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Tour Explorer 6 setzt auf OSM-Karten

Praxistest der Software zur Routenerstellung und -bearbeitung von Magic Maps - Zulieferer
für die Smartphone-App Scout

Übersichtsbildschirm Deutschland

 

Aufgezeichneter Rundkurs in der Karte der Version 6:
Die Karten stammen von Open Street Maps (OMS).

 

Zum Vergleich: Importierter GPS-Track der Deutschen Fußball-Route am Rhein in Duisburg, angezeigt auf einer Navteq-Karte im Tour Explorer Version 5.

 

 

Dann muss die Statusleiste ganz oben auf dem Display des Smartphones (auch als Benachrichtungsleiste bezeichnet) nach unten aufgezogen werden.
Klick auf "USB-Verbindung" und ...

 

... das Android-Männchen erklärt, dass die 
Verbindung hergestellt ist. 

 

Positionsermittlung auf der Online-Karte

OSM-Karte

Wegpunkte erstellen

Fotos/Screenshots: Magic Maps

 

 

 

Ausführliche Informationen zu
Scout und Tour Explorer
finden Sie hier:

www.magicmaps.de 

 

 

Neben dem Scout hat Magic Maps seit langem den Tour Explorer (hier kurz als TE bezeichnet) im Programm, eine umfangreiche PC-Software für die Planung von Wandertouren und Radtouren, die ebenfalls auf Topo-Karten setzt. Wer den Umgang mit Google Maps und OSM gewöhnt ist, muss sich natürlich erst einmal in die ziemlich komplexe Bedienung einarbeiten.

Die Version 6 wartet mit weiteren Schmankerln auf. So ist in einer POI-Datenbank alles Wichtige an der Strecke gespeichert von der sehenswerten Burgruine bis zum Eiscafé, sogar Pensionen und Campingplätze sind verzeichnet. POI heißt: Points of interest, also etwa: interessante Orte.

Die Installation dauert rund eine halbe Stunde, es sind ja auch jede Menge Daten auf die Festplatte zu schaufeln. Dass die Version 5 bereits installiert ist, spielt wohl keine Rolle. Ich lasse sie vorsichtshalber erstmal drauf, da ich damit meine Deutschlandkarte 1:50.000 bestimmt weiter nutzen kann. Ob das auch mit der Version 6 möglich ist, muss sich erst zeigen.

Am Ende der Installation werde ich gefragt: „Soll Tour Exploren mit IKT Dateien verknüpft werden?“. Ehe ich mich schlau gemacht habe, was IKT bedeutet, geht es schon weiter mit dem Update-Tool und der Karteninstallation. Dazu muss ich natürlich die Karten-DVD einlegen.

IKT ist übrigens  die Dateiendung einer Projektdatei. Klickt man bei „Verknüpfung“ auf JA, wird später beim Klick auf eine solche Projektdatei die Tour-Explorer-Software automatisch gestartet.

Die Karteninstallation dauert bei meinem Notebook auch wieder eine satte Viertelstunde. Aber draußen schneit es, am Ofen ist es warm und ich kann in dieser Zeit schon in die 20-seitige Bedienungsanleitung schauen. Ohne Lesebrille geht das allerdings kaum...

Erster Programm-Start  
Im Unterordner „Radtouren“ finde ich nach der Installation der Länderkarten Niedersachsen/Bremen zahlreiche fertige Touren. Der Klick auf eine IKT-Datei öffnet aber nicht den eben installierten Tour Explorer 6, sondern die Version 5, die zudem noch auf ein Update hinweist. Das ist schnell erledigt.  Auch für die Version 6 wird ein Update angeboten. Ich aktualisiere auf Version 6.0.3. Die Nutzeroberfläche ist allerdings bei den Versionen 5 und 6 nicht identisch, so dass es sinnvoll wäre, die Deutschland-Karte mit der neuen Version zu nutzen. Das geht aber nicht, da Version noch mit Navteq-Karten arbeitet, Version 6 aber mit OSMs.

