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Liste berechneter Routen

Routen-Details

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Route Burgdorf-Celle

Route entlang des Maschsees in Hannover

Synchronisieren zwischen Smartphone und Internet-Account

Routing-Eingabe Burgdorf-Lehrte

Ergebnis: die berechnete Route von Burgdorf nach Lehrte - die Routing-Maske finden Sie auch HIER

Mit My Tracks aufgezeichneter 
Weg

 

ADFC: Sternenrouten

Scout für Android: 
OpenCycleMap mit Track

Scout für Android: 
Fahrrad Computer

Erfahrungen mit kostenlosen Navigationsprogrammen für Smartphones

Naviki, May Tracks und Co.  

Sucht man ein wenig im Internet, stößt man auf diverse Software für die Fahrrad-Navigation mit GPS-Anbindung - kostenlose wie kostenpflichtige aller Preiskategorien. Allerdings sind die Erfahrungsberichte der Anwender oft sehr durchwachsen, so dass man eher skeptisch an die Sache herangehen sollte. Anscheinend ist da eine Menge Unausgereiftes auf dem Markt. Bisweilen habe ich den Verdacht, dass positive Beurteilungen sogar getürkt sind.

Naviki - eine Online-Fahrrad-App für Android

Naviki ist eine kostenlose Fahrrad-Navigationssoftware. Entwickelt wurde sie im Labor für Software Engineering an der Fachhochschule in Münster. Und bei den Nutzern kommt sie durchweg gut an. „Macht einfach Spaß. Habe mir zum Aufladen meines Handys am Fahrrad noch den ADA bikeconverter gegönnt. Ein perfektes Zusammenspiel. Tolle Routenführung!“ Oder: „Sehr gute App zum Verwalten der aufgezeichneten und geplanten Routen. Man kann nahtlos vom Handy auf den PC wechseln. Es fehlen noch ein paar Features wie z.B. dass bei aufgezeichneten Tracks die tatsächliche Geschwindigkeit angezeigt wird.“

Es gibt aber aus dem Jahr 2012 auch kritische Stimmen, die von Abstürzen berichten. Besondere Kritik erntet die in den Geschäftsbedingungen abgedruckte „Sammelwut“ der Software: „Warum will die App meine Kontakte, meine Anruflisten und die IDs lesen? Und warum will sie das Recht, Telefonate führen zu dürfen?“

Hier das vom Entwickler angegebene Leistungsvermögen und die wichtigsten Funktionen der Naviki-App: 
- Das Fahrrad-Navi immer dabei: Radroute zur Zieladresse jederzeit unterwegs bei Naviki abfragen - Naviki macht das Smartphone zum Fahrrad-Navi.  
- Wege aufzeichnen sowie automatisch auf naviki.org dokumentieren. Persönliche Statistiken erstellen.  
- Routen planen und später aufrufen - auf naviki.org anmelden, Wunschrouten berechnen und diese anschließend automatisch unter „Meine Wege“ per App aufrufen.  
- Tachometer inklusive: Naviki ersetzt den Tacho, zeigt Geschwindigkeit, Kilometerstand und mehr an.

Neue Funktionen in der Version 2.5 (Stand: 3. Februar 2013): 
- Speichern aufgezeichneter Wege auf dem Handy und Synchronisieren mit eigenem Account auf www.naviki.org
- OpenStreetMap als Hintergrundkarte (mit spezieller „Fahrrad“-Ansicht)
- Speichern ausgewählter Kartenausschnitte auf dem Smartphone
- Möglichkeit, aus der App manuell bei Standorten anzurufen, zu denen die Karte Infos bereithält (daher die Frage nach der „Telefon-Berechtigung“)

Weitere Tipps 
Steckt das Smartphone mit einer handelsüblichen Halterung am Fahrradlenker, lassen sich die Naviki-Vorteile besonders komfortabel nutzen, meinen die Entwickler. Und: „Das Aufzeichnen per GPS funktioniert auch aus der Fahrrad- oder Jackentasche.“ Stimmt, habe ich ausprobiert.

