Radtouren A bis Z
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"Eine ungewöhnlichen Reise durch unsere Heimat" mit Kind, Hund und zwei Fahrrädern

Die Deutschland-Entdecker 


192 Seiten, ca. 280 Abbildungen, Format 22,7 x 27,4 cm, Hardcover
ISBN-13: 978-3-95416-182-9

Der Autor

Bruno Maul ist am 21.Oktober 1975 in Immenstadt im Allgäu geboren. Sein Interesse am Reisen und an fremden Kulturen führte ihn schon früh hin zur Fotografie. Seine ersten Streifzüge begannen 1999 auf dem Fahrrad von Deutschland nach Portugal, 2003 reiste er ein halbes Jahr durch die verschiedenen Länder Südamerikas. 2005 schloss er seine Fotografen-Ausbildung ab und reist seither ständig um die Welt aber auch durch die »unbekannte Heimat« Deutschland, die ihn mindestens genauso fasziniert wie der Rest der Erde.

Reisetagebuch mit
vielen schönen Fotos

 

Es gehört schon großer Mut und viel Unternehmungslust dazu, mit zwei Fahrrädern, der nicht mal einjährigen Frida, einem Hund und einem Zelt mehrere Wochen am Stück auf Tour zu gehen. Die beiden Allgäuer Manuela Wetzel und Bruno Maul haben den "Ausstieg auf Zeit" gewagt und in den Sommern 2011 und 2012 eine 4500 km lange Entdeckungsreise durch Deutschland unternommen. Ziel war es, sich selbst neue Sichtweisen auf ein Land zu eröffnen, das sie bis dahin vorwiegend durch das Autofenster kennen gelernt haben.

"Sehen, woran man sonst nur vorbeirauscht" steht denn auch ganz vorn unter dem Foto eines Mohnfelds. Überhaupt: Der Mohn hat es dem gelernten Fotografen Maul angetan. Die gegen den blauen Himmel fotografierte Blüte, eingerahmt von den Ähren eines Kornfeldes, steht für ihn für das Unscheinbare am Wegesrand, das nur der Radreisende, der die Langsamkeit für sich entdeckt hat, wahrnimmt, während die meisten Menschen achtlos vorüberfahren. Dieser Blick unter die Oberfläche setzt sich auch in den Geschichten über Menschen fort, die die kleine Familie auf der Tour getroffen hat: den Mann aus Sparnberg an der Saale etwa, der einen Großteil seines Lebens im DDR-Sperrgebiet verbracht hat. Nicht die touristischen "Highlights" interessieren, sondern die unspektakulären Dinge am Rande, die Befindlichkeiten der zufällig getroffenen Menschen. Etwa die von Jürgen, der allein mit einem einfachen Damenfahrrad und einem voll bepackten Anhänger durchs Land tourt.

Die hervorragenden Fotos und die kurzen Texte können natürlich nur einen klitzekleinen Ausschnitt aus unserem grünen Deutschland wiedergeben, aber sie charakterisieren doch, getreu der Devise "pars pro toto", ein Land und seine Menschen glaubhaft und nachfühlbar. Wer selber längere Radtouren unternommen hat, kennt das Gefühl, sich schon wenige Kilometer vom Heimatort entfernt in einer anderen Welt zu wähnen, die Hektik des Alltags zurück zu lassen, mit einer sparsamen Ausrüstung ohne Luxus zurecht zu kommen und bekannt Geglaubtes mit anderen Augen neu zu entdecken.

Auch kritische Themen schneiden die Autoren an wie die mit der Energiewende verbundenen Probleme, die nicht immer geglückten Abwicklungen der Treuhand im Osten, die Folgen der Schiffsüberführungen auf der Ems oder die Angst vor dem Fremden, die vielfach gerade dort zu rechtskadikalem Denken führen könne, wo Fremde kaum anzutreffen sind.

Stille Landschaften, hilfsbereite Menschen, ein Ausflug in den Dschungel der Metropole Berlin, Flucht vor dem Touristentrubel eines Ostseebads, Übernachtung in einem Wikingercamp, zermürbender Dauerregen und lustige Episoden mit Tochter Frida machen dieses Buch zu einem bunten Kaleidoskop von Zufälligkeiten, die man nur findet, wenn man sie nicht sucht. Wie sagt Frida, als es hier beim Radeln hinterm Nordseedeich langweilig wird, in ihrer heimischen Mundart: "Umblädre". Bei diesem Buch macht das Umblättern wirklich Spaß. Dieter Hurcks, 26. Mai 2015 


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