Radtouren A bis Z
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Screenshot der Komoot-App: Die
Tour ist offline verfügbar

Höhenprofil (unten)

Das Ziel im Blick

Auf dem Smartphone erstellter 
Track: Die Navigation beginnt

Komoot-App – Update Juli 2019

Bislang habe ich Komoot ausschließlich genutzt, um am PC Radrouten zu erschließen und den von Komoot erzeugten GPS-Track auf mein Fahrrad-Navi zu überspielen. Das hat auch ziemlich gut funktioniert. Nachdem mein alltes Handy nun im Frühjahr 2019 den Geist aufgegeben hatte, musste ein neues Gerät her und ich entschloss mich, nun doch auf ein Smartphone „upzudaten“. Als blutiger Smartphone-Neuling musste ich mich natürlich erst mit der komplexen Software dieses Minicomputers vertraut machen, was bisweilen in pure Verzweifelung ausartete und der Hilfe eines Freundes bedurfte.

Warum damit dann nicht auch das ebenfalls schon in die Jahre gekommene Teasi-Navi ersetzen oder zumindest ergänzen. Nach längeren Recherchen und einigem Probieren stieß ich auf die Möglichkeit, Komoot auf dem Smartphone zu nutzen, wobei ich dafür sogar auf mein für den PC vor Jahren erworbenes Kartenpaket für Deutschland und die Welt (kostet immer noch schlappe rund 30 Euro und lohnt sich auf jeden Fall) zurückgreifen kann – ohne weitere Kosten. Die App an sich ist ja gratis, man kann auch nur einzelne Regionen per In-App-Kauf erwerben.

Alle eigenen Daten werden auf den verschiedenen genutzten Geräten synchronisiert.

Komoot-App schnell installiert

Für Android, das auf meinem Samsung als Betriebssystem läuft, fand ich nach einigem Suchen auch bald die Komoot-App. Die Installation geht per WLAN zügig vonstatten. Das Einloggen erfolgt mit den selben Zugangsdaten wie beim PC.

Komoot vereint ein Navigationssystem für Radfahrer mit einem Tourenplaner. Anhand von Parametern wie der eigenen Kondition, der gewünschten Tourdauer und der angemessenen Länge der Tagesetappe lässt sich die Wunsch-Fahrradroute problemlos zusammenstellen. Der Tourenvorschlag kann per Mausklick, pardon: Fingertippen, einfach variiert und den eigenen Wünschen angepasst werden.

Offline navigieren - Erfahrungen

Die App funktioniert offline, verursacht beim Navigieren demnach keine Kosten. Als erstes muss natürlich beim Smartphone der Zugriff auf das GPS-System aktiviert werden, was über die Einstellungen erfolgt. Dann lädt man die geplante Tour vor dem Start von Komoot auf das Navi herunter – am besten per WLAN - und kann die Daten dann offline nutzen. Ein Stecknadel-Symbol zeigt alle offline nutzbaren Touren des eigenen Komoot-Accounts an.

Was mir auffiel: Auch nach meinem Geschmack leichte Touren werden oft als schwer oder mittelschwer eingestuft. Bei Tests in bekanntem Gelände wurde nicht immer die kürzeste bzw. sinnvollste Tour gewählt. Einmal ging es sogar über einen durch Barrieren vor Radfahrern "gesicherten" schmalen Fußweg, obwohl der Weg über die 50 m entfernte Straße besser ist. Aber Komoot kann ja lernen, indem Anwender ihre Anregungen melden.

Um zur Tour geplanten zu gelangen, kann man sich, wenn diese vom Standort entfernt ist, per entsprechendem Button zum Start navigieren lassen. Natürlich muss dabei die GPS-Funktion aktiviert sein. Dabei muss man auf jeden Fakk online sein.

Die Navigation erfolgt wahlweise per Sprachanweisung oder per Signal.

Die App ist in fünf Bereiche (Tabs) aufgeteilt: Entdecken,  Planen, Aufzeichnen eigener Touren während der Fahrt, Profil (alle eigenen gemachten und geplanten Touren sowie die Einstellungen finden sích hier) sowie die erworbenen Regionen .

Hat man das weltweite Komplettpaket, kann man diesen Menüpunkt verbergen Das geht im Profil unter EinstellungenApp-Einstellungen.

Die Karten sind vom Design her so gestaltet, dass sich die Wege gut unterscheiden lassen. Die Straßennamen sind allerdings reichlich klein geschrieben, was manchem älteren Radler wie mir Probleme bereiten könnte, falls er nicht die optimale Brille dabei hat.

Hier findet man die wichtigsten Links zu den Themen Touren finden und planen, alles über Wegtypen und Höhenmeter sowie zum Thema GPX Import:

https://support.komoot.com/hc/de/categories/360001454291-Touren-finden-und-planen

Tour in der App planen

https://support.komoot.com/hc/de/articles/360026462912-Touren-in-der-App-planen

Manches ist allerdings umständlicher als etwa beim Teasi, z.B. das Anzeigen von Radwegen, die sich beim Navi einfach per Voreinstellung einblenden lassen. Bei komoot geht's laut Webseite so:

„Auf unserem Routenplaner auf der Komoot Website unter https://www.komoot.de/plan kannst du dir über den Kartenbutton auf der rechten Seite die OpenCycleMap einblenden lassen.

Hier siehst du alle dort eingetragenen Radwege, und kannst dann auch direkt darüber planen.

Alternativ kannst du dir bereits vorgeplante Touren über den Radweg deiner Wahl in Form sogenannter GPX-Dateien im Internet suchen. Diese kannst du dann bei komoot über https://www.komoot.de/upload  hochladen und als geplante Touren speichern.“  

Fazit: Navigation der Spitzenklasse

Die App erwies sich als sehr gut und hat uns sicher über die "Teststrecke" geführt: den Grünen Ring in Hannover. Einige Fragen blieben allerdings offen: 
Wie kann ich einstellen, dass der Weg immer in Fahrtrichtung angezeigt wird?
Wie kann ich den Akku schonen, indem das Display sich ausschaltet oder abblendet, wenn keine Richtungsänderung erforderlich ist?
Wo kann ich die Karte auf die neue HD-Karte updaten? Der angezeigte Update-Button war schneller wieder weg, als ich draufklicken konnte.

Diese Fragen sollten in Kürze beantwortet sein.

Hier findet man die Links zu allen Tipps und Tricks

Komoot steht für Android- und iOS-Smartphones zum kostenlosen Download bereit.

Seit August 2019 gibt es die Karten in hoher Auflösung (HD), wobei die Dateigröße dennoch geringer ausfällt.

Eine komplette Anleitung zu komoot habe ich nirgends gefunden, aber die Bedienung ist ja weitgehend intuitiv. Und für Fragen gibt es den Support und die Gruppe der Anwender.

Dieter Hurcks, 7. August 2019

komoot - Fahrradnavigation in der Praxis 

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