von Detwang passiert ist, in unserem Rücken immer kleiner wird.

Übernachten am RW "Liebliches Taubertal" Rothenburg

Ein-/Ausfahrt am Plönlein

In Bettwar wechseln wir dieses Mal auf die Landstraße, um einigen heftigen Steigungen zu entgehen. Da wenig Verkehr herrscht, erreichen wir gefahrlos Tauberschreckenbach und bald darauf Tauberzell. Durch den Ort sollte man noch so weit radeln, bis linker Hand nach exakt 13,3 zurückgelegeten Kilometern die Holzbrücke über die Tauber erscheint. Über diese geht es wieder zum viele Kräfte fordernden Radweg „Liebliches Taubertal“, der uns nach Creglingen bringt. Dort stellen wir fest, das Hin- und Rückweg des beliebten Flussradwegs hier auf unterschiedlichen Routen verlaufen. Erst beim Einschwenken auf die Trasse des Gaubahnradwegs bei Klingen ist der Verlauf wieder deckungsgleich.

Tour für Weinfreunde

Nun ist es nicht mehr weit bis Bieberehren, wo wir den GPS-Track des Fränkischen Rad-Achtes erreichen. Über Röttingen mit den am Wegesrand zu besichtigen Sonnenuhren und seinem historischen Stadtkern und den Weinort Tauberrettersheim, wo es die letzte erhaltene Tauberbrücke (1733) des berühmten Würzburger Barock-Baumeisters Balthasar Neumann gibt, radeln wir nach Weikersheim weiter. Fotos vom schönen Renaissanceschloss der ehemaligen Grafen von Hohenlohe sind kaum möglich, da dort gerade Dutzende Pavillons und sonstige Stände aufgebaut sind. mehr

Bieberehren

Weinfreunde kommen in der Gegend auf ihre Kosten. So werden allein in der Lage „Röttinger Feuerstein“ ca. 30 ha Frankenwein angebaut: davon sind 70 % Müller-Thurgau, 20 % Silvaner; 10 % Sorten wie Riesling, Traminer, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Schwarzriesling etc. Als Besonderheit pflegt man den Tauberschwarz, eine jahrhundertealte lokale Rebsorte, die ausschließlich in der Tauberregion an- und ausgebaut wird. Auf der Anhöhe nordöstlich der Ortschaft befindet sich das Röttinger Käppele. Quelle und mehr

Sonnenuhr in Röttingen

In Weikersheim werfen wir noch einen Blick in den nur gegen Eintritt zu begehenden Barockgarten mit Orangerie und setzen unseren Weg fort. Der Weg ist prima, die Beschilderung nahezu perfekt, und die Landschaft zeigt sich noch offen. Das wird sich bald ändern, wenn der gerade mal etwa 70 cm hohe Mais erst ausgewachsen ist, was Anfang August der Fall sein dürfte. teilweise steht er beiderseits des Radweges und wird bald die Sicht versperren.

Deutschordensschloss

Elpersheim und der schmucke Weinort Markelsheim sowie Igersheim, wo wir in einem schönen Biergarten rasten, sind die Orte auf dem Weg nach Bad Mergentheim, wo wir einen Blick in den Kurpark werfen. 50 km sind geschafft. In der Stadt sind das Renaissance-Rathaus am Markt und das Deutschordenschloss bemerkenswerte Zeugnisse der Geschichte. Das Deutschordensmuseum besitzt, als ehemalige Residenz der Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens, die größte zusammenhängende Ausstellung über den Deutschen Orden. Außerdem ist dort eine bemerkenswerte Sammlung von Puppenstuben zu bewundern.

In Lauda treffen sich die Routen

Hinter der Vier-Quellen-Stadt Bad Mergentheim kommen wir an der Roto-Fabrik vorbei, wo u.a. die bekannten Dachfenster hergestellt werden. Über Edelfingen und Königshofen geht es weiter nach Lauda, der geografischen Mitte des Main-Tauber-Kreises, wo der Westring des Rad-Achters mit dem Ostring verknüpft ist. Bald erreichen wir Tauberbischofsheim. Dort ist ebenfalls Stadtfest und wir sind froh, uns schadlos durch das Gewimmel in der Fußgängerzone gekämpft zu haben. mehr zu TBB - und auch bei Wikipedia  

Nach Wertheim

Von Tauberbischofsheim bis Werbach folgt der Radweg der Straße. Erst danach wird es wieder ruhiger. Die Tauber begleitet uns ziemlich nach, verlässt uns dann wieder für ein Stück des Weges und kommt wieder. So radeln wir zwischen Wald und Wiese und bei stetigem Auf und Ab weiter. Kurz hinter Niklashausen liegt ein schönen Biergarten namens „Radler Stüble“ direkt am Radweg. Wir nutzen die Gelegenheit für die letzte Rast vor unserem Tagesziel Wertheim. Vorher fahren wir aber noch über Bahnübergang und Tauberbrücke zum Kloster Bronnbach, eine ehemalige Zisterzienserabtei, in der man sogar übernachten kann.

