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Teasi One - GPS-Gerät für Fahrradfahrer und Wanderer mit wenigen Schwächen

TEASI-News und aktuelle Ergänzungen: Software-Update August 2016 auf Version Tahuna

Magic Maps - Touren an Teasi 

Preiswertes Navigationssystem für Einsteiger

Lieferumfang: alles drin!

Video bei YouTube gute Erklärung der Software

Standort auf der Karte, unten Mitte die Taste zum Aufzeichnen einer Tour.

 

 

"Norden oben" sorgt während der Fahrt dafür, dass die Karte nicht hin und her wackelt.

 

 

Hier erfolgt der Zugriff auf die verschiedenen Speicher.

 

 

Namen für aufgezeichnete Trips werden automatisch vergeben.

 

 

Fertig: die gefahrene Runde als Track.

 

Die USB-Buchse verbirgt sich hinter einer Gummilasche. Liegt das Gerät in der Halterung, ist die USB-Buchse nicht mehr nutzbar. Akku nachladen während der Fahrt wird dadurch unmöglich.

Bastel-Tipp
Um die USB-Buchse dennoch während der Fahrt nutzen zu können, hat uns die First Service GmbH (a-rival, Tel: 0511 - 12383505) aus Hannover einen Basteltipp geschickt bzw. den Link dorthin. Joachim Dähne schreibt: "Eine andere Lenkerhalterung, die es ermöglicht, während der Fahrt die USB-Buchse zum Nachladen des Akkus zu nutzen, gibt es nicht, nur eine Bastel-Anleitung."

Das YouTube-Video zeigt, wie man mit etwas handwerklichem Geschick den "Durchbruch" schafft.

Eine andere Lösung hat Dietmar Menz (Foto):

Eine Video-Vorstellung des Teasi One von pocketnavigation finden Sie HIER.

 

Mein Fazit nach mehreren Touren:

+ klein und leicht; braucht wenig Platz am Lenker
+ Gerät leicht vom Halter abzunehmen
+ einfache Bedienung
+ Kartenupdates kostenlos
- Display bei Sonne kaum erkennbar
- USB-Buchse von angeschraubter Halteplatte verdeckt, die zum Laden immer erst abgeschraubt werden muss
- keine Sprachnavigation
- Display bei Pause nicht auf Knopfdruck abschaltbar
- bei Fremdtracks sind viele Funktionen nicht nutzbar bzw. Einstellungen funktionieren nicht (Track oben)
- Ladeleuchte am Netzteil immer grün; bei ausgeschaltetem Gerät keine Anzeige, wenn Akku voll ist
- micro-SD-Karte mit 32 GB wird vom Teasi nicht gefunden; keine Erläuterungen dazu in der Anleitung

 

Wichtig zu wissen

Praxis-Tipps vom Comsa-Support

Zum Strom sparen kann man Schlaftimer z.B. auf zehn Minuten einstellen. Ist Teasi eingeschlafen, vor dem Losfahren kurz die Ein-Taste drücken!

Oder den Licht-Timer aktivieren. Dieser dämmt das Display und schaltet bei jeder Anweisung, die Teasi gibt, wieder auf Hell - alternativ auch bei Display-Berühung.

Der Kompass funktioniert nur bei Bewegung.

Wechselt während der Fahrt ständig der Maßstab, ist die Auto-Zoom-Funktion aktiviert.

Trips/Tracks von SD-Karte verwenden: Die Dateien müssen auf der obersten Ebene der Speicherkarte liegen, dürfen also nicht in Ordnern versteckt sein.

Video zum Teasi One

Weitere Infos zum Teasi One gibt es HIER

Zukunft: Von der Firma a-rival in Hannover habe ich im Januar 2015 erfahren, dass ein Gerät geplant ist, das über den Akku eines E-Bikes auf- bzw. nachgeladen werden kann. Der Lieferzeitpunkt war allerdings zu dem Zeitpunkt noch offen.

