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Zwei Bücher stellen die aktiven und historischen Lichtzeichen an Deutschlands Nordsee- und Ostseeküste vor

Leuchttürme - Höhepunkte jeder Radtour
 

Als Leuchtturm wird ein Turm bezeichnet, der ein Leuchtfeuer trägt. Leuchttürme stehen an für die Navigation wichtigen oder gefährlichen Punkten, wo sie der Schifffahrt auch nachts als weithin sichtbares Seezeichen dienen.

Durch ihre Lichtsignale (Leuchtfeuer) weisen Leuchttürme Schiffen den Weg und ermöglichen so die Navigation und das Umfahren gefährlicher Stellen im Gewässer.

Im übertragenen Sinn (Metapher) kann alles als Leuchtturm oder Leuchtfeuer bezeichnet werden, das weithin sichtbar ist, Wirkung erzielt oder Vorbildfunktion hat (Leuchtturmprojekt).

Quelle und mehr: Wikipedia

Wer an Deutschlands Küsten radelt, stößt früher oder später unweigerlich auf einen Leuchtturm. Sicher ergeht es vielen so wie mir auch, dass sie anfangen, sich in diese "Wächter des Lichts" zu verlieben. Nach und nach ist bei mir eine inzwischen schon recht umfangreiche Fotosammlung entstanden. Ähnlich erging es auch Birgit und Frank Toussaint sowie Matthias Hüsch, die aus den vielen Aufnahmen die schönsten für zwei Bücher ausgewählt und mit informativen Texten versehen haben.

So stehen Architektur- und Technikgeschichte neben landeskundlichen Begebenheiten und deutscher bzw. europäischer Geschichte. Auch im Krieg spielten Leuchttürme bisweilen eine wichtige Rolle, wurden teilweise sogar zu Flakstellungen umfunktioniert. Lesenswert sind auch die Partien über das Leben der Leuchtturmwärter, deren Arbeit sich im Laufe der Jahrzehnte mit den Fortschritten in der Technik so weit geändert hat, dass sie eines Tages ganz überflüssig wurden.

In den Büchern werden jeweils sämtliche Leuchttürme vorgestellt, die entlang der deutschen Nordsee- und Ostseeküste stehen. In der Regel wird jedem Leuchtturm eine Seite oder sogar eine Doppelseite gewidmet. Die Texte sind kurz und knapp und verraten doch das Wesentliche. So erfahren wir, dass der Leuchtturm Campen, zwischen Emden und Greetsiel, mit 65 Metern nicht nur der höchste Deutschlands ist, sondern auch das älteste elektrische Licht trägt. Am Ende stehen Deutschlands nördlichste Bauwerke, der Leuchtturm Sylt West (mein Lieblingsturm neben Roter Sand und Westerheversand) und der am Ende des "Ellenbogens" errichtete Sylt Ost. Für windfeste Radler wirklich lohnenswerte Ziele.

Das gilt ebenso für die Seezeichen entlang der Ostseeküste, die ich vor einigen Jahren von Flensburg bis Usedom abgeradelt habe. Wenn der rot-weiße Leuchtturm Falshöft aus dem knallgelben Rapsfeld aufragt, das frische Grün im Mai den Kontrast bildet, dann hat das etwas Unvergleichliches. Eine Besonderheit stellt auch der Leuchtturm Flügge auf der Insel Fehmarn dar. Das höchste Leuchtfeuer befindet sich im Hotel-Hochhaus am Hafen von Travemünde in 114 m Höhe. Gleich davor steht der alte Leuchtturm, dessen Licht durch das 1972 errichtete Hochhaus verdeckt wurde und der somit seine Funktion verlor.

So weckt das Blättern in beiden Büchern unweigerlich Erinnerungen an zwei tolle Radtouren, die man nur jedem Tourenradler empfehlen kann. Einziger Kritikpunkt: Welcher Leuchtturm die Titelseite schmückt, musste man durch Suchen ermitteln, da ich dazu bei den bibliografischen Angaben und anderswo keinen Hinweis finden konnte.

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Radreisebericht "Leuchtturm-Tour" Husum-Sylt

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Leuchtturm Flügge auf Fehmarn - wunderschöne Leuchttürme gibt es auch zwischen Lübeck und Usedom.

Schöne Leuchtturmseiten von Anke und Jens hier

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