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Autor: Dieter Hurcks Copyright 3/2010

Von Passau nach Ulm (2): Nach Donauwörth 
Der Donauradweg hat zwischen Passau und Donauwörth eine Länge von knapp über 600 km. Die zweite Etappe führt uns nach Kelheim, die dritte dann nach Marxheim kurz vor Donauwörth. Teil 3 - Teil 1

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Deutschland

Auf dem Donauradweg von Straubing nach Donauwörth

Die beiden hier beschriebenen Etappen führen uns nach Kelheim und am nächsten Tag nach Marxheim. Der kleine Ort liegt an der Mündung des Lechs in die Donau. Gleich gegenüber der Mündung befindet sich die Bruckwirtschaft, ein gemütliches Gasthaus mit Biergarten, wo man herrlich ruhig übernachten kann. 

Als wir in Straubing starten, hängen einige dunkle Wolken am Himmel. Wir radeln durch eine reizvolle Landschaft, müssen dabei aber gegen den leicht auffrischenden Westwind ankämpfen. 77 km liegen vor uns - eine vergleichsweise kurze Etappe.

Übernachten am Donauradweg

Von Straubing nach Kelheim (85 km)

Straubing war wirklich einen Aufenthalt wert, und so steigen wir am Morgen gut gelaunt aufs Rad. Vom Quartier aus sind wir in ein paar Minuten an der Donau, die hier ein paar mächtige Bögen schlägt. Über Sossau, wo ich vor ein paar Jahren mal neben einer die ganze Nacht hindurch die Stunden schlagenden Kirche zu schlafen versucht habe, führt der Weg durch Kößnacht. Globale Richtung: Nordwest. Und von dort weht uns auch der leichte Wind ins Gesicht.

Kurz vor Pillnach biegen wir links ab und nehmen den Weg vor der Autobahn. Es geht durchs Neubruch, immer knapp hinterm Deich, auf teilweise geschotterten Wegen weiter. In Kiefenholz brauchen wir dringend eine Pause, da kommt das kleine Gasthaus dort wie gerufen.
Wer viel Zeit hat, kann, bevor der Weg links Richtung Donau abzweigt, geradeaus weiterradeln, um noch einen Abstecher nach Wörth zu unternehmen. Der dortige Ortskern wird beherrscht von der Expositurkirche Sankt Michael. Im Ortsteil Hofdorf gibt es ein Nostalgiemuseum mit vielen Exponaten aus der Region. Das denkmalgeschützte Haus
samt Nebengebäuden stammt aus der Biedermeierzeit und wurde 1845 erbaut.

Zurück nach Kiefenholz. Der einst hochwassergeplagte Ort profitierte davon, dass 1976/77 die Rhein-Main-Donau AG mit dem Ausbau des Stromes zur Großschifffahrtsstraße begann. Dabei wurde der bestehende Damm erhöht und verstärkt. Die Donau ist seit dem Stau bei Geisling im Bereich Kiefenholz über fünf Meter tief und teilweise gut 500 Meter breit. Quelle 

Auf Höhe Kruckenberg lohnt es sich, mal auf den Deich zu klettern. Von dort öffnet sich ein weiter Blick über die mächtige Donau.

Nun beginnt ein langes, auch bei Skatern sehr beliebtes Stück Weg, das uns unterhalb der imposanten Walhalla gen Donaustauf und weiter nach Regensburg führt.

Über die Walhalla lesen wir bei Wikipedia: "In der Gedenkstätte Walhalla (nach Walhall, „Halle der Gefallenen“) in Donaustauf (Oberpfalz) werden seit 1842 bedeutende Deutsche sowie mit der Geschichte Deutschlands und der deutschsprachigen Völker verbundene Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt. ... Der Architekt Leo von Klenze errichtete den als „Ruhmestempel“ gedachten Bau von 1830 bis 1842 im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern hoch über der Donau bei Regensburg. Die Walhalla entstand im klassizistischen Stil und erhielt die Gestalt eines marmornen griechischen Tempels nach dem Vorbild des Parthenon in Athen. Benannt ist sie nach Walhall, der Wohnstatt der tapfersten gefallenen Krieger in der germanischen Mythologie."

