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Ausrüstungstipps für 10 Tage in Mitteleuropa

Was ich auf meinen Touren so alles dabei habe

Liebe Radler,
nach über 20 Jahren auf der Piste und mehr als 125 Touren hat sich bei mir aus den praktischen Erfahrungen heraus ein Packplan entwickelt, der vielleicht dem einen oder anderen als Anhalt dienen kann. Da ich überwiegend im Sommerhalbjahr in Deutschland und den Nachbarländern unterwegs bin, wo meist der nächste Fahrradladen notfalls per Bahn, Bus oder Taxi angesteuert werden kann, nehme ich neben dem obligatorischen Flickzeug und der (Teleskop-) Luftpumpe (nebst Adapter für andere Ventile, falls man mal aushelfen muss) nur das Notwendigste mit. Hat man eine nicht ganz wasserdichte Packtasche, sollte man für alle Fälle pro Tasche eine Plastiktüte einpacken. Wiegt nix, hält aber das Gepäck notfalls trocken. Und um die Füße trocken zu halten, tun es auch zwei Einkaufstüten aus Plastik ...

Packtaschen: Auf Touren hat der Radler einiges an Gepäck dabei. Dafür gibt es ein großes Angebot an Packtaschen. Ich tendiere zu Packtaschen-Sets aus zwei Seiten- und einer Top-Tasche, weil ich darin mein Gepäck für mich optimal organiseren kann. Unterwegs sollte alles mit einem Griff auszufinden sein. Insbesondere das Regenzeug. Regenfest muss allerdings auch das Gepäck sein. Für Dreiersets gibt es wasserdichte Überzieher, die sich leicht anbringen und entfernen lassen. Die Packtaschen sollten sich leichtt befestigen und abnehmen lassen, weil man sie ja in der Regel mit ins Quartiere nimmt. Andere Radler schwören auf große, völlig wasserdichte Taschen, die jedoch innen keine Unterteilung haben. Da wird dann oft der ganze Inhalt ins Zimmer gekippt und vor der Abreise wieder eingestopft. Geht auch! 

Trinkflaschen: Entweder zwei Flaschen am Rahmen oder eine davon im Gepäck, wo der Inhalt sich bei Sonne nicht so schnell erwärmt.

Proviant: Ich nehme immer vom Frühstück ein Brötchen und ein Butterbrot mit, das reicht bis mittags, nachmittags gibt es leichte Kost vom Bäcker oder Wochenmarkt, erst abends wird "richtig" gegessen. Getränke vom Supermarkt oder Discounter, Magnesium und Vitamine liefernde Bananen und für den Fall der Fälle (keine Einkaufsmöglichkeiten unterwegs, was selbst in Deutschland gar nicht selten vorkommt) Müsliriegel o.ä. haltbare Trockennahrung. Ein Apfel pro Tag und anderes Obst kann auch nicht schaden.

Richtige Kleidung: Bei längeren Radtouren sollte man auf jeden Fall atmungsaktive Bekleidung tragen, die den Schweiß nach außen transportiert und schnell trocknet. Heutzutage gibt es hochwertige, nicht ganz billige Regenbekleidung, die wenig wiegt, den Regen abhält und trotzdem den Schweiß von Innen nach Außen durchlässt. Festes Schuhwerk, evt. zusätzliche Regengamaschen, und ein Helm sowie gepolsterte Handschuhe sollten ebenfalls nicht fehlen. Fährt man im Hochsommer, sollte man ein langärmeliges Mikrofaserhemd mit Sonnenschutzfaktor anziehen, um die Haut zu schützen. Übrigens: Statt der Regengamaschen tun es auch Einkaufstüten aus Kunststoff, die man über die Schuhe zieht und oben mit je einem Klettband fixiert. Dann kann man bei Regen fahren, ohne gleich nasse Füsse zu bekommen. Denn nichts ist unangenehmer, als wenn in den Schuhen das Wasser steht ... Mehr:  siehe Praxiserfahrungen

Werkzeug und sonstwas: Kombiwerkzeug, 12/13-er Schlüssel (für meinen Sattel) bzw. die für das Rad notwendigen Schlüssel, Schraubenzieher, Ersatzventil, Kettenschloss, Draht, zwei zusätzliche Reifenheber, eine Rolle Isolierband, je eine Ersatzbirne für vorne und hinten, dazu zwei Spanngurte (z.B. zum Aufschnallen einer 1-Liter-Wasserflasche aus PET aufs Gepäck; einer wird als Ersatz im Gepäck verstaut) und ein paar Einmalhandschuhe.

Lenkertasche: Sonnenbrille, Handy/Smartphone (die haben ja eine Weckfunktion), Block und Stift, Tempotaschentücker, Fotoapparat, Brillenputztuch, Ersatz-Fahrradhandschuhe, Hosenklettband, Mückenstift, Ersatzfahrradschlüssel, Trageriemen für Lenkertasche sowie Regenschutz für Sattel und Lenkertasche!!! Dazu ein paar Kekse, Kaugummis und saure Bonbons.

Lowrider: Brauche ich nicht mehr, weil ich mein Ausrüstungsvolumen z.B. durch Platz sparende Mikrofasersachen stark reduziert habe. Dicke Wollpullover und schwere Regenjacken sind ja inzwischen von Gestern.

Nun wünsche ich allen Radlern gute Fahrt und Holm- und Speichenbruch!

Fahrradtechnik

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