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Autor: Dieter Hurcks Copyright 3/2010

Von der Quelle in Leinefelde bis Hamburg. 
Der ehemalige Leineradweg wurde 2009 um die Strecke durch die Lüneburger Heide nach Hamburg erweitert. Die Gesamtstrecke beträgt nun 410 km. Teil 1 beschreibt die Route von der Quelle bei Leinefelde in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover.

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Leine-Heide-Radweg

Von der Quelle nach Norden
 
Den Leineradweg hatten wir bereits 2002 auf dem Weg zum Bodensee zu einem Großteil gefahren und auch bei anderen Touren Teilstrecken zurück gelegt. Schließlich liegt er ja gleich vor unserer Haustür und quert die Niedersächsische Landeshauptstadt Hannover. 2010 haben wir nun der Nachfolger, den Leine-Heide-Radweg, abgeradelt. Er führt strikt von Süd nach Nord.

Die Leine entspringt in Leinefelde im Eichsfeld, früher auf DDR-Gebiet, heuet Bundesland Thüringen. Der Leineradweg, den ich Mitte der 1990-er Jahre erstmals gefahren bin, ist heute kaum wiederzuerkennen. Verschlug es einen damals häufig in die Berge der Mittelgebirgslandschaft, so radelt man heute durchweg flussnah.

 

Von der Quelle nach Göttingen

Die Anreise erfolgt am besten per Bahn ab Hannover bis Göttingen und dann per Regionalexpress über Eichenberg und Friedland direkt nach Leinefelde. Die junge Leine findet man schnell: Sie bildet sich aus vielen Bächen, die oft sogar unter Häusern hervor rieseln.

Bad Heiligenstadt ist die nächste Stadt Richtung Göttingen. Viele schnuckelige Dörfer zeugen vom Fleiss der Thürigner, die ihre Häuser schon zu DDR-Zeiten gut in Schuss gehalten hatten, obwohl Baumaterial damals bekanntlich äußerst knapp war.

Für Pausen empfiehlt die offizelle Homepage des Leine-Heide-Radwegs: "Berühmt ist die Region für ihre Wurst, die ,Eichsfelder Stracke'. Doch auch den ,Leinefelder Tafelsenf', Eichsfelder Honig und Käse sowie verschiedene Fruchtsäfte und das regionale Bier sollte jeder einmal probieren."

In Friedland knickt der Leine-Heide-Radweg nach Norden ab und folgt dieser Himmelsrichtung bis nach Hamburg. Der regionstypische Westwind kommt also meistens von der Seite. Göttingen bietet sich als erstes Tagesziel an. Eine Stadt, die es zu erleben gilt, mit einer großen Universität, einer sehenswerten Altstadt, buntem studentischen Treiben und einer entsprechenden Gastonomie.

Durch Göttingen führt übrigens auch der Weser-Harz-Heide-Radweg.

Nach Freden an der Leine

Am zweiten Tag radeln wir durch die alte Fachwerkstadt Northeim. Nahe der Autobahn wurde durch Sand- und Kiesabbau eine große Seenlandschaft geschaffen, die sich trotz des Autolärms zu einem Paradies für Wasserfreunde, Camper und Angler entwickelt hat.

Vorbei am Leinerückhaltebecken Salzderhelden, das Hannover vor allzu heftigem Hochwasser schützen soll, erreichen wir die traditionsreiche Brauerstadt Einbeck. Freunde des Fachwerks kommen auch hier voll auf ihre Kosten.

Achtung: 2011 soll der Radweg von Einbeck Richtung Kreieinsen nordwestlich der Leine ausgebaut werden. Bis dahin muss man entweder bis Salzderhelden zurück fahren, wie im Folgenden beschrieben, oder mit einer Passage auf der Straße Vorlieb nehmen.

Nach einer verdienten Pause in Einbeck geht es zurück zum Radweg und ostwärts des Flusses weiter durch eine landschaftlich reizvolle und waldreiche Region Richtung Hildesheim. Der Weg steigt gelegentlich ein wenig Richtung Hügelkette an und offenbart dadurch dem Radler herrliche Ausblicke ins Leinetal. Die vielen Eisenbahngleise treffen sich in der alten Eisenbahnerstadt Einbeck, wo sich fünf Eisenbahnstrecken treffen.

Auf der Homepage des Leine-Heide-Radwegs heißt es: "Hildesheim mit seinen beiden UNESCO-Welterbestätten wird nach einem kurzen Abstecher von 12 km erreicht. Auch die Fachwerkstätte Alfeld und Gronau, die schön gelegen zwischen den Sieben Bergen ruhen, liegen am Weg." Quelle 

 

In Freden bietet sich eine Übernachtung an. Wer Glück hat, kann an einem kulturellen "Event" in der alten Zehntscheune teilnehmen, einem wirklich äußerst stimmungsvollen Veranstaltungsort. "Ein besonderer Höhepunkt sind die jährlich stattfindenden Internationalen Fredener Musiktage (August), ein Festival klassischer und moderner Musik (www.fredener-musiktage.de). Quelle

Alfeld, die nächste Stadt bietet als Besonderheit u.a. im Ortsteil Langenholzen ein Schnarchmuseum. Eine weitere Besonderheit ist das im Bauhausstil von Walter Gropius errichtete und für die Anerkennung als Welterbe angemeldete Fagus Werk. Es entstand in den Jahren 1910-1915. In der Innenstadt fließt das Flüsschen Warne durch die Marktstraße. Einem kleinen Kanal folgend, gelangt man zum Marktplatz mit dem in vielen Bildbänden abgebildeten imposanten Rathaus. Das ursprünglich im gotischen Stil errichtet Gebäude wurde 1586 im Weser-Rennaissance Stil umgebaut.