Ein Besuch der Walhalla lohnt sich, auch wegen der schönen Aussicht über die Donau. Nun ist es nicht mehr weit bis Regensburg. Über die Steinerne Brücke, die aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt, radeln wir in die vom mächtigen Dom überragte Altstadt. Diese gehört seit dem 13. Juli 2006 zum UNESCO-Welterbe. - 2008 hatte Regensburg, Regierungssitz der Oberpfalz und Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg, 133.500 Einwohner.

Wir radeln durch die Gassen, wo ein buntes, nahezu südländisches Treiben herrscht. Kein Wunder, hat die Stadt doch immerhin drei Hochschulen und entsprechend viele Studenten. Zudem ist sie Bischofssitz der römisch-katholischen Diözese Regensburg.

Angesichts des Doms kommt man sich ziemlich klein vor. Die beiden 105 Meter hohen Türme des Regensburger Domes, einem Hauptwerk der Gothik in Süddeutschland, sind wahrlich beeindruckend. Eigentlich muss man in dieser Stadt Quartier nehmen und sich viel Zeit lassen. Regensburg verfügt nämlich über 1500 denkmalgeschützte Gebäude. Davon bilden 984 im historischen Kern das Ensemble „Altstadt mit Stadtamhof“. Die Stadt hatte Glück und blieb im Zweiten Weltkrieg von Bomben weitgehend verschont.
Sehenswürdigkeiten in Regensburg

Eine wirklich tolle Stadt! Durch den Besuch auf den Marktplatz waren wir ernährungstechnisch in Sachen Vitaminen bestens versorgt. Aber wie das Leben manchmal so spielt, hält es manche Verlockung am Wegesrand bereit. So auch das "Schwalbennest", einen urgemütlichen Biergarten in Sichtweite der riesigen Autobahnbrücke bei Sinzing. Da muss man einfach einkehren. Ich nehme Bratwürstl mit Kraut und bin damit satt für den Weg zu unserem Quartier. Wir radeln auf sehr gutem Untergrund weiter, der Straße über Matting. In Bad Abbach queren wir über eine filigrane Hängebrücke den Strom. Trotz des immer noch herrschenden Gegenwind genießen wir die restlichen Kilometer bis Kelheimwinzer, wo wir direkt neben der Barockkirche und nur 50 m vom Donauradweg entfernt unser Quartier beziehen. Der Hausherr hat früher für eine Firma aus der Nähe Hannovers gearbeitet. So kommen wir schnell ins Gespräch.

Übernachten am Donauradweg Kelheim-Kelheimwinzer 

Der Abend ist für einen Besuch des etwa 4 km entfernten Städtchens Kelheim reserviert, wo der Main-Donau-Kanal in die Donau mündet. Unser Mitradler Thomas feiert an diesem Abend seinen 44. Geburtstag und lädt uns ein in die Brauereigaststätte von Schneider Weiße. Es wird ein lustiger Abend.

Der Donaudurchbruch

Der nächste Morgen verlangt Pünktlichkeit, denn wir wollen mit dem Donauschiff den Donaudurchbruch nach Weltenburg "bezwingen". Die Plackerei über den Berg muss man wirklich nicht haben. Daher sind wir schon um 9 Uhr am Schiffsanleger. Es ist wirklich ein Genuss, einen Radeltag so zu beginnen. Langsam gleitet das Schiff unterhalb der Befreiungshalle durch das immer enger werdende Tal. An den felsigen Böschungen sehen wir Heiligenfiguren. Hier hat die Kraft des Wassers den Strom sich tief eingraben lassen. Und auch heutzutage zeigt die Donau alle paar Jahre ihre ganze Kraft. Im Kloster Weltenburg, das wir nach knapp dreiviertelstündiger Fahr erreichen, sind dann regelmäßig die unteren Stockwerke überflutet.
Es wimmelt selbst zu dieser frühen Stunde von Touristen. Wir haben Sonnabend. Ein Weltenburger Klosterbier direkt an der Quelle zu probieren, ist Ehrensache. Denn zuhause schmeckt es einfach nicht so gut wie mit Blick auf die Klostermauern.