Um die Stromversorgung unterwegs zu gewährleisten, sollte man eines der heute verfügbaren Ladegeräte erwerben. So gibt es Systeme, die den Nabendynamo anzapfen. Mit Solarladern habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht.

Auf der u.a. Homepage finden sich Links u.a. zu diversen Anbietern von Geräten, mit denen sich der Nabendynamo anzapfen lässt. Quelle und mehr: www.naviki.org  

Praxis: Naviki-App laden und installieren

Zum Laden der Naviki-App gehe ich auf diese Internetseite und werde aufgefordert, da ich noch keines habe, ein Konto bei gmail.com einzurichten, dem E-Mail-Dienst von Google. Das nimmt einige Zeit in Anspruch.

Anschließend geht es zum Markt, der, für mich etwas missverständlich, „Google Play“ heißt, warum auch immer. Danach ist die Installation kein Problem.

Nach dem Start der Naviki-Software erscheint zunächst das Hauptmenü, wo man unter den oben bereits genannten drei Anwendungen wählen kann. Da nur das Aufzeichnen einer Route offline funktioniert, probiere ich dies aus.

Praxistest 1: Route aufzeichnen mit Naviki  
Sobald eine aktive GPS-Verbindung vorliegt, kann ich losfahren. Auf dem Display ist nur der Track als rote Linie zu sehen, keine Karte - es sei denn, man hat sie bereits im Cache des Smartphones oder ist, wie gesagt, online. Außerdem wird die Geschwindigkeit angezeigt, deren Wert jedoch stark springt. Auch die aktuelle Höhe über NN lässt sich ablesen. Nach dem Ende der Tour finde ich keinen Button zum Speichern. Also heißt es nun, sich auf der Naviki-Homepage schlau zu machen. Lösung: Mann drückt auf das doppelte Rechteck, die Menütaste, und gelangt in das Kontektmenü von Naviki. Dort kann man die Aufzeichnung stoppen.
Aber wie speichert man sie?

So sieht eine Route auf der Internetseite aus.

App und Webseite kombiniert nutzen
Auf www.naviki.org berechnete Routen sind sofort in der App sichtbar. Die Route kann in verschiedenen Darstellungen angezeigt werden, z.B. aus Satellitensicht, als Karte oder kombiniert (Hybrid). Wählt man OSD-Rad, dann werden auch vorhandene ausgeschilderte Radweg einbezogen. Bei meinem Versuch wird einmal ein Weg gefunden, den ich so auch gefahren wäre. Dabei ist ein ausgeschilderter Regionsradweg jedoch nur zum Teil einbezogen.

Ein andermal führt die Route an einer stark befahrenen Straße entlang. In dem Fall hätte ich einen anderen Weg gewählt. Man muss also schon ein wenig selber mitdenken und sollte sich nicht blindlings auf eine vorgeschlagene Route verlassen.

Neben der Texteingabe kann man auch direkt auf einer Karte per Mausklick rechts den Start- und Zielpunkt festlegen.

Gespeicherten Weg "Zum Routing verwenden"  
Um eine gespeicherte Route abzufahren, ist diese natürlich zwischen PC und Handy zunächst zu synchronisieren. Dazu müssen natürlich PC und Smartphone im gleichen WLAN angemeldet sein. Danach bei Android den gewünschten Weg aus der Liste aufrufen, anschließend „Zum Routing verwenden“ anklicken.  Eine Sprachnavigation ist leider in der aktuellen Naviki-Version nicht möglich. Aber sicherlich wird auch die bald integriert, damit man beim Radeln nicht ständig aufs Display starren muss.