Als ältestes freistehendes Fachwerkhaus Alfelds gilt die alte Lateinschule (1610), eines der schönsten Fachwerkhäuser Niedersachsens. Quelle

Noch mehr über Alfeld gibt´s HIER.

 

Von Gronau nach Hannover

Weiter geht die Tour nach Gronau. Der Ort bildete, wie die Homepage des Leine-Heide-Radwegs berichtet, "einen beliebten Anziehungspunkt bei den Adelsfamilien, die dort ihre Stadthöfe errichteten. Davon sind heute noch fünf, zum Teil wundervoll restauriert, vorhanden." Sehenswert ist auch das Innere der St.-Josephs-Kirche. "Die barocke Ausstattung und der eindrucksvolle Hochaltar laden dazu ein, sich einen Moment in die Bankreihen zu setzen und das Bauwerk auf sich wirken zu lassen. Die Kirche gehört zu einem 1680 gegründeten Dominikanerkloster. In der St. Matthäi Kirche steht die von Philipp Furtwängler 1859 erbaute Orgel, die mit 58 Registern wohl die größte ihrer Zeit in Norddeutschland war. Ebenso bedeutend ist der um 1415 entstandene Flügelaltar, der mit filigranen Schnitzereien und bemalten Außenseiten fasziniert." Quelle

Über Elze erreichen wir bald die Region Hannover. Wenn man von Nordstemmen aus die Leine überquert, hat man einen herrlichen Blick über die vor wenigen Jahren frei geschnittene Marienburg. Bis dahin verdeckte der Wald das an ein Märchenschloss erinnernde, aber noch gar nicht einmal so besonders alte Gemäuer. Der Aufstieg per Fahrrad ist nicht ganz ohne. Aber wer Zeit hat, sollte ruhig die Serpentinen hinauf schieben und die Burg besichtigen. Hinunter nach Schulenberg geht es dann umso flotter voran.

Wer nicht zur Burg hoch will, bleibt am Leineufer. Von nun an radelt man nicht mehr so flussnah. Hinter Schliekum biegt der Radweg von der Straße links ab und quert das Gelände der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Hannover. Bald radelt man auf der Höhe und hat einen schönen Rundblick schon bis nach Hannover. Wunderschön ist die Durchfahrung der Leineaue, vorbei an Laatzen und die hannoverschen Stadtteile Wülfel und Döhren. Wir erreichen die Ricklinger Teiche und stehen bald am Maschsee, einem in den 1930-er Jahren angelegten künstlichen See, an dem sich bei schönem Wetter halb Hannover zum Flanieren trifft. Vorsicht vor Kollisionen mit Skatern!

Vom Maschsee aus erkennt man das Fußballstadion, das für die Weltmeisterschaft 2006 umgebaut worden war. Nicht weit vom Maschsee entfernt liegt linkerhand die moderne Jugendherberge der Landeshauptstadt. Hier bietet sich eine Übernachtung an, um vielleicht an einem Ruhetag die Expo-Stadt zu besichtigen. In Hannover finden mit der CeBIT und der Hannover Messe die beiden größten Messeveranstaltungen weltweit statt.

Die Herrenhäuser Gärten und der Berggarten mit seinen Schauhäusern gleich gegenüber zum Verweilen ein. mehr: www.hannover.de 

Nun folgt der Weg der Leine in das Umland des Steinhuder Meeres und weiter durch die von Wiesen, Wald und Mooren geprägte Flusslandschaft des Aller-Leine-Tals.

Auf den letzten Etappen verläuft die Route durch die Lüneburger Heide, vorbei an Walsrode mit dem bekannten Vogelpark, dem Heide-Park in Soltau und typischen Heideorten wie Schneverdingen und Wilsede.  Nach Durchquerung der beeindruckenden Heidelandschaften erwartet den Radler am Endpunkt die Hansestadt Hamburg mit ihrem großstädtischen Flair und zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Mehr Details finden Sie in diesen Berichten:

Leine-Heide-Radweg: Hannover-Leinefelde-Worbis 
Leine-Heide-Radweg: Hannover-Bad Fallingbostel 
Leine-Heide-Radweg: Bad Fallingbostel-Hamburg

 

Radwanderführer

  

 

Karte und offizielle Homepage des
Leine-Heide-Radwegs

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Karte und offizielle Homepage des
Leine-Heide-Radwegs
Flyer mit Karte



Hier heißt er noch Leine-Radfernweg.



Am Bahnhof in Heiligenstadt.

Imposante Schule in Heiligenstadt.

DDR-Industriebau in Heiligenstadt.

Die Leine in Heiligenstadt.



Leineradweg bei Göttingen

Die Marienburg bei Nordstemmen.



Die Sieben Berge bei Alfeld.

Leineaue in der Region Hannover.



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