Hier befinden wir uns an einer wirklich interssanten Stelle, über die es im Internet viel zu erfahren gibt, u.a. beim Wissenportal Wikipedia:
"Die Kalkstein-Formationen tragen phantasiereiche Namen wie die drei feindlichen Brüder, Räuberfelsen, Kuchelfelsen, Bayerischer Löwe, Bischofsmütze, Zwei Sich-Küssende, Römerfelsen, Peter und Paul, Bienenhaus (ein Stein mit Höhlungen wie Bienenwaben), Napoleons Reisekoffer (den er vergessen haben soll beim Rückzug).
Vor Kelheim befindet sich das Klösterl, ein auf eine Einsiedelei von 1450 zurückgehendes ehemaliges Kloster, dessen 1603 neu erbaute Höhlenkirche mit natürlichem Felsdach und stark beschädigten Fresken im Inneren eine Besonderheit unter den europäischen Felsenkirchen darstellt.
Das ursprüngliche Tal der Donau war das Altmühltal. Erst seit der Rißeiszeit änderte die ursprünglich weiter nördlich entlang der Linie Wellheim – Dollnstein – Eichstätt – Beilngries – Riedenburg fließende Urdonau (in diesem Abschnitt auch Altmühldonau genannt) ihren Lauf und benützte nunmehr die durch die rückschreitende Erosion bereits vorbereitete Weltenburger Enge; die Donau ist insoweit also nicht aktiv durchgebrochen." Quelle und mehr: Wikipedia 

Kloster Weltenburg
Das um 620 gegründete Kloster gilt als das älteste Kloster in Bayern und liegt auf einer Donau-Halbinsel am Eingang des wild-romantischen Donaudurchbruchs. Im 8. Jahrhundert übernahmen die Mönche die Regeln des Hl. Benedikt. Wechselvoll und gleichzeitig faszinierend stellt sich die Geschichte des Kloster Weltenburg dar. Heute sehen die derzeit 14 Mönche der Benediktinerabtei ihre Aufgaben vor allem in der Pfarrseelsorge und in der Gästebetreuung. Quelle: tourismus-landkreis-kelheim.de 

Nach Neuburg
Hinter Weltenburg nehmen wir die Straße Richtung Staubing, von wo es nun bergauf geht in ein stattliches Hopfenanbaugebiet. Vorbei am Kurort Bad Gögging führt der Radweg nun Richtung Neustadt an der Donau. Dort habe ich auf meiner ersten Donautour übernachten. Es war das Jahr 1999, als beim Donauhochwasser der Deich brach und einen Teil der Stadt überflutete. Damals roch es heftig nach Heizöl, und auf einem Platz lagen jede Menge abgesoffener und ausgebauter Tanks. Es war ein immenser Schaden. Ein Textilgeschäft war bis unter die Ladendecke abgesoffen. Mehrere Fahrgeschäfte des Volksfestes soffen ebenfalls ab, weil der Abbau nach dem Deichbruch nicht mehr möglich war.

Bei Wikipedia lesen wir: "Die Altstadt von Neustadt ist bis heute noch in ihrem historischem Kern erhalten. Sie ist, mit Ausnahme des süd-östlichen Teils, der so genannten Löwengrube, typisch für eine wittelsbacher Stadtgründung, weitgehend geprägt von regelmäßiger Anlage und quadratischem Grundriss. In der Löwengrube wird die ursprüngliche Siedlung Trephenau vermutet. Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch einige Stadtmauerpartien, die Graben-Wall-Anlagen sowie drei Türme erhalten. Die drei Stadttore wurden im 19. Jahrhundert abgetragen.

In dieser Zeit wurde der Stadtwall mit einer Bepflanzung versehen, so dass die Altstadt heute von einer mächtigen Kastanienallee umrahmt ist. Hierbei ist ein Grünzug entstanden, der einzigartig ist in seiner Art. Sehenswert ist das Schiff der gotischen Stadtpfarrkirche St. Laurentius sowie das ebenfalls gotische Rathaus. Der Turm der Stadtpfarrkirche wurde im 2. Weltkrieg zerstört und Ende der 1940er durch einen Neubau ersetzt." Quelle 

Bei Wöhr queren wir die Donau und radeln über Pförring und Wackerstein mit seinem Schloss nach Vohburg, wo wieder das Ufer gewechselt wird. Der Burgberg mit Schlossruine überragt die zum Kreis Pfaffenhofen gehörende Stadt Vohburg. 