 

Teasi-News 

Neuestes Update Ende August 2016 zunächst mit Problemen, jetzt funktioniert es. Nur bei der Zielsuche wird weiterhin nicht die Entfernung zum Ziel berechnet.

Update Teasi-Tool 3.5.4 vom 2.11.15

Nach der Installation lässt sich bei mir (unter Windows XP) das Tool nicht mehr starten. Es erscheint eine Fehlermeldung.

Software-Update August 2015

Ich habe die Software mitte August 2015 upgedatet. Seitdem wird bei der Zielnavigation nicht mehr die Zielentfernung angezeigt.
Gut finde ich die Anzeige in großer Schrift 100 m vor dem Abbiegen. Auch gut, dass der Track an der Abbiegestelle nun rot unterlegt ist.
Bei meiner Zielnavigation hatte ich kürzlich keine Straße, sondern nach der Anfrage das Zentrum als Ziel angegeben. Die Zielankunft wurde allerdings schon am Ortsrand des Gemeindegebietes weit vor dem Zentrum vermeldet.

Track-Aufnahme: Anregung an die Software-Entwickler: Wäre es nicht möglich, während einer Zielnavigation die Route automatisch zu speichern und am Ende vor dem Aus-/Abschalten zu fragen, ob man sie löschen oder behalten möchte. Oft ärgere ich mich nach einer Tour, dass ich nicht gleich am Anfang den REC-Button gedrückt habe bzw. es einfach vergessen habe.

Eingabeprobleme gelöst: Bei meiner letzten Tour durch die Eifel gelang es mir nicht, den Ort Hellenthal als Ziel einzugeben. Ich habe mir extra einen Eingabestift zum exakten Tippen auf die kleinen Buchstabenfelder bei Pearl besorgt. Aber selbst damit war es manchmal schwierig, einen Buchstaben zu aktivieren. 

Bei der Hotline bekam ich folgenden Tipp, der das Problem löste: Wenn das Display nicht richtig läuft, ist beim Update etwas mit der Kalibrierung schief gegangen. Gehe bitte auf "Einstellungen" -> "Bildschirm" -> "Display kalibrieren" klicken und den Anweisungen folgen.Danach sollte es wieder genauer funktionieren. (28.8.2015) Tut es auch. Danke!

MagicMaps hat in seinem Newsletter vom 2. April 2015 mitgeteilt, dass es dort im Shop jetzt auch Teasi-Geräte gibt. Besonders interessant: Mit der neuen Schnittstelle zum TOUR Explorer kann man die topografischen Karten von Magic Maps jetzt direkt auf die TEASI-Geräte laden.
Das Update für den TOUR Explorer v7 integriert eine Schnittstelle zum direkten Austausch von Touren und Kartenausschnitten mit Ihrem TEASI-Gerät.
Um diese Funktion nutzen zu können, benötigt der Anwender allerdings das neue Software-Update „ELEMENTS OXYGEN Edition 4“ auf seinem TEASI-Gerät (ab sofort verfügbar), sowie die Software TEASI TOOL auf dem PC.

Hier können Sie z.B. nach Zubehör für Teasi suchen.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Halter für die Lenkermontage. Es gibt verschiedene Varianten:

 

  



 

 

 

Das GPS-Gerät Teasi One ist eine preisgünstige Alternative für die Fahrradnavigation. Es basiert auf Kartenmaterial von Open Street Map (OSM), einem web-basierten Non-Profit-Projekt, um eine freie Weltkarte zu erstellen. Jeder kann an der Aktualisierung und Fehlerbereinigung der Karten mitwirken, weshalb man ab und zu nach einem Update Ausschau halten sollte. Die Firma Conrad Electronic hat mir ein Testgerät samt Nabendynamo-Laderegler für einen Praxistest zur Verfügung gestellt, welches ich nach dem Test erworben habe. Im April 2014 habe ich - rechtzeitig vor Beginn der neuen Fahrradsaison - die Software aktualisiert (siehe unten). Seitdem sind viele weitere Updates erschienen, die die Bedienung und den Nutzen des Gerätes erleichtern. Kritikwürdig ist aber das berührungsempfindliche Display, das bisweilen erst nach mehreren Versuchen reagiert. Nach jedem Software-Update sollte man es neu kalibrieren.

