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Autor: Dieter Hurcks Copyright 9/2012

DFR: 820 km von Aachen nach Bielefeld
Die Deutsche Fußball-Route NRW nutzt auf ihren rund 820 km viele bereits bestehende Radwege. Teil 3 des Erfahrungsberichts beschreibt die Strecke von Hattingen an der Ruhr bis Duisburg sowie lang durch das ganze Ruhrgebiet nach Münster und Bielefeld. Dabei werden einige bedeutende Fußball-Arenen besucht. Teil 1 - Teil 2 - Teil 4 - Teil 5 - YouTube

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Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

DFR (3): Von Hattingen
über Duisburg nach Essen

Auf dem Ruhrtal-Radweg zurück zum Rhein und weiter durchs Revier nach Essen-Karnap
 
Die ersten beiden Teile der Deutschen Fußball-Route haben die Tour vom Ausgangspunkt in Aachen über Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Düsseldorf und Wuppertal nach Hattingen an der Ruhr beschrieben. Der folgende Teil schildert die Erfahrungen des Autors auf dem Weg von Hattingen entlang der Ruhr zurück zum Rhein und dann gen Osten u.a. auf der Route der Industriekultur nach Essen.

Ab Hattingen verlaufen die Kaiser-Route, die Aachen mit Paderborn verbindet, und die Deutsche Fußball-Route sowie der Ruhrtal-Radweg vielfach parallel. Zwischen Hattingen und Essen schlägt die Ruhr einige beindruckende Bögen. Der Radweg bietet schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Auf den Höhenzügen sieht man die eine oder andere Burg ins Tal hinab grüßen.

Von Hattingen nach Duisburg

Bei Heisingen beginnt der Baldeneysee, eine der großen Freizeitoasen des Ruhrgebiets. Den See kann man beiseitig befahren. Klar, dass es hier in Sachen Gastronomie eine große Auswahl gibt. Ich wechsele ans Südufer und genieße den weiten Blick übers Wasser. Linker Hand warten die Wagen der Hespetal-Museumseisenbahn auf ihren Einsatz. Rechts taucht bald die imposante Villa Hügel auf, die der Stahlbaron Krupp einst errichten ließ. Gegen 15 Uhr erreiche ich den Biergarten Rote Mühle, der so schön nund ruhig liegt, dass man einfach einkehren muss. Auf der anderen Ruhrseite liegt sieht man den Förderturm der ehemaligen Zeche Heinrich in Essen-Überruhr.

Nur wenige Kilometer weiter erreiche ich Essen-Kettwig, ein wunderschönes kleines Städtchen mit Unter- und Oberstadt. Ein Besuch lohnt sich. Anschließend führt die Route über die Ruhrbrücke und nach etwa dreihundert Metern wieder scharf rechts zum nicht asphaltierten Mintarder Weg. Auf meiner Karte ist eine Alternativstrecke rechts des Flusses eingezeichnet ("ab 2012"). Ich bleibe aber linksseitig.

Schon von weitem ist die das Ruhrtal überspannende Mintarder Autobahnbrücke zu sehen, unter der sogar Wohnhäuser stehen - eine etwas komische Vorstellung für mich, wenn über meinem Kopf bei Tag und Nacht der Verkehr hinwegbraust ... Hinter Mintard verläuft, unter anderem durch das Gelände eines Reiterhofes, ein Feldweg bis fast nach Mülheim. Die schön über der Ruhr gelegene Jugendherberge, wo ich auch schon übernachtet habe, bekommt gerade ein neues Dach.
Gegen 17 Uhr bin ich bei meinem in der Oberstadt gelegenen Quartier. Die Strecke von Hattingen nach Mülheim beträgt etwa 52 km.

Nach Essen-Karnap

Morgens beim Bäcker in Mülheim geht es ganz familiär zu. Man kennt sich eben im Viertel. Da mein Quartier ohne Frühstück ist, setze ich mich dazu und lasse mir die Brötchen eben schmieren - auch zwei für unterwegs. Klappt super und ist preiswert. Dann geht es los. Da das Quartier auf dem Berg liegt, rolle ich entspannt bis hinunter zur Ruhrbrücke am Schloss Broich und weiter ins NSG Styrumer Ruhraue. Leicht zu finden: Gleich hinter der Ruhr geht es rechts ab, dann den Wegweisern nach.