Bei Wikipedia efahren wir: "Der Burgberg beherbergt meist sakrale und historische Gebäude: die Peterskirche, den Friedhof, die Überreste der Vohburg, das Pflegschloss, alte Stadel und Keller, den Wasserturm und im Süden den Pfarrhof.

Vor der allgemeinen Elektrifizierung im 20. Jahrhundert nutzten die Bewohner der Hänge des Burgbergs kleine Höhlen und Verschläge, um im kühlen Felsmassiv Nahrung zu lagern. An der Ostseite des Bergs befinden sich größere Keller, die in den Burgberg hineinreichen und auf denen von den Anwohnern terrassenartig Gärten angelegt wurden. Diese Terrassierung zeigt sich auch rund um den Burgberg." Quelle 

Nach Ingolstadt

Nun folgt der Radweg dem Donauufer flussnah, wechselt bei Großmehring noch einmal das Ufer und erreicht hinter der Eisenbahnstrecke das Zentrum der mit 123.925 Einwohnern nach München zweitgrößten Stadt Oberbayerns: Ingolstadt - bei Audi-Fahrern ein Begriff. 1945 richtete die „Auto Union AG“ in der Stadt ein Ersatzteillager ein. Da der Stammsitz in Chemnitz und seinen Außenwerken in Zwickau und Zschopau in der sowjetisch besetzten Zone lagen, konnte aufgrund von Demontage und Auflösung dort nicht mehr produziert werden. Aus dem Grund errichtet die AUTO Union in Ingolstadt eine neue Fabrikationsanlagen in der Friedenskaserne ein. Hier lief 1949 die Produktion des bis zum Kriegsende in Zschopau gefertigten DKW-Schnelllaster an. Damit gelang Ingolstadt der Eintritt in die Automobilherstellung. 1950 folgte ebenfalls aus Chemnitz die „Schubert & Salzer Maschinenfabrik AG“, die bereits 1938 Mehrheitseigner der „Despag“ geworden war.

Die Stadt ist schon sehr alt: Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts findet sich in der Reichsteilungsurkunde Karls des Großen, der Divisio Regnorum vom 6. Februar 806.

Am 13. März 1472 wurde Ingolstadt Sitz der ersten bayerischen Universität. Die im Jahr 806 erstmals erwähnte Stadt feierte 2006 das 1200-jährige Jubiläum und besitzt eine weitgehend erhaltene historische Altstadt.
Der Wasserstand der Donau beträgt in Ingolstadt bei Niedrigwasser 96 Zentimeter, während der langjährige mittlere Wasserstand bei 218 Zentimetern liegt. Beim Jahrhunderthochwasser im Mai 1999 lag der Pegel bei 748 Zentimeter. Im Bereich der Stadt Ingolstadt ist die Donau zwischen 80 und 100 Meter breit, wobei sie bei der 1971 errichteten Staustufe in einem Stausee auf maximal 500 Meter Breite gestaut werden kann. Quelle: Wikipedia

Bei der Staustufe queren wir wieder den Strom und radeln entlang eines Waldgebietes und der Bahnstrecke nach Weichering. Nun wird es einsamer, bis plötzlich vor uns im Auwald das Jagdschloss Grünau auftaucht.

Dazu heißt es bei Wikipedia: "Das Jagdschloss Grünau liegt etwa sieben Kilometer östlich von Neuburg an der Donau im größten zusammenhängenden Auwaldgebiet Mitteleuropas.
Der Wittelsbacher Pfalzgraf Ottheinrich ließ das Jagdschloss für seine Ehefrau Susanna von Bayern errichten. Der Baubeginn des im Renaissance-Stil errichteten Schlosses erfolgte etwa 1530, die Fertigstellung 1555. Die Fresken in den oberen Stockwerken wurden meist von Jörg Breu dem Jüngeren geschaffen.