Eines vorweg: Trotz Navi immer den gesunden Menschenverstand eingeschaltet lassen!

Dem gut in der Hand liegenden Navi liegt eine Kurzanleitung bei, die einen Hinweis auf das PDF-Handbuch enthält, welches auf der Seite der hannoverschen Vertriebsfirma a-rival zum Download bereitsteht. Dort kann man sich auch ein Einführungsvideo und viele weitere Filmchen anschauen.

Der Käufer sollte sich, bevor er loslegt, im Bereich "my a-rival" registrieren, damit er Zugriff auf die kostenlosen Updates sowie auf die neuesten Informationen, auf Software und Kartenmaterial rund um das Navigationssystem von a-rival erhält.

Die Montage des Halters am Lenker stellt kein Problem dar, weil das mitgelieferte Material wohl für Lenker jeder Art und Dicke völlig ausreicht. Sogar ein Inbusschlüssel gehört zum Lieferumfang.

„Hast Du TEASI, hast Du alles - Karten, Routen, Kompass, Sonderziele - auf dem Rad, zu Fuß - immer und überall.“ So steht´s auf der Homepage von a-rival. Schau´n wir mal!  

Einschalten und loslegen 
Die Bedienung des Teasi erscheint auf den ersten Blick sehr logisch und intuitiv zu sein. Nach dem Aufladen des Akkus mit dem beiliegenden Netzteil (2000 mAh) kann es losgehen. Beim Aufladen leuchtet die grüne LED. Sie erlischt aber nicht, wenn der Akku voll ist. Das kann man nur am Batteriesymbol auf dem Display erkennen, wozu jedoch das Gerät eingeschaltet sein muss. Zum Laden muss immer der Adapter abgeschraubt werden.

Mit der unteren der beiden links angeordneten, unter einer Gummioberfläche spritzwassergeschützten Tasten wird das Gerät ein- und ausgeschaltet sowie die Displaysperre aktiviert. Die obere Taste führt ins Menü, in dem einige der üblichen Einstellungen vorgenommen werden. Die aktuelle Zeit kann entweder über GPS (ohne Datum) bezogen werden oder über das berührungsempfindliche Display, den Touchscreen, manuell eingetippt werden.

Eingaben erfolgen über den Nummerblock bzw. die Alpha-Tastatur. Diese enthält keine Umlaute, weshalb etwa statt Münster vereinfacht nur Munster einzugeben ist und die Stadt trotzdem gefunden wird.

Als nächstes muss der Nutzer sein persönliches Profil anlegen, das Teasi bei der Tourenplanung und Navigation auch beachtet. Name, Geburtsdatum, Gewicht, Geschlecht und Fahrradtyp können durch Antippen der entsprechenden Felder eingestellt werden. Trekkingrad und E-Bike kommen bei der Auswahl nicht vor. Als letzter Schritt erfolgt die Kartenaktivierung, für die der auf der Kurzanleitung aufgedruckte Aktivierungscode eingegeben werden muss.

Nun erscheint das Hauptmenü mit einer Uhr, einem GPS-Signalsymbol und einer Batterieanzeige am oberen Displayrand.

 

Praxis 1: Tour aufzeichnen

Der erste Praxistest heißt auch hier wieder: eine gefahrene Tour aufzeichnen. Das geht kinderleicht, auch wenn es in der ansonsten recht guten Anleitung nirgends definitiv aufgeführt ist: einfach den Button „Karte“ drücken und kontrollieren, ob ganz oben links auch kein rotes Kreuz neben der Anzeige für das GPS-Signal steht. Fährt man öfter von der gleichen Stelle los, sollte man diese als Favorit speichern.

