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Die kleine Checkliste vor dem Start in den Radurlaub

Interview mit Mario Moeschler, Reiserad-Experte beim Radhersteller Staiger (www.staiger-fahrrad.de)

Woran sollte man vor einer Radreise denken?
Das Rad sollte tiptop in Schuss sein. Abgefahrene Bremsbeläge, schwergängige Bremszüge, rissige Reifen, ein loses Schutzblech oder eine lockere Schraube am Gepäckträger – was mancher im Alltag noch toleriert, kann beim beladenen Rad schwerwiegende Folgen haben. Und es ist enorm lästig, wegen eines unnötigen Defekts irgendwo im Niemandsland liegen zu bleiben.

Was ist besonders wichtig?
Die Bremsen. Denn von ihnen wird beim beladenen Rad mehr verlangt als im Alltag. Mindeststandard sind einwandfrei funktionierende V-Bremsen. Noch wirksamer und leichtgängiger sind hydraulische Bremsen, mit denen wir zum Beispiel unser Spitzenmodell „Oregon“ ausstatten. Dann ist der richtige Reifendruck wichtig, um Pannen vorzubeugen. Und schließlich eine sichere Befestigung des Gepäcks an einem soliden, sicher verschraubten Gepäckträger.

Kann man den Check vor der Reise selbst durchführen?
Die wichtigsten Dinge auf jeden Fall. Ich gehe immer nach einer Checkliste vor: Funktionieren die Bremsen einwandfrei? Sind die Reifen abgefahren oder brüchig? Stimmt der Reifendruck? Wie beim Auto sollte man das beladene Rad mit dem höchsten erlaubten Reifendruck fahren. Arbeitet das Licht zuverlässig – auch das Rücklicht? Schnurrt die Kette oder knarzt sie, weil sie nicht geschmiert ist? Rasten die Gänge beim Schalten sauber ein? Ist irgendwo eine Schraube locker, etwa am Schutzblech oder am Gepäckträger? Ist eine „Acht“ in den Laufrädern? Sind Speichen locker?

Welche Schäden kann man selbst beheben?

Wer ein wenig versiert ist, kann selbst einen Wackelkontakt im Lichtkabel beheben, abgefahrene Reifen austauschen oder lose Schrauben nachziehen. An den Bremsen sollte jedoch nur der Fachhändler arbeiten. Der kann auch prüfen, ob Tretlager und Naben Spiel haben oder rau laufen, ob die Felgenflanken vom Bremsen abgenutzt sind oder die Kette verschlissen ist. Und er kann verzogene Laufräder nachzentrieren. Ich empfehle deshalb, gerade ältere Räder rechtzeitig vor einer Reise beim Händler durchsehen zu lassen.

Quelle: pressedienst-fahrrad www.pd-f.de

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