Ursprünglich wurde Grünau als Wasserschloss erbaut, allerdings sind die Gräben inzwischen verlandet. Heute befindet sich das Jagdschloss im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds." Quelle und mehr

Nach Donauwörth

Von Grünau führt der Weg schnurgerade westwärts bis zur Donaubrücke in Neuburg. Majestätisch thront das Schloss über der Stadt.
Auf der Homepage der Stadt lesen wir: "Neuburg an der Donau war seit 1505 Haupt- und Residenzstadt des neugegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg. Sein erster Pfalzgraf, Ottheinrich (1502 – 1559), verkörperte den typischen weltoffenen Renaissancemenschen. Er verschaffte dem neuen Geist in Architektur und Kunst, Politik und Wirtschaft auch in seiner Residenz Geltung. 1522 begann Neuburgs glänzendste Zeit, und es entstanden Residenzschloss, Hofkirche, Schlosskapelle und das Jagdschloss Grünau." Quelle 

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel queren wir wiederum die Donau und radeln nun ab Riedensheim bergan. Der lange Anstieg wird durch eine schöne Aussicht belohnt. Vorbei an Rennertshofen erreichen wir Bertoldsheim mit seinem Barockschloss (mehr Informationen rechts weiter unten). Dort kehren wir noch einmal im uns bereits bekannten Biergarten ein, ehe wir in Marxheim nach einem langen Tag unser Quartier erreichen. 

Tipp: Zunächst fahren wir auf der Straße gen Marxheim. Vor dem Wald kann man links abbiegen und entflieht so dem Autoverkehr bis kurz vor Ortseingang. Schöne Walddurchfahrt!


Kunst in Leitheim

Von dort ist es nicht mehr allzu weit nach Donauwörth. Allerdings darf man sich nicht erschrecken, denn nach der ersten Biegung in Marxheim stehen wir gleich vor einer längeren Steigung. Aber wir haben ja gut gefrühstückt und sind ausgeruht, so dass wir den Schlossberg leicht bezwingen. Kurz hinter Lechsend beginnt dann der Anstieg nach Leitheim, zum Glück nicht mehr auf der Straße, sondern auf einem separaten Radweg. Vom Schloss Leitheim, das in Privatbesitz ist und gelegentlich für Kunstausstellungen genutzt wird, hat man einen schöönen Blick über das Donautal.

Über Altisheim und, im Ort abbiegend Richtung Lehenfeldsee an den Donaudeich, geht die Fahrt weiter. Hinter Zirgesheim unterqueren wir die Autobahn und rollen nach Donauwörth hinein. 

Auf der Homepage der Stadt erfahren wir: In der Mitte von Deutschlands bekannter Ferienroute, der "Romantischen Straße" trifft man am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz auf Donauwörth, die "Bayerisch-schwäbische Donauperle an der Romantischen Straße".

Die Heilig-Kreuz-Kirche liegt beherrschend oberhalb des Talrandes am westlichen Abhang des Stadtkerns. Interessant ist der mit der Steigung der Straße abfallende Kirchenbogen - eine natürlich erhöhtee Tribüne sozusagen.



Bei Wikipedia ist u.a. zu lesen: Das Deutschordenshaus in Donauwörth ist eine der ältesten Niederlassungen des Deutschen Ritterordens. Der Orden wurde 1197 gegründet.

Die Reichsstraße bildet das Kernstück der Stadt. Ihren Namen verdankt die Straße der Tatsache, dass sie Bestandteil der Straße des Heiligen Römischen Reiches war, die die Reichsstädte Nürnberg und Augsburg miteinander verband. Sie ist heute Teil der Romantischen Straße. Entlang der Straße steht ein Ensemble bürgerlicher Giebelhäuser. Durch die Bombenangriffe am 11. und 19. April 1945 wurde die Reichsstraße nahezu vollständig zerstört. Der originalgetreue Wiederaufbau begann 1946.
Als letztes von vier großen Ausfalltoren der Stadtmauer ist das Rieder Tor erhalten geblieben. Das Gebäude in seiner heutigen Erscheinung stammt aus 1811. Es beherbergt heute das „Haus der Stadtgeschichte“. Quelle 

Fotos: Dieter Hurcks

Eine Seltenheit bietet die Kath. Stadtpfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau“, deren Innenraum die Steigung der Straße nachvollzieht und um 120 cm abfällt, so dass die hinten Sitzenden zum Altar einen Blick wie von einer Tribüne haben. In diesem gotischen Backsteinbau läutet die „Pummerin“, die mit 131 Zentnern schwerste Glocke in Schwaben.

