Radtouren A bis Z
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Radeln südlich des Teutoburger Waldes auf der ADFC-Qualitätsroute

Grenzgängerroute Teuto-Ems

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Mit vier von fünf möglichen Sternen zeichnete der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC 2015 die Grenzgängerroute Teuto-Ems aus, die damit zu den besten Radfernwegen Deutschlands zählt. Die Prüfer nehmen neben der Beschilderung, der sicheren und abwechslungsreichen Wegeführung abseits des Autoverkehrs auch die touristische Infrastruktur für Radfahrer unter die Lupe und bewerten zudem Thema und Erlebnisreichtum des Weges. Die passende Radelkarte hat BVA im Maßstab 1:50.000 im Programm.

Zwei „Gipfel“ von rund 140 Metern sind auf der 148 km kurzen Tour zu überwinden, welche man gut mit anderen regionalen Routen wie der Friedensroute, dem Emsradweg oder der Deutschen Fußballroute NRW verknüpfen kann, die teilweise auf der selben Trasse verlaufen. Das Basisniveau liegt allerdings im Vorland des Teutoburger Waldes auch schon über 60 Meter, so dass sich die Höhendifferenz gleich relativiert. Durch zwei Verbindungsstrecken lässt sich die Route zusätzlich variieren und in drei Rundkurse von 48, 55 und 66 km Länge aufteilen. Die Richtungs- und Zwischenwegweiser sind in Niedersachsen grün-weiß und in Nordrhein-Westfalen rot-weiß.

Übrigens ist die Grenzgängerroute Teuto-Ems in beide Richtungen ausgeschildert, so dass an jedem Punkt der Route mit der Tour begonnen werden kann.

Woher der Name kommt? Die Grenzgängerroute quert mehr als ein Dutzend Mal Kreis- und Gemeindegrenzen sowie eine historisch bedeutende Konfessionsgrenze. Klar, dass hier früher der Schmuggel blühte. Im 18. Jahrhundert wurde wertvolles Salz heimlich über die Grenzen transportiert. Mehrfach geht es über historische und aktuelle Grenzen, entlang alter Schmugglerpfade und Handelswege. Wo heute die Kreise Gütersloh, Warendorf und Osnabrück aufeinanderstoßen, trafen früher die Grafschaft Ravensberg, das Fürstbistum Münster und das Hochstift Osnabrück aufeinander. Diese Grenze hatte es in sich, denn sie trennte die Menschen auf vielerlei Weise und trug zur Entfremdung der Nachbarn bei.

Auf dieser Tour gibt es viel Abwechslung: Burgen und Schlösser, Spargel satt und Schinken, jede Menge Natur und zwölf Städte und Dörfer mit wechselvoller Geschichte. Ein Höhepunkt ist der „Aufstieg“ zur Iburg: Mehrfach erstürmt, wurde die Iburg während ihrer fast 1.000-jährigen Geschichte immer wieder neu errichtet und schließlich zur barocken Residenz der Osnabrücker Fürstbischöfe ausgebaut.

Der Rundkurs verbindet die Regionen Osnabrücker Land, Ostwestfalen-Lippe und Münsterland. Alle drei sind ebenso bekannt für ihre tolle Radwegequalität wie auch für eine durchgängige, einheitliche Beschilderung. Die Bahnanreise geht gut über Lengerich, Warendorf, Bad Rothenfelde/Dissen, Hilter, Borgholzhausen oder Bad Laer.

Mehr sehr interessante Informationen über die Geschichte gibt es auf der Website www.grenzgaengerroute.de Hier kann auch der GPS-Track herunter geladen werden.

Die Rückseite der BVA-Karte bietet ebenfalls jede Menge Details zu den an der Strecke liegenden Orten und zur Historie des alten Dreiländerecks. Da kann man die 148 km gut auf mindestens zwei bis drei Tage verteilten.

Grenzgängerroute Teuto-Ems, BVA-Radwanderkarte 1:50.000, Grenzenlos Radwandern im Osnabrücker Land, Münsterland und Ostwestfalen-Lippe, mit UTM-Gitter, 1. Auflage 2015, 978-3-87073-709-2, Preis: 6,95 Euro

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