Um IKT-Dateien mit Version 6 zu öffnen, muss nun erst in Windows das ausführende Programm geändert werden. Die Programmdatei von Tour Explorer 6 steckt im Ordner „Program Files (x86)“ und dem Unterordner „MagicMaps“ sowie dem Versionsordner und heißt FlyAwax.exe (vom 30.11.2012). Wenn ich diese Datei anklicke, wird trotzdem die Version 5 gestartet.

Klicke ich aber auf das nach der Installation auf dem Desktop erschienene Icon der Version 6, wird diese auch tatsächlich gestartet und ich zur Eingabe des Lizenzschlüssels aufgefordert. Der steht hinten auf der Bedienungsanleitung und hat 24 Stellen, wobei nicht klar zu unterscheiden ist zwischen Null und Oh. Null ist richtig. Darunter steht aber, was ich erst nach der Eingabe sehe, dass die Software bereits freigeschaltet sei. Egal, nun geht es los.

Erste Versuche mit Version 6  
Die Software ist gestartet. Über die Hilfe-Funktion kann man sich mit den Programmfunktionen vertraut machen. Leider kann man sich die für einen selbst wichtigen Passagen nicht herauskopieren. Die kleine Schrift lässt sich nicht auf eine andere Schriftgröße ändern, so dass sich das Lesen ziemlich mühsam gestaltet und man bald dazu neigt, es ganz sein zu lassen und nach der Methode „Probieren und Irrtrum“ - Try and Error - vorzugehen.

Also los: Über „Datei öffnen“ lade ich das Projekt Allerradweg. Allerdings erscheint es noch nicht in der Projektliste, sondern muss erst im Programmordner nach zahlreichen Klicks gefunden werden. Dann habe ich ihn, wo er stehen soll! Ich vergrößere die Karte auf den Bereich Wienhausen und klicke auf Speichern. Meldung: „Das Projekt konnte nicht gespeichert werden“. Also speichere ich es unter einem neuen Namen, was dann auch funktioniert.

Beim Schreiben des Testberichts muss ich öfter zwischen Programmfenster und Textfenster wechseln. Dabei ist hinderlich, dass das Fenster des Tour Explorers sich nicht nach vorne holen lässt. Ich muss das Textfenster also jedesmal in der Taskleiste verschwinden lassen.

Gewöhnungsbedürftig ist auch das Verschieben des Kartenausschnittes mit den Pfeiltasten. Per Maus geht es nicht und führt zu überraschenden Erscheinungen. Ein Doppelkick auf den Track öffnet ein Informationsfenster zum Allerradweg (im Internetbrowser, aber von der Festplatte).

Nein: Hier heißt er - eine grassierende Seuche unserer Zeit - „Aller Radweg“. Bindestriche oder gar Zusammenschreibung sind ja aus der Mode gekommen. Der Grund dürfte wohl darin liegen, dass auf iPhone & Co. das Schreiben eines Bindestriches umständlich ist. Technik beherrscht leider den Menschen, nicht umgekehrt! Bleiben wir unerbittlich beim „Allerradweg“ oder wenigstens beim „Aller-Radweg“ (offizielle Schreibweise).

Der Tour Explorer 6 bietet eine Menge weiterer Möglichkeiten wie das Anlegen von Wegpunkten, wenn man eine interessante Stelle im Gelände oder einfach nur sein Hotel oder seine Pension am Abend später wiederfinden möchte.

 

Vom Tour Explorer zum Scout

So soll die Route aufs Smartphone kommen

Hat man im Tour Explorer eine Route erstellt oder bearbeitet, möchte man diese natürlich irgendwann einmal fahren und sich dabei vom Navi leiten lassen. Also muss die Route aufs Smartphone, wo der Magic Maps Scout bereits installiert ist und gestartet wurde.

Smartphone und PC verbinden
Für die Übertragung, die laut Anleitung per WLAN oder USB-Kabel passieren kann, müssen Smartphone und PC natürlich entsprechend verbunden werden. Anschließend ist in der Registerkarte „Übertragen“ auf „Assistent starten“ zu klicken, wonach sich ein Fenster „Mobile Geräte und GPS“ öffnet. So weit so gut.