Hier "unter den Straße" offenbaren sich wieder deutlich die schroffen Gegensätze, die im Ruhrgebiet herrschen: Vor mir ein wunderschönes Biotop mit nach Futter tauchenden Schwänen, aber nebenan die laute Autopiste. Man kann im Revier nicht alles haben. Über eine Robinienalle erreiche ich die Camera Obscura und das Schloss Broich, die Höhepunkte dieses Stücks Ruhrtal-Radweg (RTRW). 

Direkt am Ruhrufer inmitten der Stadt steht die älteste, aus spätkarolingischer Zeit erhaltene Burganlage nördlich der Alpen. Eine Burg wurde an dieser Stelle vor über 1.100 Jahren zum Schutz vor den Normannen errichtet. Aus der wehrhaften Burg erwuchs im Laufe der Jahrhunderte das heutige Schloss Broich. Vor über 200 Jahren weilte die spätere preußische König Luise hier bei ihrer Großmutter zu Gast, heute dient das imposante Gebäude profanen wie auch festlichen Zwecken. Hier gibt es mehr Infos und ein Video

Einen ausführlichen Bericht über diesen Teil des Ruhrtal-Radwegs finden Sie hier.

Der Weg führt zunächst auf Mülheimer Gebiet an einem Stadion vorbei: dem Ruhrstadion. 

Das Ruhrstadion Mülheim ist inzwischen nur noch die drittgrößte Sportstätte in Mülheim an der Ruhr. Das Stadion findet sich im Stadtteil Styrum, direkt zwischen der A 40 und den Bahngleisen Richtung Duisburg. Das Stadion wurde 1925 mit einer Leichtathletikbahn und einem Rasenspielfeld errichtet.

In den 1970er Jahren spielte der 1. FC Mülheim in der zweithöchsten Spielklasse. Zu dieser Zeit wurde das Stadion mit einer überdachten Tribüne mit 2.000 Sitzplätzen ausgestattet. Das Fassungsvermögen betrug zu dieser Zeit 20.000 Plätze.

Ende des vergangenen Jahrhunderts drohte das Stadion zu verfallen und wurde saniert. Die Stehränge in den Kurven wurden beseitigt und nur auf der Gegengerade einige Stehtraversen gebaut. Das zu dieser Zeit 6.000 Zuschauer fassende Stadion war bis 2008 Austragungsort der Heimspiele des nun aufgelösten Landesligisten Galatasaray Mülheim.

Seit der Saison 2010/11 nutzt der erfolgreichste Mülheimer Fußballverein, der VfB Speldorf, das mittlerweile nur noch 2.500 Zuschauer fassende Stadion. Quelle: Wikipedia

Theater Duisburg: Die Vorderfront erinnert an die Tempeleingänge
der Antike. Über den sechs ionischen Säulen ruht der Dreiecksgiebel, auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller aus der "Huldigung der Künste" steht:
Mit allen seinen Tiefen seinen Höhen
Roll ich das Leben ab vor Deinem Blick,
Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen
So kehrst Du reicher in Dich selbst zurück.
Das könnte auch für die Radtour auf der Deutschen Fußball-Route gelten ...

Nach Duisburg 
Hinter der Bahn liegt der  Ruhrpark in Oberhausen-Altstaden am Weg, dann radele ich wieder an der Ruhr entlang, danach durch Wohngebiete und neben einer Schnellstraße. Abwechslungsreich. Mit der "Rekultivierung" des Ruhrparks wurde übrigens Anfang der 50er Jahre begonnen. Der Ruhrpark war in den Jahren 1939 bis 1945 ein Gemüse- und Kartoffelacker.