Kloster Bronnbach

Die lange Geschichte des Klosters Bronnbach hat ein reiches Erbe hinterlassen: etwa die romanische Kirche mit barocken Altären und Chorgestühl und den gotischen Kreuzgang. Sehenswert sind auch der Bernhard- und Josephsaal mit ihrer barocken Ausstattung.

Einige heftige Steigungen haben noch einmal alle Kräfte gefordert, ehe wir gegen 17 Uhr nach 103 km endlich die einzige Stadt an Main und Tauber erreichen, die zugleich die nördlichste Stadt des Bundeslandes Baden-Württemberg ist und direkt an der Grenze zu Bayern liegt.

Bis Gemünden, unserem Ausgangspunkt, sind es nun etwa noch 60 km. Der Ostring des Fränkischen Radachters schließt sich.

Wertheim

Da wir am Ort übernachten, haben wir ausreichend Muße, Wertheim zu erkunden. Klar, dass auch ein Aufstieg zur Burg auf dem Programm steht. Bei Wikipedia erfahren wir: „Die Burg Wertheim, hoch über der Altstadt Tauber und Main beherrschend gelegen, ist das Wahrzeichen der Stadt. Hinter einem Halsgraben nach Osten von einer hohen Mantelmauer gesichert steht von der Oberburg noch der Bergfried. Vom Palas neben einem Treppenturm und dem alten Wohnbau ist nur noch eine dreiteilige Fenstergruppe aus der Stauferzeit erhalten. Darunter steht die Ruine der Vorburg, die zur Wohnburg ausgebaut wurde. Der Archivbau über dem Torhaus stammt noch aus der Barockzeit. Bis ins 17. Jahrhundert wurde der Grafensitz immer weiter ausgebaut. Durch eine Pulverexplosion wurden 1619 Teile der Burg und im Dreißigjährigen Krieg 1634 weitere Teile zerstört, die nicht wieder aufgerichtet wurden.“ mehr zu Wertheim

Der Radweg "Liebliches Taubertal" lässt sich, wenn man ihn in Wertheim beginnt, gut nach Süden fortsetzen: auf dem Radweg Tauber-Altmühl bis nach Kelheim an der Donau.

Fortsetzung: Teil 3 - Teil 1 - Video-Trailer

Radwanderführer

   

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Spickzettel
Route:
Liebliches Taubertal
Start/Ziel:
Rothenburg o. d. T.-Wertheim/Main
Bahnanreise:
langwierig, daher besser in größere Tour einbinden, z.B. ab Bf. Würzburg oder Bf. Aschaffenburg oder Fränkischen Rad-Achter
Länge:
106 km; Entfernungen: Rothenburg - Weikersheim 40 km, Tauberbischofsheim + 34, Wertheim + 32 km
Schwierigkeit: im oberen Teil und vor Wertheim einige kräftige Steigungen (siehe Bericht) 
Übernachten: Quartiere siehe Bericht(e)
Internet: offizielle Homepage mit Karte und GPS-Tracks; GPS-Tracks bei GPSIES.COM
Radwanderführer: siehe unten


Radwegweiser "Liebliches Taubertal" 

Das Rödertor in Rothenburg o. d. T.

Unbedingt empfehlenswert: eine Wanderung auf der Stadtmauer.

Rothenburg mit Markusturm.

Der Radweg bietet einige Steigungen, aber ....

... auch zahlreiche schöne Ausblicke.

Weikersheim ist ein Dorado für Kunstfreunde.

Zahlreiche Skulpturen bieten Blickfänge in Weikersheim.

Kurpark Bad Mergentheim.

Marktplatz Tauberbischofsheim ohne Stadtfest.

Tauberbrücke nach Werbach.

Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten liegen direkt am Radweg wie hier das Radler-Stüble bei Niklashausen.

Letzter steiler Anstieg vor Wertheim.

  Trailer

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