Radtouren A bis Z
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brouter.de – Touring-Software 
für PC und Smartphone

Eine Alternative zu GPSIES, das ja nun amerikanisch geworden ist, stellt die Touring-Software BROUTER.DE dar. Es gibt sie als App sowie in einer Desktop-Version für die Offline-Planung. Angepriesen wird der brouter aber als Offline-Tool für Apple und Android. Auf der Seite https://radreise-wiki.de/BRouter findet sich eine ausführliche Beschreibung (inklusive einer Übersetzung der Anleitung). radtouren.net hat die Desktop-Version ausprobiert.

Bei der Einstellung des Profils hat man nur eine Auswahl. Ich habe mich für Trekkingrad (keine Treppen) entschieden. Klickt man in der Werkzeugleiste links auf den Stift, kann man auf der Karte Punkte setzen und, wenn auch der Zielort eingeklickt wurde, die Route exportieren. Wohin sie exportiert wurde, ist allerdings ein Rätsel und muss durch „Suchen“ auf der Festplatte ermittelt werden. Meine Testtour sollte von Burgdorf (Ostlandring) zur Pfennigbrücke in Celle führen.

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brouter-Oberfläche am Beispiel des Maschsees in Hannover (größer: auf Bild oder Link daneben klicken)

Nach dem Export kann man die Datei auch mit einer dafür ausgelegten Software öffnen. Die Überraschung: Ich habe eine Route von Celle über Burgdorf bis Fürstenberg an der Havel auf dem Monitor. Die Ursache ist klar: Ich habe nicht herausgefunden, wie sich nach dem Setzen des letzten Routen-Punktes der Vorgang beenden lässt, ehe man auch Exportieren klickt. Durch Try and Error – Versuch und Irrtum – bin ich darauf gekommen: Einfach wieder auf Bearbeiten klicken, dann exportieren. Als Dateiname werden Start- und Zielort sowie die Streckenlänge angezeigt. Aber auch jetzt lässt sich der Speicherort nicht erkennen. Windows 10 findet die Datei auch nicht (unter Datumssuche). Also: Datei öffnen und dann im Ordner der eigenen Wahl ablegen.

Die genaue Prüfung der mir weitgehend bekannten Route von Burgdorf nach Uelzen zeigt mir, dass hier zunächst zwischen möglichst kurz und radfahrerfreundlich ein guter Kompromiss gefunden wurde. Aber ab Celle führt die von der Software gewählte Route ausschließlich an der meines Wissens von einem Radweg begleiteten Bundesstraße 191 entlang. Ich fahre aber lieber ruhiger abseits des Autoverkehrs. Das bedeutet, dass man hier doch manuell weitere Zwischenziele einfügen sollte. Das ist in einem persönlich nicht bekannten Gegenden manuell kaum möglich. Fazit: Zur Tourenplanung nur bedingt brauchbar. Dieses Urteil untermauern auch andere Versuche.

Lädt man allerdings eine vorhandene GPS-Datei auf die Karte, kann man sich blitzschnelle einen Überblick des Routenverlaufs verschaffen.

Rechts befindet sich eine weitere Werkzeugleiste u.a. mit den Einstellungen. Hier kann man z.B. einstellen, dass Treppen und Fähren nicht erlaubt sein sollen. Unter „biker power“ kann man seine Leistungsfähigkeit eingeben, etwa 60 statt der vorgegebenen 100 Prozent, was sich bei der Berechnung der Tourdauer auswirken könnte. Es bleibt viel Raum zum Experimentieren – und man lernte noch ein bisschen Englisch dazu und wie man Meilen in km umrechnet ... Die Menüsprache ist nämlich Englisch.

Auf dem Support-Forum haben auch deutschsprachige User ihre Kommentare hinterlassen. Die sollte man unbedingt lesen, wenn man Frust vermeiden will, ehe man sich für die Nutzung dieser Software entscheidet. Meines Erachtens ist das Erlernen der Installation und Bedienung sehr zeitintensiv, und Englisch sollte man auch beherrschen – wahrscheinlich alles nicht jedermanns Sache. Dieter Hurcks (7/2020)

 

 

 

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