Unmerklich erreiche ich Duisburg, weil hier im Revier die Stadtgrenzen kaum wahrnehmbar sind. Dann kommt die Stelle, wo sich die Deutsche Fußball-Route (DFR), die ich nun weiterverfolge, und der Ruhrtal-Radweg (RTRW) trennen. Die DFR führt zunächst (bergan) zum Zoo und dann durch den ebenfalls mit Steigungen angereicherten, unerwartet weitläufigen und mit Steigungen bestückten Duisburger Stadtwald - vorbei am Haus Wolfsburg der Katholischen Akademie - auf einem holprigen Weg über die A 3 bis zur Autobahn 59, dann entlang der Wedau mit Regattastrecke und Stadion, um in Kaßlerfeld wieder die Ruhr zu erreichen. Vorher wird noch der Binnenhafen tangiert. Man muss höllisch aufpassen, um nicht die Route zu verlieren. Der Stadtwald ist nur wenig kleiner, als die Eilenriede in Hannover, die zu den größten zusammenhängenden Stadtwäldern Europas zählt.

Im Duisburger Binnenhafen.

Natürlich heißt das Duisburger Stadion nicht (mehr) Wedaustadion, sondern Schauinsland-Reisen-Arena. Auf den Tribünen dieser Arena finden bis zu 31.500 Zuschauer Platz. Der Sportpark Duisburg liegt jetzt übrigens nördlich von Wedau im Stadtteil Duisburg-Neudorf. Im Sportpark, genauer in der an der Stelle des alten Wedaustadions errichteten MSV-Arena, ist der Fußballverein MSV Duisburg beheimatet. Direkt neben der MSV-Arena befindet sich die Eissporthalle Duisburg (Scania-Arena). Quelle und mehr: Wikipedia

Im Legoland beim Duisburger Binnenhafen steht übrigens ein Miniatur-Nachbau des Gelsenkircher Stadions, der Veltins-Arena, an deren Original ich auf der Deutschen Fußball-Route noch vorbeikommen werde.

Hier, gegenüber der Schifferbörse, weist der DFR-Wegweiser zum Landschaftspark Duisburg-Nord (8,9 km). Die schwarzgelben DFR-Einhänger sind immer gleich, so dass der Radler bei manchen derartigen Schilder-Ansammlungen nicht weiß, welche Richtung er nehmen muss, zumal die Ziele auf den Radwegweisern oft gar nichts mit der Deutschen Fußball-Route zu tun haben. Bei anderen Fernradwegen wird das Problem durch unterschiedliche Farbmarkierungen gelöst.


Zum Wendepunkt der Route

Ich schaffe es tatsächlich, vorbei am Haus Ruhrort, genannt 1000-Fenster-Haus, um einige Ecken bis zur Schifferbörse, von deren Biergarten man den Blick über Ruhrmündung und Rheinbrücke schweifen lassen kann. Über diese Brücke sind einst die Stahlarbeiter marschiert, um ihr Stahlwerk Rheinhausen zu retten. Vergeblich!

Die Schifferbörse ist untrennbar mit der Geschichte des Duisburger Hafenstadtteils Ruhrort verbunden. 1901 wurde das prachtvolle Gebäude als Handelsplatz errichtet. Gleich nebenan liegt der Museumsdampfer “Oscar Huber”. mehr

Achtung, aufpassen! Quelle: Radroutenplaner NRW - Am
Rhein in Duisburg kann man sich leicht verfahren!

Hier endet der Ruhrtal-Radweg, während die Deutsche Fußball-Route die Himmelsrichtung ändert. Ging es bislang vorwiegend nach Westen, so ist, nach einem kurzen Stück auf dem Rheindamm gen Wesel, nach der Abzweigung nun Osten die Hauptrichtung des Radweges. Da bislang Westwind herrschte, freue ich mich auf den Rückenwind. Doch er sollte mich nur noch an diesem Tage unterstützen und am nächsten Tag auf Osten drehen - also wieder Gegenwind, was mein E-Bike zum Glück ausgleicht.

