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Historisches, Typenübersicht und Kauftipps

Das E-Bike-Buch 

Je intensiver man sich mit E-Bikes bzw. Pedelecs befasst, desto vielfältiger werden die Informationen, die auf einen einströmen. Ich hätte nicht gedacht, dass es eine derartige Vielfalt an Typen, Modellen und Komponenten gibt und war, nachdem ich auf einer längeren Probefahrt mit einem Flyer selber schon erste Erfahrungen mit einem solchen Fortbewegungsmittel sammeln konnte (Erfahrungsbericht hier), ungeheuer gespannt auf das jetzt bei Delius-Klasing erschienene Buch zum Thema.

Die beiden Fahrradspezialisten Peter Barzel und Gunnar Fehlau haben ihr erstes gemeinsames Fachbuch verfasst. Unter dem Titel "Das E-Bike" behandeln die beiden Journalisten auf 135 Seiten Bauformen, Typen, Komponenten, Geschichte und das aktuelle Marktangebot der "Räder mit eingebautem Rückenwind". Viele Beispiele für die praktische Nutzung, zahlreiche Experteninterviews und nahezu 200 Farbfotos machen das faktenreiche Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.

Hier erfahre ich etwa, dass es Nachrüstsysteme wie den Gruber Assist gibt, der sich unauffällig im Sattelrohr unterbringen lässt. Oder ich lese von den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Antriebssysteme, von Sicherheitsproblemen bei Lithium-Ionen-Akkus und dass große Li-Ion-Akkus in Flugzeugen nicht mitgenommen werden dürfen; außerdem höre ich erstmals von einem System mit Rekuperation, das den Akku bei Bergabfahrten nachlädt, quasi als Motorbremse wirkt und somit zur Schonung der Bremsanlage beiträgt.

Gut, dass die Autoren bei strittigen Themen häufig Pro- und Contra-Meinungen abdrucken, so dass sich der Leser selbst ein Urteil bilden muss. Am Ende sind einige Tabellen aufgeführt mit den aktuellen Herstellern und den Charakteristika der vielen E-Bike- bzw.Pedelec-Modelel. Obwohl ich mich nach der Lektüre dieses Buches immer noch nicht entgültig für ein bestimmtes Fahrrad mit Elektromotorunterstützung entscheiden konnte, ist immerhin die Anzahl der für mich infrage kommenden Modelle schon beträchtlich geschrumpft: keine Nachrüstung, kein Vorderradmotor; auf jeden Fall eine Schiebehilfe und voraussichtlich ein Tretlagermotor.

Was ich auf jeden Fall beherzigen werde ist der Rat der Autoren, vor dem Kauf ausgiebig Probe zu fahren. Nur so erfährt man am eigenen Leib, ob das E-Bike die eigenen Wünsche zu erfüllen in der Lage ist. (12. Juli 2009)

Thema: E-Bike (aus der Pressemitteilung)
Es gibt einen neuen Trend im Fahrradmarkt: Rückenwind aus der Steckdose! Muskeln und Elektromotor arbeiten dabei zusammen - so hält sich der körperliche Einsatz in Grenzen, und das Rad bleibt trotzdem auch bergauf oder bei Gegenwind in Fahrt. Heute haben fast alle Fahrradhersteller Modelle mit elektrischer Antriebsunterstützung im Programm. Weltweit steigen die Verkaufszahlen rasant. Die Motoren sind unauffällig und robust, die Akkus leicht und leistungsfähig. Tanken? An jeder Steckdose! Eine Akkuladung kostet unter Einberechnung des Akkukaufpreises rund 5 bis 8 Cent.

Seit dem Aufkommen der E-Bikes haben sich die Abmessungen der Komponenten und deren Gewicht so verringert, dass auch sehr sportliche Lösungen möglich sind. Keine Rede mehr vom "Rentnerrad": Lässig pedalieren und dabei zügig vorankommen ist ein durchaus junges Thema! "Das E-Bike nimmt der Leidenschaft Radfahren das Leiden", erklärt Autor Gunnar Fehlau aus Göttingen. Sein Co-Schreiber Barzel ergänzt: "Seit der Erfindung des Mountainbikes in den 1980-er Jahren hat kein Fahrradtyp so viele neue Impulse gesetzt wie das
E-Bike dies tat und in den nächsten Jahren tun wird." Kein Wunder, dass die Verkaufszahlen seit Jahren sprunghaft wachsen. Nach über 10 Jahren gibt es erstmals wieder ein Buch zum Thema.

Die Autoren 
Peter Barzel, Jahrgang 1957, Dipl.Ing., wohnhaft in Düsseldorf, beschäftigt sich seit Mitte der 1980er-Jahre als Technischer Redakteur mit der Darstellung und Erklärung von Technik. Seit vielen Jahren bringt er sein Wissen und seine Faszination für alles, was zwei Räder und Pedale hat, auch als Buchautor und Journalist in Tageszeitungen und Magazinen, im Hörfunk und als Referent auf Fachkongressen ein. Immer wieder begeistert ihn, wie schnell und bequem man sich aus eigener Kraft auf zwei Rädern fortbewegen kann - in Alltag und Freizeit, gemütlich oder sportlich, im Sitzen oder auf dem Liegerad, mit und ohne Anhänger, mit Faltrad »unterm Arm« im Zug oder auf dem E-Bike mit elektrischem Rückenwind. Das Fahrrad ist für ihn unverzichtbar.

Gunnar Fehlau, Jahrgang 1973, M.A., wohnhaft in Göttingen, schreibt seit Anfang der 1990er-Jahre für Zeitschriften, Zeitungen und Verlage rund ums Thema Fahrrad. Er ist Autor mehrerer Fahrradfachbücher (u.a. "Das Liegerad", "Das Modul-Bike" und "1000 Tipps für Biker") und regelmäßiger Referent auf Fachkongressen und -tagungen. Er schwingt sich natürlich auch selbst in den Sattel: Ob Rennradmarathon, Mountainbike-Etappenrennen, Dienstreise oder Wege im Alltag - der 36jährige ist auf jedem Radtyp zuhause und liebt diese »Vielräderei«. Als »Spezialist für Spezialisten« hat er sich in der Fahrradbranche einen Namen gemacht. Seit 2003 leitet er den pressedienst-fahrrad, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen.

Zum Buch: Peter Barzel und Gunnar Fehlau: Das E-Bike - Die neuen Fahrräder mit elektrischer Antriebsunterstützung / Typen -- Modelle -- Komponenten, Verlag Delius Klasing, 136 Seiten, 197 Farbfotos, 3 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7688-5282-1 , EUR: 14,90

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