Sobald Teasi die notwendigen GPS-Satelliten gefunden hat, drückt man auf die ganz unten platzierte Aufnahmetaste REC, schon beginnt die Aufzeichnung. Dabei wird die aktuelle Geschwindigkeit angezeigt, während der Pfeil entlang der gefahrenen Route mitwandert. Unter „Einstellungen“ kann man wählen, ob die Karte immer nach Norden oder in Fahrrichtung („Track oben“) ausgerichtet sein soll.

Selbst wenn man während der Aufzeichnung ins Menü geht und beispielsweise die Displayhelligkeit verändert oder den Ton für Display (nervt) und Navigation (hilfreich) ein- und ausschaltet, läuft die REC-Funktion weiter. Mit der größeren der beiden Tasten, der griffigen Menü-Taste, gelangt man immer wieder zurück in die vorangehende Menüebene. Am Ende der Tour drückt man einfach auf STOP und der Track wird gespeichert mitsamt Datum, Entfernung und Fahrtdauer. Man findet unter „Speicher“ und „Meine Trips“ drei Dateien mit den Endungen GPX, BIN und SUM. Die Strecken können nach Datum oder Länge sortiert werden, wobei der kürzeste der Trips oben steht.

Weitere Möglichkeiten 
Neben den eigenen Trips finden sich im Speichermenü zur Verbesserung der Übersichtlichkeit auch „Favoriten“ und „Importierte Strecken“. Unter „Favoriten“ kann man seine Lieblingsorte ablegen und später leicht wiederfinden.

Mit der Tour-Option lassen sich auf der Grundlage der Parameter Zeit, Länge und Kalorienverbrauch Routen individuell festlegen. Auch eine Zieladresse lässt sich eingeben, etwa die des nächsten Quartiers. Orte können nach Namen oder Postleitzahl gesucht werden, aber nur bis zu einer Entfernung von maximal 200 Kilometern.

Die „Vorgeschlagene Strecke“ liefert die günstigste Wegkombination, wobei das vorgegebene Anwenderprofil beachtet wird. Die Option „Einfachste Strecke“ berechnet die Route mit dem geringst möglichen Schwierigkeitsgrad. „Kürzeste Strecke“ schließlich führt den Anwender ohne Rücksicht auf den Schwierigkeitsgrads auf kürzestem Weg zum Ziel.

Darüber hinaus gibt es diverse weitere Suchoptionen, etwa nach einem Point of interest (POI) wie z.B. einem Hotel, einem Bahnhof oder nach einem Kartenpunkt.  

Keine Sprachanweisungen 
Ich habe den aufgezeichneten Track in komoot importiert, woraufhin dort der Hinweis erschien, dass eine Sprachnavigation mangels der dafür notwendigen Details in der GPX-Datei nicht möglich sei. Ansonsten kann man natürlich mit dem Track weiterarbeiten. Ich persönlich verzichte gern auf sprechende Navis, da ich auf Tour meine Ruhe haben will. Das Teasi piept nur leise, wenn man mal aufs Display schauen soll und eine Richtungsänderung angesagt ist.

Touren-Import/Export 
Im Internet gibt es inzwischen ein großes Angebot an Touren. Diese kann man als GPX-Datei beziehen, etwa über Fahrradportale wie bikemap.net, und importieren. Das gilt natürlich ebenso für eigene Tracks, die man zum Beispiel mit dem Tour Explorer von Magic Maps oder mit komoot erzeugt oder, wie oben beschrieben, mit Teasi auf Tour selber aufgezeichnet hat.