Vor mir liegt das riesige Kraftwerk Hermann Wenzel in Laar. Es steht auf dem auf dem Betriebsgeländes des heute zu ThyssenKrupp gehörigen integrierten Stahlwerkes in Duisburg, gelegen zwischen den Stadtteilen Laar und Ruhrort. Das Kraftwerk verbrennt Kuppelgase aus der Stahlherstellung (Hochofengas) sowie Kokereigas aus der nahegelegenen Kokerei Schwelgern. Im Gegenzug zu den Brenngasen werden Hüttenwerk und Kokerei mit Strom und Prozeßdampf versorgt. Elektrische Überschüsse werden in das öffentliche Netz eingespeist. Das Kraftwerk verfügt über eine elektrische Leistung von insgesamt 344 Megawatt. Quelle und mehr

Industrielandschaft: rechts der Eingang zu ThyssenKruppe Steel.

Die Gegend scheint für mich verhext zu sein. Schon vor fünf Jahren auf der Fahrt nach Wesel habe ich mich im Bereich Beeck/Hamborn verfahren. Auch diesmal. An einer Wegegabelung hinter einer zugemüllten Unterführung steht kein Wegweiser.  Ich nehme wohl die falsche Richtung und finde mich nach längerer Odyssee statt beim Landschaftspark Duisburg nördlich von Hamborn wieder. Unterwegs weist ein Schild zum Hüttenwerk Bruckhausen an der Route der Industriekultur. Auch vor dem modernen Eingang von ThyssenKruppe Steel AG stehe ich, wo das Pförtnerhaus verfällt und die Arbeiter durch eine Schleuse mit Chipkarte aufs Gelände kommen. Ein Radler, der eine Gruppe führt, schickt mich durch einen Tunnel - einen ganz besonderen Tunnel, wie ich im Internet recherchiert habe:

<<Der Matena-Tunnel ist ein etwa 400 Meter langer Tunnel, der mitten unter dem aktiven Stahlwerk von Thyssen-Krupp verläuft. Er wurde im Zuge von Werkserweiterungen im Jahre 1911 auf der bestehenden Matena-Straße errichtet. Der Begriff Matena bedeutet "Wiesenaue". Dabei verband diese Straße einst Bruckhausen mit dem kleinen Dorf Alsum am Rhein, das jedoch im zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurde. Sogar eine Straßenbahnlinie führte durch den Tunnel hindurch, noch heute sind Anzeichen von Schienen im Asphalt sichtbar. An Stelle des zerstörten Dorfes befindet sich heute die Schuttdeponie "Alsumer Berg".

Ausgang des Matena-Tunnels.

Das Besondere an diesem Tunnel ist sein ganz eigener Charme, die Baufälligkeit und die Tatsache, dass er insbesondere im Schimanski-"Tatort" häufig eine Filmkulisse war. Durch die Anpassung an die bestehende Straßenführung hat der Tunnel eine sehr eigenartige Form, die man als "organisch" bezeichnen könnte. Der Tunnel ist recht kurvenreich, man kann von einem Ende nicht zum anderen sehen. Er ist mal mehr und mal weniger schmal und hat sogar an einem Ende einen kleinen Abzweig für den Fußgängerweg. Die Straße ist sehr holprig und besteht teilweise aus Pflastersteinen. Hält man sich nicht an die vorgeschriebenen 30 km/h, leiden die Stoßdämpfer enorm.>> Quelle und mehr - Video bei YouTube

Den Landschaftspark Duisburg-Nord finde ich nicht. Dafür habe ich diesen Schimanski-Tatort entdeckt. Da kommt doch Freude auf! Aber wie geht es nun weiter?


Die richtige Route suchen

In solchen Fällen gilt es cool zu bleiben. Ich frage mehrere Leute nach dem richtigen Weg. Jeder hat eine andere Meinung, bis endlich einer überzeugend klingt und mich auf die richtige Fährte bringt. Ich fahre durch einen unheimlichen Tunnel, werde dann nach Meiderich geschickt, biege dort links ab und frage am Ende dieser Straße einen Jogger. Der weiß genau Bescheid, kennt sogar - eine große Seltenheit! - Fahrradwegweiser und schickt mich auf den goldenen Weg zu einer Gabelung, wo ich die Beschilderung der DFR wiederfinde. Ohne dieses "Wunder von Meiderich" wäre ich zum Bahnhof Duisburg und von dort per Bahn nach Hause gefahren. Im Rückblick muss das südlich des Landschaftsparks gewesen sein.

