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ADFC-Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" 2019

Gesund, sauber, günstig – aber oft ein Kampf…

Fahrradclub fordert bessere und sicherere Radverkehrswege

Jetzt läuft wieder die von AOK und Fahrradclub ADFC initiierte Sommeraktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Ziel der seit 2001 laufenden Kampagne ist es, Menschen für das Fahrradpendeln zu begeistern. Doch trotz aller Bemühungen steigt der Anteil der Radpendler bundesweit nicht, sondern ist zuletzt sogar leicht rückläufig. Der ADFC führt das auf die oft unzumutbare Fahrradinfrastruktur zurück und fordert mehr Platz und Wegequalität für das Rad. Dauer: 1. Mai bis 31. August.

Logo der ADFC-Aktion

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Hälfte aller Arbeitswege ist unter zehn Kilometer lang, knapp ein Drittel sogar unter fünf Kilometer. Es liegt also nicht immer an der Entfernung, dass die Menschen auf dem Weg zur Arbeit fast immer ins Auto steigen. Es liegt an den fehlenden Alternativen. Wenn ÖPNV und Radwege nur zum Gruseln sind, dann nutzen die Menschen diese Alternativen nicht freiwillig. Damit wir viel mehr Menschen für die gesunde und saubere Alternative begeistern können, brauchen wir einladende Radwege im ganzen Land!“

Zahl der Radpendler könnte verdoppelt werden… 
Aus der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Studie „Fahrradmonitor 2017“ ist bekannt, dass die Bundesbürger das Rad gern häufiger für Alltagswege nutzen würden – allerdings unter der Voraussetzung, dass es mehr und bessere Radwege und Fahrradparkplätze gibt. Dafür wirbt der ADFC in diesem Jahr mit seiner Kampagne #MehrPlatzFürsRad. Der Fahrradclub ADFC geht davon aus, dass sich die Zahl der Fahrradpendler durch hochqualitative Radinfrastruktur von etwa 4 Millionen Menschen mehr als verdoppeln ließe.

Foto: ADFC

wenn Radfahren mehr Komfort und weniger Kampf wäre 
Der ADFC-Fahrradklima-Test, eine Umfrage unter 170.000 Radfahrerinnen und Radfahrern bundesweit, hatte kürzlich ergeben, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen. 74 Prozent der Befragten sagten, dass man Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein fahren lasse könne. In den Großstädten sind es sogar 85 Prozent.

Grund für das Unsicherheitsgefühl sind Falschparker oder andere Hindernisse auf Radwegen, die Radfahrende dazu zwingen, in den fließenden Autoverkehr auszuweichen. Aber auch die schlechten oder zu schmalen Radwege und die fehlenden Distanz zum Autoverkehr verursachen mulmige Gefühle bei den Radfahrenden. Stork: „Radfahren darf kein Kampf sein. Mit guten, vom starken Autoverkehr getrennten Radwegen kann es gelingen, doppelt so viele Menschen als bisher für das Fahrradpendeln zu begeistern. Dafür müssen die Kommunen dem Rad deutlich mehr Platz einräumen und kräftig in Vorrangrouten, übersichtliche Kreuzungen und großzügige Kreuzungen investieren“.

2018 haben sich 250.000 Menschen an der jetzt laufenden Aktion beteiligt und auf 49,5 Millionen Kilometern in die Pedale getreten, statt aufs Gas. Zur Aktion anmelden kann man sich auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de. Weitere Infos: www.adfc.de
 

Eine weitere laufende ADFC-Aktion heißt "Mehr Platz fürs Rad"

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