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Moderne Navigationstechnik hilft, den richtigen Weg zu finden

GPS am Fahrrad
 

Wie alles im Leben, so hat auch die Navigation mit GPS beim Radeln ihre zwei Seiten. Zweifelsohne ist es von Vorteil, wenn der Radler bei seiner Tour immer auf dem rechten Weg bleibt, andererseits entdeckt man oft die schönsten Stellen gerade dann, wenn man sich verfahren hat. Einerseits ist es schön, wenn man nicht alle paar Kilometer die Karte neu falten und mühevoll in der "Plastiktüte" auf der Lenkertasche verstauen muss, sondern die ganze Tour automatisch auf dem kleinen Bildschirm am Lenker vor dem Fahrer abläuft.
Andererseits erfordert die Navigationselektronik viel Aufmerksamkeit (Batterien voll? Diebstahlgefahr bei Pausen! Langwierige Vorbereitung von Touren), andererseits muss man nicht mehrere Karten oder Radreiseführer mitschleppen und kann sich bei manchen Geräten sogar akustisch warnen lassen, falls man von der Strecke abkommt. Ein Buchtipp:
Tom Bierl und Thomas Rögner: GPS am Fahrrad - Technik und Tourenplanung einfach erklärt, Delius Klasing, 120 Seiten 14,90 Euro, ISBN 978-3-7688-3160-4.

Das reich illustrierte Buch wurde von zwei Radlern mit langer GPS-Erfahrung geschrieben. Sie sind auf dem Mountainbike genau so unterwegs wie mit dem Trekkingrad und sind begeistert von der Technik, ohne deren Nachteile zu unterschlagen. Wer nämlich eine eigene Tour plant, für die es im Internet oder sonstwo noch keine Strecken herunter zu laden gibt, der muss zunächst seine Hausaufgaben machen und die gesamte Tour am Computer selbst erstellen.

Wie das geht, was man dazu braucht, welche GPS-Geräte und welches Kartenmaterial für welchen Einsatzzweck am sinnvollsten sind und welche Ausstattung sich für Einsteiger empfiehlt, erfährt der Leser hier aus erster Hand. Wer in Deutschland auf beschilderten Radwegen fährt, braucht kein GPS. Wer aber mit dem Rad durch einsame Regionen streift, für den ist das GPS Orientierungshilfe ebenso wie ein Sicherheitsaspekt für den Notfall: Bei einem Unfall kann er möglichen Helfern zentimetergenau seinen Sztandort mitteilen - wenn denn das Telefon funktioniert.

Ein weiterer Vorteil ist die Vorhersehbarkeit einer Tour: Wie lang ist die Strecke genau, wie viele Höhenmeter sind zu überwinden? Wie der Wind stehen wird, kann allerdings auch ein GPS-Gerät nicht voraussagen.

Sehr hilfreich für Einsteiger ist das Kapitel "So macht man das GPS startklar". Schritt für Schritt bekommt der Leser hier gezeigt, was zu tun ist. Anschließend lernt er die wichtigsten Grundbegriffe wie Track, Waypoint, Route oder POI kennen - oftmals Begriffe aus dem Englischen. Ich persönlich finde es am sinnvollsten, Touren während der Fahrt aufzuzeichnen und mit anderen zu tauschen. Erfahrungsaustausch bekommt auf diese Weise eine ganz neue Dimension: Man erspart sich die mühsame Arbeit der Streckenerstellung und lernt zugleich andere Radler mit eigenen Interessen kennen. Im Internet gibt es schon zahlreiche Tauschportale.

Der nächste Buchblock befasst sich mit der "Handhabung und Orientierung unterwegs". Hier warnen die Autoren vor Tücken, die trotz GPS-Hilfe zum Verfahren führen können wie Spitzkehren in den Bergen, V-förmige Abzweigungen oder Brücken. Digitale Karten, Software, Internetadressen, ein Lexikon sowie die Vorstellung von Tourenportalen im Internet runden dieses verständlich geschriebene, wirklich auch für blutige Anfänger sehr hilfreiche Buch ab.

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