Eigene Routen veröffentlichen  
Hat es mit der Routenaufzeichnung geklappt, kann man diesen Weg und alle weiteren gespeicherten Aufzeichnungen auf die Naviki-Website hochladen und, wenn man möchte, sogar anderen Radlern zur Verfügung stellen. Natürlich muss man sich dort zunächst registrieren.  
Nach dem Anmelden finden sich unter „Mein Naviki“ diverse Listen mit den eigenen Routen und denen anderer Naviki-Nutzer. Dazu gibt es eine Liste der Radler mit den meisten zurückgelegten Kilometern. Durch „Inhalte festlegen“ kann jeder selbst entscheiden, welche Listen er sehen möchte. Man muss es ja nicht gleich übertreiben mit den Statistiken... Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Routing-Formular für Leser  
Naviki bietet sogar die Möglichkeit, ein Routingformular in die eigene Website einzubinden. Das habe ich natürlich umgehend realisiert, um den Lesern von radtouren.net einen weiteren Mehrwert zu bieten. Leider war nach dem Einbau des Codeschnipsels jedoch der Rest meiner Webseite verschwunden, so dass ich das Ganze wieder rückgängig gemacht und einen normalen Link eingebaut habe.

Mithelfen beim Optimeiren des Wegenetzes
Ziemlich neu ist das Naviki-Leserforum (FAQ), das in erster Linie dem Erfahrungsaustausch dienen soll und viele Fragen schon beim Reinlesen beantwortet. Leser/Nutzer können selber dazu beitragen, das von Naviki geroutete Wegenetz zu optimieren. Dazu folgender Hinweis von der Naviki-FAQ:

"Ich habe mir bei Naviki eine Route berechnen lassen und weiß, dass es für das Fahrrad eine attraktivere Verbindung gibt. Was kann ich tun?
Viele der bei Naviki berücksichtigten Wege wurden von Nutzern aufgezeichnet und bei Naviki hochgeladen. Zudem kennt Naviki zahlreiche offiziell ausgeschilderte Fahrradstrecken und insbesondere die für das Fahrrad geeigneten Wege bei OpenStreetMap (OSM). Offenbar wurde die Ihnen bekannte Verbindung dabei noch nicht berücksichtigt. Am besten, Sie zeichnen die Strecke mit der Naviki-App oder einem GPS-Gerät auf und laden sie bei Naviki hoch."

Dort ist auch zu lesen, dass man bei der Nutzung von Naviki online sein muss. Denn: "Der Kontakt zum Naviki-System im Internet muss vorhanden sein, um Routingergebnisse anzuzeigen. Zudem laden die Apps die angezeigten Kartenausschnitte regelmäßig aus dem Internet nach. Berechnete Routen und aufgezeichnete Wege werden zunächst auf dem Smartphone gespeichert und dann beim Synchronisieren mit dem Konto auf naviki.org abgeglichen." Für dieses Verfahren habe man sich entschieden, weil heute sowieso fast jeder eine Flatrate habe.

Auf dieser FAQ-Seite gibt es viele weitere Tipps vom Entwickler zu möglichen Fragen, die wirklich weiter helfen. Klasse!

Was Naviki sonst noch kann  
Besonders beeindruckend ist der Überflugmodus von Naviki: Im „Earth-Modus“ lassen sich für das Fahrrad berechnete und selbst hochgeladene Routen bei Naviki überfliegen. Dabei wird anstelle der Karte eine dreidimensionale Landschaft angezeigt. Voraussetzung ist hierbei natürlich, dass Google Earth auf dem PC installiert ist.

Laut Anleitung auf der Naviki-Homepage können ausgewählte Kartenausschnitte auch gespeichert werden. Wie das geht, habe ich jedoch noch nicht ermitteln können.  

Nutzungsbedingungen der Touren-Daten  
Sämtliche von Nutzern bereitgestellte Daten, die in www.naviki.org verwaltet werden, stehen unter der Lizenz "Creative Commons Attribution Share Alike 2.0" (cc-by-sa 2.0, zu deutsch „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0“). Jegliche Art der Nutzung von Naviki-Daten, auch gewerblich, ist zulässig; es muss jedoch angegeben werden, dass die Daten von www.naviki.org stammen, und jedes Werk, das aus Naviki-Daten abgeleitet ist, muss wiederum unter der cc-by-sa-Lizenz stehen. Das ist ähnlich wie bei Wikipedia.

