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Autor: Dieter Hurcks Copyright 7/2004

Aller-Radweg (West)

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland


Vielfältig die Landschaft, erlebnisreich die Städte und Dörfer entlang dieses fast 300 km langen Radfernwegs. Wer möchte, kann von Seehausen aus seine Radtour bis Magdeburg verlängern. Dann besteht die Möglichkeit, auf dem Aller-Elbe-Radweg wieder zum Allerradweg zurück zu fahren. Die Aller, oft auch als Fluss der 100 Quellen bezeichnet, führt den Radwanderer über eine Strecke mit immer neuen Eindrücken durch Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Teil 2: Allerradweg-Ost: Von Celle ins Quellgebiet

Von Celle nach Verden

Eine Tour für jedermann, vor allem bei Ostwind

Im Jahre 2004 wurde der Allerradweg fertig gestellt. Das Teilstück von Celle nach Verden führt durch reizvolle, ruhige Landschaften und eignet sich vor allem für Familien und weniger Durchtrainierte Radler. Konditionsstarke schaffen die 124 km auch an einem Tag. Jedoch sollte man sich eine Stadt wie Celle schon etwas genauer anschauen, sich viel Zeit nehmen und evt. dort übernachten.

Ein heißer Sommertag, der einen frühen Start bei noch annehmbaren Temperaturen nahelegt. Von Burgdorf, dem Ausgangspunkt der Niedersächsischen Spargelstraße und des Spargelradwegs, führt die Fahrt über Ehlershausen nach Wietzenbruch und weiter nach Hambühren, wo wir den Aller-Radweg erreichen. Der Landkreis Celle hat im Frühjahr 2004 nicht nur die Wege hervorragend ausgeschildert, sondern diese vielfach für Fahrradfahrer erst benutzbar gemacht.

Übernachten in Celle

So geht die Fahrt nicht mehr über staubige Sandpisten, sondern über gut befahrbare naturgebunde Oberflächen. Die Schilder des Aller-Radwegs, an dessen Herrichtung sich natürlich auch die anderen davon tangierten Landkreise beteiligt haben, sind durchweg gut sichtbar angebracht. Zwei Schleusen und Wasserkraftwerke am Wegesrand, in Oldau hinter Hambühren und in Marklendorf, lohnen einen Besuch, zumal man dort auch gut ein Päuschen einlegen kann.

Kurz vor Südwinsen erinnern die Prinzensteine an eine entscheidende Schlacht des 20-jährigen Lüneburger Erbfolgekriegs im Jahre 1388. Diese Steine befinden sich 100 m links hinter der Kreuzung, wo der Radweg nach rechts abschwenkt. In Südwinsen an der Hauptstraße angekommen, muss man das Schild erst suchen, das links hinter dem blumengeschmückten Hotel nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Jedenfalls biegen wir dort, wo die Straße rechts in den Ort Winsen/Aller hineinführt, links ab und folgen in der leichten Linkskurve dem nach rechts abzweigenden Radweg nach Wietze.

Versteckter Fluss 

Die Aller hat sich tief ins Land eingegraben und ist daher für den Radfahrer nur selten sichtbar. Sandiger Boden, meist mit Nadelgehölz bewachsen, begleitet uns. "Verden 80 km" steht auf dem Radwegweiser in Südwinsen. Auf und ab und kurvenreich folgt der Weg durch den Kiefernwald der hügeligen Topografie. Wer möchte, kann einen Abstecher zum Erdölmuseum nach Wietze unternehmen. Es lohnt sich!

An einer ehemaligen Mülldeponie geht's scharf links und hinter einem Bohrbetrieb wieder rechts. Hier hat man anscheinend zwei Schilder eingespart - oder wurden diese einfach "nur" geklaut? Das nächste Schild zeigt einem jedoch, dass man noch auf dem richtigen Weg ist.

Der Fährweg führt nach Jeversen, die Allerbrücke ebnet den Weg nach Thören (wohin wir diesmal aber nicht wollen!).