Für den Import muss das Navigationsgerät in eingeschaltetem Zustand an einen Computer angeschlossen werden, da dieser es sonst nicht als externes Laufwerk erkennt. Das Display des Teasi zeigt  nun ein PC-Verbindungssymbol an, das anzutippen ist. Das Gerät taucht als Wechseldatenträger auf dem PC-Bildschirm auf und ist selbst nicht mehr bedienbar. Der Akku wird über die USB-Schnittstelle aufgeladen, während man am PC arbeitet und beispielsweise die zu importierenden Routen (*.gpx-Dateien) in einen Ordner auf das Teasi kopiert oder eine vorhandene Route umbenennt. Dieser Unterordner heißt „ImportedTrips“ und liegt im Ordner „BikeNav“. Der Dateipfad lautet also BikeNav\ImportedTrips. Natürlich kann man nun vorsichtshalber auch eine Sicherheitskopie seiner auf dem Teasi liegenden Daten auf die PC-Festplatte ziehen. Besser ist besser ...

Der Speicher, standardmäßig 4 GB groß, kann per Micro-SD-Karte um maximal 32 GB erweitert werden. Die Karte befindet sich, wie auch die Mini-USB-Buchse, unten am Gerät unter einer Gummilasche - ebenfalls spritzwassergeschützt.

Bei einer weiteren Tour blieb die Karte plötzlich stehen, konnte aber durch Zurückklicken ins Menü und erneutes Drücken des Kartensymbols wieder aktiviert werden. Am Ende war jedoch die komplette Tour aufgezeichnet.

 

Praxis 2: Navigation auf Tour

Um eine gespeicherte Tour noch einmal zu fahren, wählt man einen Trip und drückt auf „Go“. Man kann sogar auswählen, in welche Richtung man fahren will („Track zum Anfang/Ende folgen“). Klingt alles sehr logisch und leicht nachzuvollziehen.

Mein erster Versuch, mich vom Teasi One navigieren zu lassen, beginnt holprig. Beim Start werde ich nicht schlau, wohin ich denn nun fahren soll. Ich müsste nach links, doch der wegweisende Pfeil auf dem Display zeigt nach halbrechts. Es gibt noch die Anweisung halblinks, aber weder geradeaus noch 90 Grad links bzw. rechts. Das irritiert zunächst.

Auf dem Display erfährt man, wie weit es noch bis zum Ziel ist. Während der Fahrt piept es regelmäßig, mal ein Mal, mal auch zwei oder gar drei Mal. Das kann ganz schön nerven. Je häufiger es piept, desto besser muss man aufpassen, denn ein Abzweig steht bevor oder auch „nur“ eine Kurve.

Auf dem Display wechselt, wenn man bei den Einstellungen „Zoom“ gewählt hat, gelegentlich der Maßstab. Bei vielen Abzweigungen auf kleinem Raum hilft das vielleicht, ist nach meinem Gefühl aber nicht notwendig.

Während der Fahrt stelle ich fest, dass es doch besser wäre, die Displayanzeige der Karte nicht ständig in Nordrichtung zu sehen, sondern besser in Fahrtrichtung. Nachdem ich diese Einstellung geändert habe, komme ich nicht wieder direkt zur aktuellen Karte zurück, sondern muss den ganzen Vorgang nochmals von vorne beginnen.

Auch bei anderen Einstellungen ist diese zeitraubende Prozedur nötig. Als ich einen „Point of interest“ (POI) suchen will, hängt sich das Navi gar komplett auf. Erst zu Hause angekommen, bekomme ich es wieder in Gang. Für einen Reset muss man nämlich länger als 15 Sekunden die Ein/Aus-Taste gedrückt halten, was ich unterwegs nicht wusste. Was sonst hilft, nämlich das Entfernen des Akkus, geht nicht, weil dieser fest eingebaut ist. Auch ein Nachteil, denn kein Akku hält ewig.

Positiv zu vermerken ist, dass das GPS-Signal ziemlich schnell gefunden wird, erheblich schneller als beim getesteten Smartphone SPX-12.

Zwischenfazit: Man ist versucht, häufig auf das auch bei maximaler Helligkeit bei Sonnenschein nur schwer ablesbare Display zu schauen. Ich habe das Gerät deshalb nur so fest auf dem Lenker montiert, dass ich den Winkel jederzeit verändern kann, damit das Licht nicht blendet. Die Sprachnavigation von komoot habe ich auf jeden Fall sehr vermisst, da sie den Blick frei hält für die Umgebung.  