Passiert häufig: Abgesperrte Wege lassen sich fast immer mit
dem Fahrrad passieren. Oft werden nämlich die Absperrungen
am Wochenende nicht abgeräumt. Und eine ausgewiesene
Umleitung gibt es in solchen Fällen fast nie ...  

Trotz der gute zehn Kilometer Umweg bin ich nun guter Dinge. Schnell erreiche ich die Brücke die zum Gasometer von Oberhausen führt. Kurz hinter der Brücke liegt ein super-preiswerter Biergarten, zwischen Kanal und Emscher gelegen, der zur Einkehr lädt.

Der Gasometer ist mehr als ein Industriedenkmal. Seit seiner Stilllegung vor rund zwanzig Jahren hat er sich zum Wahrzeichen der Stadt Oberhausen entwickelt und darüber hinaus zum unübersehbaren Erkennungszeichen einer ganzen Region. Ende der 1920er Jahre erbaut, erinnert Europas größter Scheibengasbehälter eindrucksvoll an die Schwerindustrie, die mehr als ein Jahrhundert lang das Ruhrgebiet geprägt hat. ... Als Denkmal von besonderem Rang ist der Gasometer Oberhausen gleichzeitig einer der Ankerpunkte der „Route der Industriekultur". Quelle und mehr

Nach dieser Pause geht es ohne Probleme weiter bis zum Tetraeder von Bottrop. Da muss ich natürlich unbedingt rauf! Mit dem E-Bike ist das über die Serpentinenstraße kein Problem. Oben angekommen, bin ich beeindruckt von dieser grrazilen wie soliden Stahlkonstruktion. Von oben hat man einen grandiosen Rundblick auf das ganze Ruhrgebiet.

Ich stehe auf der ehemaligen Halde der Schachtanlage Prosper in Bottrop, die die ungewöhnlichste Pyramide im Ruhrgebiet krönt: das Tetraeder. Mit seiner Höhe von 60 Metern oberhalb des 90 Meter hohen Haldengipfels ein sehr ungewöhnliches Bauwerk. Besonders beeindruckend ist der Blick, den man von hier aus über das Ruhrgebiet hat – Schautafeln weisen den Weg! Zum Gipfel der Halde führt die "Direttissima" mit 387 Stufen. Quelle und mehr

Geschafft: Mit dem E-Bike ist der Aufstieg zum Tetraeder kein
Problem.

Vom Tetraeder sind es nur noch wenige Kilometer bis zu meinem Quartier. Unterwegs kehre ich noch in der „Ranch“ des berühmten Fußballers Willi, genannt „Ente" Lippens ein, der wegen seiner originellen Sprachbegabung sein Lokal samt Hotel „Ich danke Sie“ genannt hat. Das EZ kostet dort 45 Euro mitsamt dem Autolärm der nahen B 224. Mein Quartier in Essen-Karnap ist preiswerter, natürlich längst nicht so komfortabel, und zu essen und trinken gibt es dort ebenfalls sehr günstig und gut obendrein. Nur laut ist es dort auch.

Unbedingt anschauen: Fußball im Revier mit Ente Lippens

Schiedsrichter: "Herr Lippens, ich verwarne Ihnen!" - Ente Lippens: "Herr Schiedsrichter, ich danke Sie!" Folge: Platzverweis.