Naviki scheint also zu funktionieren. Nun folgt der nächste Test mit einer anderen kostenlosen App.  

Praxistest 2: Route aufzeichnen mit My Tracks

My Tracks ist ein OpenSource-Projekt, also ebenfalls kostenlos. Es hat eine schlichte, aber sofort zu durchschauende Bedienoberfläche. Sobald das GPS-Signal vorliegt, kann es losgehen. Ich radele über Land und sehe, wie die rote Linie voranschreitet. Da das Smartphone in meiner Fahrradtasche liegt (ich habe ja noch keine richtige Lenker-Halterung), beobachte ich es nicht weiter. Nach etwa zwei Kilometern bin ich doch neugierig und schaue nach.

Was ist das? Das Display des SPX-12 ist dunkel. Es hat sich anscheinend trotz Aktivität nach den eingestellten fünf Minuten abgeschaltet (Bildschirmschoner). Beim Naviki-Test blieb das Display die ganzen drei Kilometer an, was natürlich auf Kosten des Stromverbrauchs geht.

Einschalten lässt es sich nun auch nicht mehr. Am unteren Bildrand erscheint die Meldung „PIN eingeben/Kein Dienst“ und in der Mitte das dicke Schloss. Nach acht (!) Sekunden schaltet sich das Smartphone wieder aus, obwohl der Akku noch gut gefüllt ist.  

Was My Tracks alles kann  
Auf der Homepage ist zu lesen: „Nutzen Sie „Meine Tracks“ beim Wandern, Laufen, Radfahren oder bei anderen Aktivitäten im Freien und zeichnen Sie dabei Ihre Route sowie die Geschwindigkeit, Entfernung und Höhe auf. Sie können diese Daten während der Aufzeichnung live aufrufen, Wegpunkte Ihrer Route markieren und regelmäßige Sprachmeldungen über Ihren Fortschritt anhören.“

Mit „Meine Tracks“ kann ich laut Homepage sogar meine GPS-Tracks und Statistiken über soziale Netzwerke und andere Google-Dienste online teilen oder als Datei weitergeben. Als Formate sind GPX, KML, CSV und TCX angegeben.

„Die App verwendet die GPS-Sensoren des Telefons, um Statistiken zu geografischen Standorten und zur Geschwindigkeit zu erstellen. Die App kann jedoch auch mit biometrischen Sensoren von Drittanbietern synchronisiert werden“, heißt es weiter. Quelle und mehr: http://mytracks.googlecode.com

Aktuelle Anwendermeinung: „Zum Aufnehmen von Routen echt klasse: Egal ob zu Fuß oder mit dem Rad. Die Statistiken sind auch gut - könnten aber ruhig mehr sein !“

Mein Fazit: Mir persönlich gefällt MyTrack nicht so gut, da ich keine Kontrolle habe, ob eine Aufzeichnung läuft und zum anderen mein Smartphone unbedienbar ist, wenn MyTracks arbeitet und sich der Bildschirm ausgeschaltet hat. Gut, aber zeitraubend: Man kann eine Tour in Google Earth quasi in Echtzeit nachfragen und dabei gleich die Ungenauigkeit von GPS erleben.

Kostenpflichtig: ADFC-Routenplaner, Scout & Co.  
Neben den oben vorgestellten Gratisprogrammen gibt es natürlich auch einige kostenpflichtige: den ADFC-Routenplaner „Sternenrouten“ oder auch den Scout von Magic Maps. Zur Grundgebühr kommen meistens noch die Kosten für Touren bzw. Karten.

Eine interessante Alternative und vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut ist Komoot, das ich ebenfalls in der Radler-Praxis ausprobiert habe und das ich seitdem überwiegend verwende. 
Dieter Hurcks 

 

Zum Weiterlesen

Fahrradnavigation - Übersicht

Scout und Tour Explorer von Magic Maps

Komoot

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