Energiesparfunktion
Das Teasi One hat eine Energiesparfunktion. Ist sie aktiviert, erscheint nach einer vordefinierten Zeit (standardmäßig zehn 10 Minuten) eine Meldung. Der Anwender wird gefragt, ob das Gerät in den Stand-by-Modus wechseln oder ausgeschaltet werden soll.

Falls ja, pausieren Aufzeichnungen und andere Vorgänge, können jedoch durch Drücken der Ein-/Aus-Taste fortgesetzt werden. Falls das Gerät ausgeschaltet wird, werden diese Vorgänge beendet. Ein aufgezeichneter Trip wird gespeichert.  

Streckenvorschlag nach Zielvorgabe 
Eine andere Möglichkeit, Teasi One zu nutzen, ist die Vorgabe eines Ziels, wonach Teasi die Strecke dorthin vorschlägt. Diese liefert laut Hersteller „die günstigste Wegkombination. Dabei wird darauf geachtet, die Art der Wege (basierend auf dem Anwenderprofil), den Schwierigkeitsgrad und die Distanz zu optimieren.“

Wenn eine der drei Möglichkeiten angetippt wird, zeigt das Gerät die Strecke zu dieser Option an. In der Detailansicht wird das Höhenprofil angezeigt; in der Kartenvorschau steht eine Karte der berechneten Strecke zur Verfügung.

Tipp: Suche nach dem Anfang oder Ende einer Tour 
Bei der Suche des Tracks einer Tour (blaue Linie) führte das Teasi mich schon des öfteren im Kreis herum. Am einfachsten ist es, wenn man die Karte so weit verkleinert, dass der gesuchte Track (blau) schon zu sehen ist. Weicht man dann vom grünen „Such-Track“ ab, weil etwa der vorgeschlagene Weg schlecht befahrbar ist, kann man zumindest die Richtung halten. Teasi rechnet dann blitzschnell einen neuen Track zum Tour-Anfang aus.

Sucht man den Weg zu einer Route, muss man aufpassen, welches Ende man ansteuern will. Denn Touren haben wie die Wurst ja meistens zwei Enden, falls es sich nicht um einen Rundkurs handelt. Meistens lässt sich anhand der angezeigten Entfernung bis zur Tour schon die Lösung finden.

Also: Immer Augen aufhalten und sich nicht blindlings auf Teasi verlassen. Es kann nämlich auch passieren, dass der neu berechnete Kurs in einer großen Schleife wieder zur Abzweigung zurück führt, an der man den Vorschlag verlassen hat. Ich habe da schon manchen Schlenker durch Wohngebiete oder Wälder gemacht.
Übrigens: Man wähle besser „kurz“ oder „einfach“, da der „Vorschlag“ nach meinen Erfahrungen oft suboptimal ist.

Solarunterstützung bei Kompass-Betrieb. Foto: D. Menz

Karte und Kompass 
Die Karte ist das Herzstück von Teasi, auf Straßen und aktueller Standort angezeigt werden. Dazu gibt es Informationen zur gewählten Strecke. Während der Navigation werden weitere Details zur Wegstrecke angezeigt.

Falls keine Navigation aktiv ist, erscheinen ein Kompass sowie zwei einstellbare Felder am oberen Displayrand: Eines der Felder zeigt standardmäßig die Geschwindigkeit und das andere die Reststrecke an - samt Informationen zur Reststrecke, falls der Nutzer sich zu einem bestimmten Zielort navigieren lässt. 

Der Kompass kann nur während der Bewegung angezeigt werden. Die Karte kann durch Antippen verschoben und über die entsprechenden Schaltflächen vergrößert bzw. verkleinert werden. Zum aktuellen Standort gelangt der Fahrer durch Antippen des Pfeilsymbols. Diese Schaltflächen verschwinden nach einer Weile und erscheinen erneut nach Antippen des Displays. Während der Navigation werden in der oberen linken Ecke Anweisung für das nächste Abbiegen sowie die Distanz bis zur Abzweigung angezeigt.