Fazit dieses Tages: Samt der unfreiwilligen, aber äußerst interessanten Rundfahrt um Hamborn (mit viel Industriekultur), sind es statt der geplanten 62 nun 72 Kilometer geworden. Aber die haben mir das Revier, wo ich aufgewachsen bin und bis zu meinem 13. Geburtstag gelebt haben, wieder ein ganzes Stück näher gebracht. Auch die Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommt und die meisten sehr aufgeschlossen Fremden gegenüber sind. Ein bisschen der früheren Mentalität und der Solidarität gegenüber Fremden scheint sich tatsächlich bewahrt zu haben.

Teil 4: Von Essen nach Bielefeld - Teil 1 ab Aachen

Tipp zum Radroutenplaner NRW: Nutzung der App-Funktionen des Radrouten-Planers NRW über den Internetbrowser des Smartphones: Man kann die Funktionen der App des Radroutenplaners auch über den Internetbrowser eines iPhones oder eines Smartphones mit Betriebssystem Android nutzen. Geben Sie dazu folgende Adresse ein: www.radroutenplaner.nrw.de
Kostenloser Download der App für iPhone und Android: market.android.com

Probleme beim Radroutenplaner NRW 
Tipp 2: Um die Schleife im Bereich Duisburg-Bottrop-Gelsenkirchen zu erhalten, müssen ist einen Zwischenpunkt zu setzten (siehe Bild rechts). Zwischenpunkte können Sie auch durch den Klick mit der rechten Maustaste in die Karte einfügen.
Wenn sich beim Speichern kein Name eingeben lässt: Aus dem Screenshots ist ersichtlich, dass Sie den Firefox benutzen. Um das Problem mit dem Namen für den GPS-Track zu lösen, sollten Sie die temporären Dateien, die sich der Browser merkt, löschen.
Dies geht im Firefox unter "Extras"->"neueste Chronik löschen" "Alles" und wählen Sie nur "Cache" (ein Häkchen nur vor "Cache") aus und dann auf "Jetzt löschen" klicken.

 

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Spickzettel
Route:
Detailangaben zur Deutschen Fußball-Route siehe Teil 1  

Ab Hattingen verlaufen viele Radweg entlang der Ruhr Richtung Essen und Duisburg.

Mülheim: Ruhrblick zur Camera Obscura.

Zwischen den Brücken von Bahn und A3 bei Meiderich.

Hier, kurz vor Duisburg, trennen sich Ruhrtal-Radweg und Deutsche Fußball-Route. 

Erstaunlich groß: Stadtwald Duisburg.

Duisburg-Wedau: die berühmte Regattastrecke.

Das Duisburger Stadion an der Wedau. 

Der letzte mit Dampf betriebene Schlepper aus dem Duisburger Hafen liegt bei der Schifferbörse als Museumsschiff vertäut. 

Rheinbrücke nach Moers



Kraftwerk Hermann Wenzel in Laar.

An dieser Stelle geht es vom Rheindamm hinunter nach Osten. Kurz danach Gefahr des Verfahrens: Der Weg macht einen 180-Grad-Schlenker nach rechts.

Hier wird mir klar, dass ich in dieser völlig unübersichtlichen Mischung aus Straßen, Eisenbahnlinien, Hochspannungsleitungen und Fernwärmerohren weit von der richtigen Route abgekommen bin. 

Dieser etwas unheimliche Tunnel bringt mich wieder auf die richtige Fährte.

Endlich wieder ein Wegweiser der Fußball-Route. 

Raffinierte Brücke über den Rhein-Herne-Kanal - im Hintergrund der Gasometer von Oberhausen.

Der Oberhausener Gasometer.

387 Stufen führen zum Tetraeder hinaus.

Vom Bottroper Tetraeder hat man einen weiten Rundblick über das gesamte Ruhrgebiet. Hinten rechts das weiße Dach der Schalker Veltins-Arena. 

Schöner Abschluss eines Radeltages: Natur und Technik am Tetraeder.

Typisches Bergmannshaus in Essen-Karnap. Die Schuppen hinterm Haus mit Taubenschlag werden nur noch selten genutzt und sind oft verfallen.



Video bei YouTube



 

Radeln an Lippe, Ruhr, Erft und Rhein


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Mit gesetzten Zwischenpunkten wird die DFR komplett angezeigt.