Hinter Jeversen, wo der Weg mal ein bisschen holprig, aber dankenswerter Weise schattig ist, gelangen wir nach Marklendorf. Hier befindet sich knapp 2 km außerhalb des Dorfes ein 1908 gebautes Wasserkraftwerk, das aber immer noch in Betrieb ist. Davor lädt ein schöner Rastplatz zum Verweilen ein. Leider gibt es keine Restauration an diesem idyllischen Ort. Im Dorf bietet ein Bauernhof Gästezimmer an.

Weiter geht die Tour vorbei an Buchholz und, entlang einer lauten Straße, der B 214, nach und durch Schwarmstedt. Ab Gilten laufen Aller- und Leineradweg parallel und die Wegequalität wird ein wenig schlechter.

Kurz vor Grethem mündet die Leine in die Aller. Ein paar Kilometer weiter, in Ahlden, sollte man einen Blick in den Garten des Schlosses riskieren, das sich allerdings in Privatbesitz befindet und ansonsten - außer für Kunstliebhaber mit dicker Brieftasche (Kunstauktionshaus) - nicht zugänglich ist. Zwei Restaurants bieten Gelegenheit zu verweilen. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Alte Leine.  

Auf einer ehemaligen Bahntrasse, von der ab und an noch ein paar verblichene Schilder zeugen, rollt es sich zügig und schattig gen Rethem. Dennoch nehmen wir vorher noch einen kleinen Umweg über Bosse und Frankenfeld in Kauf, denn in Bosse gibt es ein Lokal mit wunderschönem Garten, wo der müde Radler bei Kaffee und Kuchen oder Waffeln mit heißen Blaubeeren wieder Kraft tanken kann: den Allerhof der Familie Rodewald.

Das Fährhaus Westen ist anscheinend nur selten besetzt. So radeln wir links des Flusses weiter gen Verden, überqueren dort die Aller und erreichen bald den Ortsteil Eitzen, wo es einige für Normalverdiener erschwingliche Radlerquartiere gibt.

Fazit: Eine schöne Tour, die man natürlich auch auf zwei Tage aufteilen kann. Zum Beispiel mit Übernachtung in Schwarmstedt. Diese Tour lässt sich natürlich ausbauen, zum Beispiel von Celle über Gifhorn bis nach Magdeburg (noch nicht fertiggestellt) oder von Verden zurück auf der anderen Allerseite.

 

Teil 2: Allerradweg-Ost: Von Celle ins Quellgebiet

Über den Allerradweg von Celle bis zur Elbe ist eine DVD erschienen: 
"Von der Leine bis zur Havel" - zur DVD-Übersicht

Radwanderführer

  

 

weitere Radel-Bücher u.a. finden Sie hier

 

 

 

 

LINKS 

Allerradweg Verden - Region Celle

Kartensystem für Radler --- Quartiere heideurlaub.de

Erdölmuseum Wietze - Allerfähre Westen-Otersen

www.spargelradweg.de

Video-Trailer zur DVD "Aller von Verden nach Seehausen"

Video vom Allerradweg Celle-Verden bei YouTube

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Spickzettel
Route:
Aller-Radweg
Start/Ziel:
Quelle bei Seehausen (Sachsen- Anhalt), Mündung in die Weser bei Verden 
Bahnanreise:
Start ab Bf. Magdeburg oder Celle, je nach gewählter Fahrtrichtung; Teil 1: ab/bis Verden oder Celle
Länge:
260 bis 300 km
Schwierigkeit: Celle-Verden kaum Steigungen, Celle-Quellgebiet teils ziemlich heftige Steigungen (siehe Bericht) 
Übernachten: Quartiere siehe Bericht(e)
Internet: offizielle Homepage - Niedersachsen
Radwanderführer: siehe unten - Trailer

Gut beschildert: der Allerradweg.

Wasserkraftwerk Marklendorf.

Windmühle zwischen Ahlden und Gilten.

In Privatbesitz: Schloss Ahlden.

Idyllischer Kaffeegarten in Bosse, direkt am Allerufer gelegen.

Aller bei Westen nahe des Fähranlegers. Die Fähre fährt allerdings nur selten.

Blick über die Dächer der Dom- und Reiterstadt Verden. Wenig später mündet die Aller in die Weser.

Offizielles Handbuch mit vielen Adressen und Informationen. anfordern hier

DVD zum Allerradweg über Wolfsburg, Haldensleben nach Genthin