Die Bedienungsanleitung bringt mich ins Grübeln: Dort heißt es: „Sowohl Ihr PC als auch das Android Handy (per WLAN) müssen in einem gemeinsamen Netz angemeldet sein. Überprüfen Sie dieses in den "Einstellungen" unter "Drahtlos & Netzwerk" und WLAN-Einstellungen.“ Wo denn bloß? Welche Einstellungen? In Windows? Auf dem Smartphone? Im Scout? 

So geht´s: In Android auf dem Smartphone befindet sich der Button "Einstellungen" unter den Apps. Dort kann man die oben genannten Einstellungen vornehmen und das WLAN aktivieren. Ein- und ausgeschaltet wird es über die Statusleiste bzw. Benachrichtigungsleiste am oberen Bildrand, die man nach unten aufziehen kann. Alternativ erreicht man die Einstellungen auch über das Doppelrechteck unten und den Punkt "Systemeinstellungen" vornehmen.

Die Anleitung sagt: „In Scout wählen Sie im Menü Einstellungen "Mit Computer verbinden". Den angezeigten Code müssen Sie dann im TourExplorer eingeben.“ 

So geht es: Das Menü "Einstellungen" beim Scout erreicht man, wenn der Scout aktiv ist, durch Drücken des Doppelrechtecks (rechts unten auf dem Display). Dort schiebt man das Menü so weit nach unten, bis man zum Punkt "Mit Computer verbinden" gelangt. Den aktiviert man, woraufhin ein vierstelliger Zahlencode angezeigt wird.

Nun wechselt man an den Computer, der ebenfalls mit dem Netzwerk (meistens über einen Router wie die FritzBox!) verbunden sein muss. Dort startet man den TourExplorer (ab Version 5.0.8), um Daten zum Android-Handy schicken oder von dort welche abholen zu können. Die Exportfunktion steckt beim Tour Explorer im Menü "Übertragen" unter dem Punkt "Assistent starten", schließlich unter dem Fensterausschnitt "MagicMaps Scout für Android".

Klickt man darauf, erfolgt die Aufforderung, den Zahlencode einzugeben, der auf dem Smartphone angezeigt wird. Nach dem Bestätigen der Eingabe sollten PC und Smartphone verbunden sein. Eigentlich ganz einfach, es muss einem nur richtig erklärt werden.

Datenaustausch per USB  
Da die Verbindung über das WLAN relativ langsam ist, freut es mich natürlich um so mehr, dass der MagicMaps Tour Explorer ab der Version 6.0.3 den Kartenexport für Scout (Android) per Kabel direkt auf den PC anbietet. Diese Übertragungsart ist deutlich schneller und daher auch gut für den Export größerer Regionen geeignet. "Unter Umständen", heißt es auf der Homepage, "werden dabei mehrere Exportdateien angelegt". Dazu muss in Windows die SD-Karte des Smartphones als Laufwerk angemeldet werden.

Es wird auch erklärt, wie der Datenaustausch per USB funktioniert:
Die Kartendaten können z.B. lokal in der Datei C:/TEMP/customtile.db* oder in einem anderen Ordner der eigenen Wahl gespeichert werden. Diese Daten müssen dann noch auf das Android-Gerät in das Verzeichnis /MagicMaps/Scout/customtiledb/ kopiert werden.

Gut zu wissen: Wenn man die Datenbankdatei C:/TEMP/customtile.db* auf dem PC gespeichert lässt, kann man der Datei noch weitere Kartenexporte hinzufügen. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Speicher des Smartphones groß genug ist.

Neuer Versuch - diesmal mit abgeschalteter Firewall. Jetzt klappt der Export der kompletten Karte von Niedersachsen/Bremen in den PC-Ordner: Im von mir angelegten Ordner "meinname/Eigene Dokumente/Magic Maps/GPX-Touren" befindet sich eine über 37 MB große Datei namens customtile.db. Es ist der gleiche Dateiname wie der jener Datei, die im Ordner „MagicMaps/Scout/custumtiledb" der Scout-Software auf dem Smartphone gespeichert ist. Die vorhandene Datei lösche ich und kopiere die konvertierte Karte auf die SD-Card des Smartphones. Nun starte ich den Scout neu, aber immer noch ist die bisher angezeigte Karte zu sehen. Die neue Karte befindet sich zwar unter dem originären Dateinamen customtile.db im Ordner, wird aber nicht geladen.