Die Karte kann mit dem Lupensymbol vergrößert oder verkleinert werden. Am unteren Displayrand ist das Höhenprofil der Strecke zu sehen. Dieses kann durch Ziehen nach links verborgen werden. Zum erneuten Anzeigen genügt das Antippen des Displays.

 

Praxis 3: Route mit Teasi One erstellen

„Route“ ist eine einzigartige Funktion, um individuelle Strecken in Echtzeit auf dem Teasi-Gerät zu erstellen. Also vorwiegend unterwegs, wenn kein Computer verfügbar ist.

Eine Route lässt sich in wenigen Schritten erstellen. Wird diese Option im Hauptmenü gewählt, erscheint zunächst eine Karte. Dort ist durch Antippen der Ausgangspunkt festzulegen. Die Karte kann dazu verschoben, vergrößert und verkleinert werden, um die gewünschte Stelle zu finden.  

Tippt der Anwender innerhalb des Kreises, der seinen aktuellen Standort darstellt, das Display an, dann wird Ihr Standort automatisch als Ausgangspunkt übernommen und mit einer auf der Karte mit einer blauen Flagge markiert. Durch Antippen von Wegemarkierungen auf der Karte lässt sich die Strecke festlegen.

Möchte man einen Rundkurs erstellen, ist lediglich das Display in der Nähe der blauen Flagge anzutippen. Teasi erstellt dann automatisch eine kreisförmige Route. Einfacher geht´s kaum. Ich persönlich plane allerdings meine Touren lieber auf dem großen PC-Monitor (mit komoot oder dem Magic Maps Tour Explorer) und überspiele sie dann.  

Fazit: Gutes Preis/Leistungsverhältnis

Teasi One leistet fürs Geld, trotz der genannten Defizite, eine ganze Menge und kann gerade auf Langtouren zu einem unentbehrlichen Begleiter werden, der einem hilft, den Kurs zu halten. Schade, dass man die USB-Buchse nicht zum Nachladen des Akkus während der Fahrt nutzen kann, da diese durch die Halterung blockiert wird. Denn bei voller Displayhelligkeit dürfte der integrierte Akku kaum die angegebenen zehn Stunden durchhalten - in der Praxis waren es meistens maximal fünf Stunden, da man bei hellem Tageslicht nur bei voller Helligkeit die Karte einigermaßen erkennen kann. Vielleicht bietet der Hersteller ja als Zubehör noch eine Halterung mit Aussparung an. Ich habe diese Aussparung einfach selber rausgesägt (siehe Basteltipp). Gut: die regelmäßig überarbeitete Karte ist inbegriffen, Updates sind kostenlos. Und der Support ist hervorragend. Auf Fragen kamen innerhalb von zwei bis drei Tagen kompetente Antworten. Und manche Frage beantwortet die Rubrik der FAQs (am häufigsten gestellten Fragen).

Fazit nach zweieinhalb Jahren Praxis: Mir persönlich hat das Gerät des öfteren geholfen, den rechten Weg zu finden und jederzeit eine verlorene, vorher importierte Route wiederzufinden. Aber auch die vielen anderen Funktionen, insbesondere die Zielnavigation z.B. zu einem Quartier, nutze ich auf jeder Tour. (7. März 2016)

Software-Aktualisierungen steigern den Nutzen 
Unter www.teasi.eu gibt es einen Download-Link zum Teasi Tool. Damit kann man das Teasi One updaten. Der Anschluss per USB darf erste erfolgen, wenn das Teasi eingeschaltet ist. Nach dem Hochfahren muss auf dem Display auf das obere Feld ("Verbinden mit dem PC") geklickt werden.

