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Autor: Dieter Hurcks Copyright 2/2006

Besonders schön im Herbst: Auf dem Harzrandweg, auch als Harzrundweg bezeichnet, von Wernigerode
nach Halberstadt. Teil 1 - Teil 3

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Die Perlen am Harz (2)

Wernigerode ist eine Stadt, die man nur ungern verlässt. Deshalb unternehmen wir nach dem Frühstück nochmal eine kleine Rundfahrt mit dem Rad, um den Marktplatz mit dem berühmten Rathaus und die umliegenden Gassen im Licht des jungen Tages zu betrachten. In diesen Oktobertagen steht die Sonne niedrig und beleuchtet nur wenige der schmucken Häuser ganz zur Zufriedenheit des Fotografen.

Wie in Goslar, heißt es auch hier zunächst: bergauf. Am Harzrand angekommen, geht die Fahrt dann vielfach durch Wald, was natürlich an heißen Sommertagen sehr angenehm sein dürfte. Aber bei den zahlreichen Steigungen kommt der Radler auch an kühleren Tagen leicht ins Schwitzen bzw. schnell auf Betriebstemperatur. Wir fahren bei schönem Blick auf eine kleine, dem Harz vorgelagerte Hügelkette, zu der auch der Struvenberg gehört. Die Wege sind überwiegend in gutem Zustand, zum Teil sogar ganz frisch betoniert. Im Wald passieren wir das Heilschlammbergwerk Teufelsbad am Geologischen Wanderpfad und erreichen bald das schön gelegene Kloster Michaelstein. Die dortige Gastronomie hat bereits die Arbeit aufgenommen. Bei herrlichem Sonnenschein lässt es sich in geschützter Lage bei einem Pott Kaffee gut aushalten.

So gestärkt, radeln wir weiter bis an den Fuß der Blankenburger Luisenburg. Nun heißt es, sich den Berg hinauf kämpfen - die Belohnung wartet in Form einer herrlichen Aussicht über das weite Harzvorland.

Flott nach Quedlinburg

Unser nächstes Ziel heißt Quedlinburg. Da wir langsamer voran gekommen sind als  geplant, lassen wir Thale aus und nehmen die Abkürzung über Warnstedt. Wir wollen schließlich genügend Zeit haben, das Weltkulturerbe in Augenschein zu nehmen. Kurz vor Quedlinburg biegen wir nach rechts über eine Brücke der Bode ab und radeln neben einer Kopfsteinpflasterstraße gen Zentrzum. Nach 40 zurück gelegten Kilometern erhebt sich vor uns der imposante Quedlinburger Domberg in seiner ganzen Schönheit - vergleichbar etwa mit dem Mont St. Michel an der französischen Atlantikküste. Nur das Gerüst der Restaurateure stört ein wenig das Bild. Aber das wird sicher noch einige Jahre so bleiben.

Über das Gelände der in einem stattlichen Gebäudekomplex untergebrachten Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau erreichen wir wieder die Haupteinfallstraße nach Quedlinburg. Wenig später taucht über uns der Domberg auf, den wir natürlich sofort in Angriff nehmen. Wegen des groben Kopfsteinpflasters ist entweder Fahren auf dem Gehsteig oder schieben angesagt. Die Aussicht über die Dächer der Stadt entschädigt vielfach für die Anstrengungen.

Eines der zahlreichen Cafés am historischen Marktplatz sollte man zur Einkehr nutzen und sich in aller Ruhe dieses wunderbare Ensemble alter, inzwischen liebevoll restaurierter Baukunst ansehen. Auch die Gassen rundherum bieten schöne Ansichten, obgleich hier und dort immer noch verfallene Häuser auf ihre Wiederauferstehung warten.

Nach Halberstadt

Wie Quedlinburg, so liegt auch Halberstadt an der Straße der Romanik. Um über die rund 25 km dorthin zu gelangen, muss der Radler, will er nicht auf oder entlang der verkehrsreichen Bundesstraße 79 fahren, einige Strapazen in Form sandiger und steiniger Wege auf sich nehmen. Dafür wird er aber mit einer schönen Landschaft und einem weiten Rundumblick über den Vorharz belohnt.

Und so gelangen wir zum Wegelebener Weg: vom Markt über Marktstraße und Schmale Straße nordostwärts, dann die Hauptstraße (B 6) überqueren und über den Gröpern bis zur Gabelung von Vor dem Gröperntor und Wegelebener Weg.

Nun radeln wir etwa sechs Kilometer durch die Feldmark, bis wir auf einen Aspahltweg stoßen. Dort halten wir uns links und erreichen, in der Ferne schon den Halberstädter Dom erblickend, nach knapp vier Kilometern Harsleben. Entlang der B 79 rollen wir nach Halberstadt hinein und nehmen uns viel Zeit, das Domviertel und die Altstadt zu besichtigen.

Harzrandweg 3

Weitere Informationen

Wernigerode - Die bunte Stadt am Harz: www.wernigerode.de 

Quedlinburg: www.quedlinburg.de
und www.weltkulturerbe-quedlinburg.de 

Halberstadt: www.halberstadt.de 

 

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Zur Abwechslung mal ein nagelneuer Radweg.

Beim Kloster Michaelstein kann der Radler 
sich in malerischer Kulisse stärken.

Postkartenmotive zuhauf: Quedlinburg.

Imposant: das Quedlinburger Schloss.

Fachwerk pur: "Goldene Sonne" in Quedlinburg.

Der Halberstädter Dom.

Die DVD zur Tour