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Leserbriefe zum Thema "Bahn und Fahrrad"

Leserbriefe bestätigen Erlebnisse in IC2 und ICE4
Die Fahrradabteile in den neueren Fernzügen der Bahn sind weitgehend ungeeignet für moderne Fahrräder und E-Bikes. Wer Pech hat, muss sein schweres Pedelec unter die Decke hängen. - Erlebnisse bei einer Bahnfahrt von Köln nach Hannover. Daraufhin stellte radtouren.net Fragen an die Deutsche Bahn. Lesen Sie die Antworten der DB, die Stellungnahme des ADFC dazu sowie viele weitere Leserzuschriften.
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Fahrradtransport in IC 2 und ICE 4 schwer gemacht

Die Aufhängungen im ICE  und im
IC sind tatsächlich nicht zumutbar

Viel zu eng zwischen den Rädern. Glücklicherweise konnte ich meinen Lenker so verstellen, dass für das Nachbarrad das Einhängen grade so ging. Mir reicht es erstmal!
Finde es enttäuschend, dass der Wille zu nachhaltigem Verkehr inclusive Radtransport so gar nicht gewürdigt wird. Schöne neue Welt mit Rad und Bahn? Danke! Corina Rickert (6/2022)
In Frankreich erfährt man in der Regel erst 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges, auf welches Gleis man das Fahrrad und das Gepäck treppab und treppauf schleppen muss. Lifte sind häufig nicht vorhanden. Die Räder werden in den Regionalzügen (TER) gegeneinander gestapelt, weswegen sich die Radler absprechen,wer zuerst raus muss. Auf welcher Seite der Ausstieg sein wird, weiß niemand.
Mich persönlich stört nicht die Ausstattung der Fahrradwagen oder die Mühe, mein Rad in den Zug zu bekommen (Ich finde immer jemanden, der mir hilft, mein Stahlrahmen-Rad aufzuhängen), mich stört vielmehr, dass die viel zu geringen Fahrradstellplätze viel zu häufig ausgebucht sind. Hilde B. 8/2022
Ständig Stress im Fahrradabteil

Bei der Deutschen Bahn ist der Hinweis auf das Mehrzweckabteil so klein, dass er von den meisten Passagieren übersehen wird. Diese sitzen dann auf den Klappsitzen und blockieren die Fahrradstellplätze. Das führt immer wieder zu Zwistigkeiten. Im Zug von Marburg nach Bad Laasphe war überhaupt kein Schild.

Das Schild in dieser Privatbahn zwischen Warburg und Brilon (Foto) ist nicht zu übersehen.

Noch ein Trick: Klappsitze ganz raus, wie im Metronom (siehe unten), oder in der Fahrradsaison gegen Herunterklappen arretieren - wenigstens auf einer Seite des Fahrradabteils. 

Fahrrad im ICE? Einmal und nie wieder ...
Ich bin heute von Bonn nach Mainz mit dem IC gefahren. Es war das erste Mal, dass ich ein Fahrrad im Fernverkehrszug mitgenommen habe. Erstmal war ich, nachdem ich die umgekehrte Wagenreihung gemeistert hatte, schockiert, dass ich mein Fahrrad (normales Damenfahrrad, kein Pedelec, keine Satteltaschen) durch die enge Tür 3 Stufen hochtragen muss. Ich hatte einen Rucksack dabei und eine Reisetasche. Zum Glück hat sich eine mitreisende Person meiner angenommen und mit angepackt. Der Andrang im Fahrradabteil war, wie im Januar zu erwarten, überschaubar. Aus den komischen Metallbügeln bin ich nicht schlau geworden, und es gab auch kein Piktogramm, wie die Fahrräder dort zu platzieren waren. 

Da mein Fahrrad das einzige war, habe ich es entlang der Metallbügel abgestellt und so gesichert, dass es nicht vor- und zurückrollen konnte. Kurz vor Mainz hat mich die zugbegleitende Person sehr bestimmt darauf hingewiesen, dass ich das Rad in dem von mir reservierten Bügel einzuhängen hätte, aus Versicherungsgründen. Wie die Aufhängung jetzt in irgendeiner Art und Weise sicherer war als vorher, konnte ich nicht nachvollziehen. 10 Minuten später musste ich eh aussteigen. Also Rucksack auf, Reisetasche auf den Bahnsteig werfen (zum Glück nichts zerbrechliches drin) und das Fahrrad irgendwie die Stufen runter balancieren, ohne mit dem Fuß daneben zu treten. In Mainz bin ich in eine S-Bahn umgestiegen. Breite Tür, ebenerdiger Einstieg und kein komischer Metallbügel. Es war das erste Mal, dass ich ein Fahrrad im Fernverkehrszug mitgenommen habe, und das letzte Mal. Thea P. 23.1.2022