Das Teasi-Tool, das man nach dem Updaten der Software auf dem PC hat, arbeitet außerordentlich schleppend und hakelig. Die Benutzerführung ist stark verbesserungswürdig. Wie man das Betriebssystem updated, lässt sich nicht ohne weiteres erschließen.

Gibt man bei YouTube als Suchwort "Teasi One" ein, findet man zahlreiche Videos mit hilfreichen Erläuterungen.

Leserfrage: Magic Maps - Touren an Teasi 
Wie exportiert man Magic Maps (Tour Explorer 50 Version 7) mit Kartenbild und Strecke aufs Teasi one?

Antwort von Magic Maps: Um Karten auf das Teasi zu übertragen, müssen Sie das Teasitool auf Ihrem Rechner installiert haben. Öffnen Sie TOUR Explorer und stellen Sie in der 2D-Kartenansicht den Kartenausschnitt ein, den Sie übertragen möchten. Bitte achten Sie darauf, dass dieser nicht zu groß gewählt wird. Wir empfehlen Kartenmaterial für ca. 1 Tagesetappe oder bis ca 1000 km². Gehen Sie nun in das Menü ÜBERTRAGEN und wählen Sie hier TEASI aus  und anschließend die linke Schaltfläche „Karte zum TEASI Tool auf dem PC exportieren“ (s. Abb.)

Vergeben Sie einen Namen und starten Sie die Übertragung.  Dies kann je nach Größe des Kartenausschnitts einige Zeit dauern.
Schließen Sie nun Ihr Teasi-Gerät per USB an den Rechner an und Öffnen Sie TEASI tool.

Dies geht folgendermaßen:  
- PC Starten, TEASI-Gerät einschalten
- Wenn das TEASI-Gerät komplett hochgefahren ist, kann man es via USB Kabel mit dem PC verbinden
- Wenn die Abfrage nach Laden/verbinden kommt, bitte 5 Sekunden warten, dann auf den „Verbinden“ Button drücken
- Falls ein „Formatieren Pop up“  erscheint, (das ist bei manchen Windows Versionen so), unbedingt auf „Abbrechen“ drücken!
- Das Gerät ist dann korrekt verbunden, wenn es im Dateimanager als Wechseldatenträger sichtbar ist
- Jetzt kann TEASI Tool gestartet werden

Im TEASI Tool öffenen Sie nun die registerkarte „Karten“ und wählen „Raster Maps“ aus. Hier erscheinen alle von Ihnen übertragenen Kartenausschnitte. Sie können diese durch Anklicken auswählen und durch Drücken auf den Pfeil in der Mitte unten auf das TEASI-Gerät übertragen.

Auf einen Blick

  • Getestet: Teasi One - GPS-Navigationsgerät für Wanderer, Tourenradler und Mountainbiker

  • Kartenmaterial: im Lieferumfang, einsetzbar in 27 Ländern, kostenfreie Aktualisierung

  • Navigation: auf Straßen, Radwanderwegen, Feld- und Waldwegen

  • Display: 3,2 Zoll Touch-Farbdisplay (8,1 cm), 320 x 480 Pixel

  • Tourenplanung: nach Entfernung, Zeit oder Kalorienverbrauch

  • Gehäuse: robustes, gegen Spritzwasser geschütztes Gehäuse nach IPX5

  • Lieferumfang: GPS-Gerät, variable Fahrradhalterung mit Montagematerial, Karten für 27 Länder, USB-Kabel, 220 V USB-Adapter, Kurzanleitung

  • Stromversorgung: fest eingebauter Akku

  • Hersteller: Baros, Hannover, www.a-rival.de

  • Infos inkl. Video: www.teasi-one.de

  • Preis bei Conrad Electronic: jetzt von 159 auf 149 Euro gesenkt, Best.-Nr. 374316 (Stand: 10.2.2015)

  • Bezug: www.conrad.de

Handbuch als PDF  
Fragen und Antworten - FAQ: http://www.teasi.eu/service/faq/

Diese kompakte Lenkerhalterung habe ich im Einsatz:

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