Und dann erscheint sie doch: Erst nachdem ich das WLAN eingeschaltet und das Smartphone neu gestartet habe, wird die neue Karte angezeigt. Aber wieso geht das plötzlich? Evt. war die alte Karte noch im Cash ... ???

Hilfe bei Netzwerkproblemen
Im Internet-Forum gibt Magic Maps folgende Hinweise zu Netzwerkproblemen:  
„Um die Ursache zu finden haben wir folgende Checkliste:
- Sie müssen Administrator sein
- Firewalls (Router, PC, sonstige) müssen deaktiviert oder mit Sonderregeln für Smartphone und Software versehen werden
- Smartphone und PC müssen im gleichen Netzwerk sein
- Aktuelle Version von Scout und Tour Explorer wird benötigt
- Smartphone und Tour Explorer müssen miteinander kommunizieren dürfen (bei Fritz-Boxen nicht unbedingt Standard)
- liegt neben der physischen Netzwerkkarte auch eine virtuelle Netzwerkkarte vor (z.B. Oracle VirtualBox), muss die virtuelle Netzwerkkarte zum Export deaktiviert oder deinstalliert werden.

Zum Test kann es hilfreich sein, die Firewall kurzzeitig zu deaktivieren. Damit schließt man bereits einige Problemstellen aus. Das Aktivieren danach aber nicht vergessen!!! 
Sollten Sie noch eine Ursache für das Verbindungsproblem gefunden haben würden wir uns freuen wenn Sie uns dies mitteilen.“  

Wie exportiere und importiere ich Touren/Tracks?  
Diese Frage wird ebenfalls auf der Scout-Service-Seite von Magic Maps beantwortet:

„Der Tourenaustausch erfolgt über ein Verzeichnis auf der SD-Karte. Das Verzeichnis befindet sich auf der SD-Karte unter MagicMaps/Scout/Tracks. Dieses Verzeichnis wird zur Synchronisation von Touren und Tracks mit der Scout-internenTouren-Datenbank verwendet.

Um eine externe Tour in Scout zu verwenden, muss die GPX-Datei der Tour in dieses Verzeichnis kopiert werden. Wird der Reiter Touren in Scout ausgewählt, dann werden die Touren von Scout mit den Touren in dem Verzeichnis abgeglichen und als Eintrag in der Tourenliste von Scout angezeigt. Die Tour kann jetzt ausgewählt und auf der Karte dargestellt oder zur Navigation verwendet werden.  
Mit Scout aufgezeichnete Tracks werden als GPX-Datei in demselben Verzeichnis abgelegt.“

Navigation mit dem Scout  
Sind Kartenausschnitt und Tour endlich auf dem Scout, kann es losgehen, sobald die GPS-Verbindung steht. Die Navigation wird durch Anklicken des Pfeilsymbols links unten auf dem Display gestartet. Grafische Pfeilsymbole oben rechts geben Abbiege- und Richtungshinweise. Oben links wird die Distanz zum Ziel angezeigt.

Hat man kein Kartenmaterial der Gegend, die man gerade durchradelt, gespeichert, kann man auf Onlinekarten zugreifen. Dazu ist natürlich eine aktive Internetverbindung nötig.

Zunächst ist per GPS oder Ortssuche der eigene Standort zu ermitteln und anschließend die Karte mit dem Kompass durch Klick auf den Button oben links auszurichten. Schon sieht man auf dem Display, wo man sich gerade befindet.

Hat man einen Internetzugang, wird die Basiskarte angezeigt und automatisch mit der aktuellen Position nachgeführt.

(Quelle: PowerPoint-Präsentation von Magic Maps 2/2013)  

Scout - die App zum Tour Explorer - Tour Explorer 5

Tour Explorer Online und Magic Maps Live

Übersicht: Fahrrad-Navigation mit GPS

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