Erfahrungsbericht zum Artikel "Fahrradtransport in IC 2 und ICE 4 schwer gemacht":
"Die Zughersteller sollen sich mehr Gedanken machen"

Ich hatte im Sommer 2020 einen ICE Fahrradstellplatz von Hannover nach Göttingen reserviert. Einen ICE Stellplatz hatte ich vorher noch nie buchen können, war also gespannt, wie die ausfallen. Wie ich nach jetziger Recherche weiß, handelte es sich um einen ICE-T. Nach meiner gemachten Erfahrung eignet sich dieser Fahrzeugtyp für viele Fahrräder überhaupt nicht. Die Lenker werden an die darüber liegende Gepäckablage stoßen, sind mithin also gar nicht einzuhängen. Ich habe zwar einen größeren Rahmen (62cm), der Lenker, flach (Bar), ist aber nur auf Sattelhöhe. Wie soll das denn erst bei Hollandrädern klappen? 

Auf jeden Fall passte das bei meinem nicht. Ich hatte einen höher gebauten Einhängeplatz, aber auch keine Alternative, weil der einzige tiefer gelegene schon besetzt war. Da kam auch schon der Zugbegleiter an, und wies mich darauf hin, dass die Räder aber eingehängt werden müssen. Ich kenne diesen Kampf mit dem Personal schon, um ein Haar hätte mich mal ein Zugbegleiter rausgeschmissen, weil ich meine 60er Reifen nicht in einen Deckenhängeplatz bekam, und er mir auch keine Alternative zeigen konnte. Ich tat also so, als gäbe ich mir Mühe und versicherte ihm, dass ich das schon schaffen werde. Insgeheim dachte ich: "Schmeiß mich doch raus, beim nächsten Halt in Göttingen bin ich sowieso da, wo ich hin will".
Also, schlussendlich: Da bietet die Bahn Stellplätze an, die nicht zu benutzen sind, weil darüber noch ein Gepäckboard hängt. Einfach das Board höher hängen, fällt mir dazu ein. Ich selbst sehe mich nicht in der Pflicht zu agieren, etwa durch Lenker verstellen. Was auch nichts bringen würde, denn beim Drehen geht vorne der Lenker hoch. Da müsste ich schon den Lenker abnehmen und daneben hängen, und da sträubt sich bei mir alles. Selbst Luft ablassen empfinde ich schon als Zumutung, die Zughersteller sollen sich einfach mehr Gedanken machen, eventuell auch Fachleute vom ADFC oder der Zweiradindustrie bei der Planung hinzuziehen.
Hier ein Anschauungsbeispiel aus dem Forum und ein zweites Beispiel bei Wikipedia

Telefonische Buchung "Zwei Fahrkarten mit Fahrrad" 
brachte Probleme mit sich

Klaus Weiss aus Stuttgart berichtet von einem unerfreulichen Erlebnis:
Die Mitnahme eines Fahrrads kann ja nur telefonisch gebucht werden. Unter der angegebenen Tel.Nr. 0049302970 wurde ich nach der üblichen Warteschleife zwei Mal weitergeleitet, da mein Anliegen "Ticket + Fahrrad" angeblich von einer anderen Stelle erledigt wird. Als ich dort mein Anliegen "2 Fahrkarten mit Fahrrad" vorbrachte, wurde sofort aufgelegt ohne Gegenfrage.
Am nächsten Tag versuchte ich es nochmals. Die Dame nahm meine Personalien und die Daten der Kreditkarte auf. Dann warnte sie mich, dass das Ticket mit der Fahrradreservierung mit der Post zugeschickt werden müsse, was 5 Euro kostet. Damit war ich einverstanden.
Erst dann fragte sie mich nach der Verbindung. Als Antwort erhielt ich, dass auf der Verbindung IC 2065 Stuttgart-Nürnberg keine Fahrräder zugelassen sind. Als ich sie darauf hinwies, dass laut DB-Webseite Fahrradmitnahme zwar reservierungspflichtig, aber möglich ist, gestand sie zu, dass es in dem Zug 9 Plätze für Fahrräder gibt. Es bedurfte einer weiteren Bitte von mir nachzuprüfen, ob es auch für mich Plätze gibt.
Die gab es, doch konnte ich nicht buchen, da nach Aussage der Dame die Verbindung von Superspartarif und Fahrradmitnahme nicht möglich ist. Als ich erwiderte, dass ich auch irgendeinen normalen Tarif bezahle, bekam ich zur Antwort, dass dies über ihr System nicht möglich sei; sie forderte mich auf, ins nächste Reisezentrum zu gehen, nur dort sei dies möglich.
Das Gespräch wurde geführt am 15.1.2022 um 08:34h, die Fahrt soll am 10.Juli 2022 stattfinden. Ich hoffe die DB kümmert sich um einen richtigen Kundendienst.

 

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