Weitere Sehenswüdigkeiten sind das Käthe-Kruse-Puppen-Museum im ehemaligen Kapuzinerkloster an der Pflegstraße und die im gleichen Gebäude untergebrachte Werner-Egk-Begegnungsstätte, die das Werk des weltbekannten Komponisten (1901 bis 1983) pflegt. Aus einer Audio-Anlage kann der Besucher aus 18 Stunden Egk-Musik Hörproben auswählen. Der Stadt widmete Egk („Die Zaubergeige“) 1982 sein einziges Streichquartett „Die Nachtigall“. Auch ein Denkmal am Stadtwall sowie der Werner-Egk-Kulturpreis erinnern an den Komponisten.
Ein prachtvolles Ensemble bildet das ehemalige Benediktinerkloster, dessen Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die barocke Heiligkreuzkirche überragt die gesamte Stadt. Das Rathaus mit seinem mittelalterlichen Charakter und das prächtig ausgestattete Fuggerhaus lohnen ebenso ein Verweilen wie das Tanzhaus, heute Archäologisches Museum.
Quelle: www.donauwoerth.de 

Mehr über die Sehenswürdigkeiten von Donauwörth hier

Teil 1 (Passau-Straubing) - Teil 3 (Donauwörth-Ulm)

Radwanderführer

Donauradweg Passau-Wien

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Idyllisch: Donau bei Kiefenholz.



Stattlicher Strom: Donau bei Friesheim.



Die Walhalla konserviert deutsche Geschichte.



Blick auf die alte Brücke in Regensburg - die älteste noch in Betrieb befindliche Brücke Deutschlands.



Nahe des Regensburger Domes stärkten wir uns
auf dem Wochenmarkt.




Hier sind Ausgangspunkt und Ziel unserer
Donau-Radtour schon ausgeschildert.



Die Befreiungshalle überragt Kelheim.




Marienfigur im Donaudurchbruch bei Weltenburg.



Mit dem Schiff geht´s leichter als per Rad über
die hohen Felsen.



Kloster Weltenburg kommt in Sicht

Bei Weltenburg.




Hopfenanbaugebiet bei Neustadt/Donau.

Hopfen.




Stadttor in Ingolstadt: Kreuztor.



Jagdschloss Grünau bei Ingolstadt.



Blick auf das Schloss in Neuburg.

Schloss Leitheim

Schloss Leitheim: Der repräsentative Sommersitz und Prototyp eines geistlichen Herrensitzes wurde von den Zisterziensern von Kaisheim 1680-1696 erbaut und 1740-1751 um ein zweites Stockwerk erweitert. Es stellt somit ein herausragendes Werk aus der Blütezeit des bayerischen Rokokos dar. 
Das Schloss ist seit 1835 im Besitz einer Linie der Tucher von Nürnberg und wurde nach der Renovierung 1960-70 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1959 werden im Rokokosaal die „Leitheimer Schloßkonzerte“ durchgeführt.
Quelle: www.tucher-leitheim.de 

Rennertshofen: Die Gründung des Marktes Rennertshofen, zwischen Donau und Jura, ist auf eine alemannische oder aber bajuwarische Gründung wahrscheinlich um das 7. Jahrhundert zurückzuführen. Seit dem 31. Oktober 1335 besitzt Rennertshofen das Marktrecht.

Das Marktstraßen-Ensemble mit barocker Pfarrkirche und Renaissance-Rathaus (1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) und die historische Marktmauer mit noch erhaltenen Tortürmen laden zur Besichtigung ein.

Bertoldsheim: zwischen 1718 und 1730 erbautes dreiflügeliges Barockschloss, ein Meisterwerk des Eichstätter Baumeisters Gabriel de Gabrieli (Bauherr war der kaiserlich und kurpfälzische General Freiherr Fortunat von Isselbach). Ein Abstecher lohnt, jedoch ist der Innenbereich des Schlosses nicht zugänglich. Quelle: www.rennertshofen.de 



Abendstimmung an der Donau bei Marxheim.



Bei Leitheim, kurz vor Donauwörth, wird´s nochmal richtig hügelig.

Stadtkirche Donauwörth.



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